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HSBC – Gewinneinbruch: Großbank streicht 35.000 Jobs


Wegen Gewinneinbruchs  

Größte Bank Europas streicht 35.000 Stellen

18.02.2020, 22:49 Uhr | rtr, mak

HSBC – Gewinneinbruch: Großbank streicht 35.000 Jobs. Dunkle Wolken über HSBC: Die britische Großbank streicht tausende Stellen. (Quelle: imago images/PA Images)

Dunkle Wolken über HSBC: Die britische Großbank streicht tausende Stellen. (Quelle: PA Images/imago images)

Tausende Jobs werden abgebaut, mehr als 70 Bankfilialen geschlossen: Die britische Großbank HSBC muss sparen. Für den Interimschef ist es die Chance, sich zu beweisen.

Die britische Großbank HSBC sieht nach einem Gewinneinbruch schweren Zeiten entgegen: 35.000 Stellen werden gestrichen, das Investmentbanking gekürzt und das Geschäft in Europa und den USA verkleinert, wie HSBC bei der Präsentation der Jahresbilanz mitteilte. 2019 brach der Gewinn vor Steuern um ein Drittel auf 13,3 Milliarden Dollar ein – in erster Linie, weil wegen des Umbaus Abschreibungen in Höhe von 7,3 Milliarden Dollar anfielen.

Mit dem Radikalumbau reagiert Europas größte Bank, die den Großteil ihres Geschäfts in Asien macht, auf das langsamere Wachstum in ihren wichtigsten Märkten, die Belastungen durch den Brexit und die niedrigen Zinsen.

Zuletzt erschwerten die Auswirkungen des Coronavirus der Bank das Geschäft. Zudem soll die Großbank, deren Profitabilität seit längerem den Rivalen hinterherhinkt, wettbewerbsfähiger werden – so das Ziel.

"Unsere Mitarbeiterzahl wird wahrscheinlich in den nächsten drei Jahren von 235.000 in die Nähe von 200.000 fallen", sagte Interimschef Noel Quinn der Nachrichtenagentur Reuters. Ingesamt will er mögliche Risiken auf die Bilanz um 100 Milliarden US-Dollar senken. In Kontinentaleuropa sollen sie um 35 Prozent sinken, das Aktiengeschäft wird verkleinert.

HSBC-Chef muss sich behaupten

In den USA will die Bank ein Drittel ihrer 224 Filialen schließen und sich künftig nur noch auf internationale und vermögendere Kunden konzentrieren. Zudem will HSBC ihre Konzernstruktur vereinfachen und legt deshalb zwei Sparten zusammen:

Die Privatkunden- und Vermögensverwaltungssparte werde mit dem Private-Banking-Geschäft verschmolzen. Dadurch entstehe eines der weltgrößten Vermögensverwaltungsgeschäfte.

Durch diese Einschnitte soll der Ertrag bis 2022 auf zehn bis zwölf Prozent steigen, nachdem er 2019 auf 8,4 (2018: 8,6) Prozent zurückgegangen war. Die Kosten will die Bank um 4,5 Milliarden Dollar senken.

Quinn amtiert seit August als kommissarischer Konzernchef, nachdem sein Vorgänger John Flint nach nur 18 Monaten an der Konzernspitze gehen musste. Ihm war vorgeworfen worden, nicht radikal genug auf die sich eintrübende Geschäftslage zu reagieren.

Mit seiner nun vorgestellten Strategie bewirbt sich Quinn, um den Posten dauerhaft zu übernehmen. Eine Entscheidung, ob Quinn den Posten dauerhaft übernimmt, soll spätestens bis August fallen, heißt es von HSBC.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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