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Kohle-Ausstieg und Coronavirus machen Klimaziel 2020 wieder erreichbar


Weniger Treibhausgase  

Kohle-Ausstieg und Corona machen Klimaziel 2020 wieder erreichbar

16.03.2020, 10:56 Uhr | mak, dpa-AFX

Kohle-Ausstieg und Coronavirus machen Klimaziel 2020 wieder erreichbar. Kohlekraftwerk Duisburg-Walsum: Die Treibhausgas-Emissionen sanken im Jahr 2019. (Quelle: imago images/blickwinkel)

Kohlekraftwerk Duisburg-Walsum: Die Treibhausgas-Emissionen sanken im Jahr 2019. (Quelle: blickwinkel/imago images)

Der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase ist 2019 gesunken. Das deutsche Klimaziel für 2020 rückt damit in greifbare Nähe. Auch das Coronavirus könnte daran seinen Anteil haben.

Die Treibhausgas-Emissionen in Deutschland sind im vergangenen Jahr nach ersten amtlichen Berechnungen deutlich zurückgegangen. Wie Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) am Montag in Berlin mitteilte, sanken die Emissionen im Vergleich zu 2018 um 6,3 Prozent.

Hauptgrund war demnach, dass weniger Strom aus Kohle produziert wurde. Im Vergleich zu 1990 waren es 35,7 Prozent weniger Treibhausgase. Um das Emissionsziel für 2020 zu erreichen, müsste Deutschland 40 Prozent im Vergleich zu 1990 einsparen.

Die Angaben seien die "gegenwärtig bestmögliche Schätzung" und aufgrund noch fehlender Daten mit Unsicherheiten verbunden, teilten Umweltministerium und Umweltbundesamt mit. Der Treibhausgas-Ausstoß sei 2019 um 54 Millionen Tonnen auf 805 Millionen Tonnen gesunken.

Es war der zweitgrößte Rückgang seit 1990 – stärker sanken die Emissionen nur im Jahr 2009, als die Wirtschaft unter den Folgen der Finanzkrise litt. Wegen der jetzigen Corona-Krise rechnen Ökonomen ebenfalls mit einem Rückgang der Wirtschaft. Dadurch könnte der CO2-Ausstoß weiter sinken.

Emissionen durch Verkehr stiegen 2019 an

Hauptgründe für den Rückgang beim klimaschädlichen Kohlestrom 2019 war, dass der EU-weite CO2-Preis für die Energiewirtschaft gestiegen ist, sowie der relativ niedrige Gaspreis, aber auch der Ausbau von Windkraft und Solaranlagen in Deutschland. "Dieser Ausbau muss dringend weitergehen", mahnte Schulze. In der Verkehrspolitik und bei den Gebäuden seien zusätzliche Maßnahmen nötig.

Beim Heizen und im Verkehr stieg der CO2-Ausstoß den Angaben zufolge aber an. Heizöl sei günstig gewesen und das Wetter etwas kühler als im Vorjahr, hieß es. Es seien zwar sparsamere Autos auf den Markt gekommen, der Kfz-Bestand insgesamt sei aber um 1,6 Prozent gewachsen – und damit auch der Spritverbrauch.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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