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So schützen Sie jetzt Ihr Geld vor der Inflation

  • Florian Schmidt
Von Florian Schmidt und Anna Sophie Kühne

Aktualisiert am 11.07.2022Lesedauer: 4 Min.
Fallende Kurse an der Frankfurter Börse (Symbolbild): Anleger erwarten ungewisse Zeiten.
Fallende Kurse an der Frankfurter Börse (Symbolbild): Anleger erwarten ungewisse Zeiten. (Quelle: getty-images-bilder)
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Inflation, Rohstoffknappheit, steigende Zinsen: Anleger müssen sich auf weiter turbulente Zeiten einstellen. Was das für Ihr Portfolio heißt.

Börsianer brauchen dieser Tage starke Nerven. Russlands Angriffskrieg, steigende Preise und eine drohende Rezession sorgen seit Jahresbeginn für stark schwankende Kurse, Tendenz: fallend. Allein für den Deutschen Aktienindex (Dax) ging es seit Januar um knapp 20 Prozent bergab.

Und eine baldige Trendumkehr ist derzeit nicht absehbar. Zu diesem Schluss jedenfalls kommt jetzt der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock in seinem am Montag veröffentlichtem Halbjahres-Ausblick für die globalen Finanzmärkte.

Demnach müssen sich Investoren auch in den kommenden Monaten auf starke Schwankungen einstellen, die Ungewissheit über die Zukunft bleibe groß – woraus sich auch Konsequenzen für Privatanleger ergeben. "Wir erwarten, dass das Sommergewitter an den Märkten noch eine Weile anhält", sagt Ann-Katrin Petersen, Kapitalmarktstrategin bei Blackrock Deutschland. "Grund dafür ist ein Cocktail aus drei verschiedenen Sorgen: Inflationsbefürchtungen, steigende Zinsen und ein Konjunktureinbruch."

"Mit der Ruhe ist es nun vorbei"

Die stürmischen Zeiten an den Kapitalmärkten dürften viele Anleger gerade deshalb verunsichern, weil – mit wenigen Ausnahmejahren – mehrere Jahrzehnte mit verhältnismäßig geringen Konjunktur- und Kursschwankungen hinter uns liegen. Viele Anleger haben sich daran gewöhnt, dass es tendenziell immer weiter bergauf geht, ihr Vermögen stetig wächst.

"Mit dieser Ruhe ist es nun vorbei", so Petersen. "Wir befinden uns nicht länger in einer Phase der geringen Inflation bei gleichzeitig stabilem Wachstum. Die kommenden Monate und Jahre könnten unbequemer werden."

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Anlagestrategin Ann-Katrin Petersen von Blackrock: Die Zentralbanken stehen vor einem "Dilemma".
Anlagestrategin Ann-Katrin Petersen von Blackrock: Die Zentralbanken stehen vor einem "Dilemma". (Quelle: Blackrock)

Verstärkt wird das laut Blackrock durch die politische Zeitenwende, die sich auch auf Wirtschaft und Finanzmärkte niederschlagen dürfte. Corona-Krise und Ukraine-Krieg haben gezeigt: Unternehmen können es sich nicht mehr leisten, sich ausschließlich auf die Kostenoptimierung ihrer Lieferketten zu fokussieren.

Globalisierung auf dem Rückzug

In einer global vernetzten Wirtschaft können unvorhergesehene Ereignisse ganze Wirtschaftszweige vorübergehend lahmlegen, wenn Firmen mögliche Lieferengpässe nicht entsprechend absichern. Fällt etwa, wie vor einigen Wochen, die Produktion von Kabelbäumen in der Ukraine aus, stehen in den Autofabriken in Wolfsburg, Ingolstadt und Zuffenhausen die Bänder still.

Die Konsequenz: So wie Anleger ihre Risiken in der Kapitalanlage breit streuen sollten, müssen Unternehmen dies bei ihren Lieferketten tun und ihr Lieferantennetzwerk widerstandsfähiger gegenüber plötzlich auftretenden Problemen machen. Das erfordert sowohl mehr Zulieferer als auch größere geografische und politische Nähe zu den Produktionsstandorten.

Letztlich wird dadurch die Globalisierung ein Stück weit zurückgedreht, so Finanzexpertin Petersen. Angesichts des russischen Überfalls auf die Ukraine erwartet sie für die Zukunft eine "geopolitische Blockbildung": "Bei der Neuverkabelung des Welthandels befinden wir uns an einem Kipppunkt. Staaten und Unternehmen werden stärker darauf achten, dass sie mit Freunden, die ähnliche Werte vertreten, Handel treiben."

Zinspolitik der Zentralbanken ist entscheidend

Diese Entwicklungen bleiben nicht ohne Folgen für die Börse. Viele Aktiengesellschaften dürften in den kommenden Monaten weiter unter Druck geraten und ihre Gewinnprognosen nach unten korrigieren, so Petersen: "Im ersten Halbjahr herrschte an den Märkten vor allem die Angst vor steigenden Zinsen und der Inflation. Jetzt befürchten viele eine Rezession. Das würde die Kurse von Aktien weiter drücken."

Wie genau es an den Märkten weitergeht, bestimmen dabei maßgeblich die Zentralbanken, vor allem die US-Notenbank Fed sowie die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt. Sie stehen aktuell vor einem "Dilemma", so Petersen. Einerseits müssen die Zentralbanken die Zinsen erhöhen, um der wachsenden Inflation Herr zu werden. Andererseits dürfen sie das zuletzt sehr billige Geld durch höhere Zinsen und weniger Anleihenkäufe nicht zu schnell verteuern, weil das die Wirtschaft abwürgen könnte. (Was genau es mit dem Leitzins auf sich hat, erfahren Sie hier.)

Nachdem sie lange gezögert hat, scheint es aktuell so, als konzentriere sich die EZB vor allem darauf, die Inflationserwartungen zu bremsen. Auch die US-Notenbank Fed stellt das Bekämpfen der Inflation in den Fokus und verspricht "aggressive Leitzinserhöhungen" für die kommenden Monate. Blackrock-Expertin Petersen sagt deshalb: "Die Märkte befürchten eine Vollbremsung."

Was Anleger jetzt tun sollten

Doch was heißt das alles für Kleinanleger, die ihr Geld vor der Inflation in Sicherheit bringen wollen? Und welche Schlüsse sollten jene ziehen, die jetzt schon einen Teil ihres Vermögens an den Finanzmärkten investiert haben?

Trotz der absehbar volatilen Zeiten rät die Anlagestrategin Letzteren zunächst zur Ruhe. "Es wäre falsch, jetzt all sein Geld abzuziehen", so Petersen. Besser sei es, investiert zu bleiben – und das eigene Portfolio gegebenenfalls umzubauen. Ratsam sei eine sogenannte "Minimum-Volatilitäts-Strategie".

Mit Blick auf Aktien heißt das etwa, auf Unternehmen zu setzen, die traditionell geringen Kursschwankungen unterliegen. Dazu zählen laut dem Finanzdienstleister Morgan Stanley Capital International (MSCI) etwa sonst als "langweilig" verschriene Unternehmen wie die Telekom , SAP oder US-Firmen wie Johnson & Johnson und Pepsi .

Welche Aktien sich noch lohnen könnten

Petersen zufolge könnten zudem Dividendenfonds in Zeiten größerer Volatilität und Geldentwertung für regelmäßige Zuflüsse auf dem Konto sorgen. "Insgesamt gilt: Anleger sollten jetzt weniger offensiv investieren als vielleicht noch in den vergangenen Jahren." Umso mehr sei bei den jüngst stark gefallenen Kursen Vorsicht geboten: Ein schnelles "Zuschlagen" bei günstigen Aktienpreisen könnte aktuell der falsche Impuls sein.

"Da sollte man warten, bis sich der Nebel etwas lichtet", so die Expertin. "Wir müssen zunächst besser einschätzen können, wie es weitergeht – sowohl mit Blick auf die Inflation, die Zentralbanken als auch bei der Gas- und Energiekrise im Zuge des Ukraine-Kriegs."

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Mittelfristig, das heißt mit Blick auf die nächsten drei Jahre und später, könnte sich die Investition in die Digital- und Gesundheitsbranche rentieren. Der Grund: Diese Sektoren dürften von strukturellen Trends wie der grünen und digitalen Transformation der Wirtschaft profitieren.

Gold könnte unter steigenden Zinsen leiden

Auch Gold gilt in unsicheren Zeiten oft als "Stabilitätsanker". Gleichzeitig bietet das Edelmetall keinen regelmäßigen Einkommensstrom, weil es weder Dividenden noch Anleihezinsen abwerfen würde. Steigende Zinsen, wie angesichts der geldpolitischen Wende absehbar, belasteten Goldnotierungen, meint Petersen.

Trotz aller Unwägbarkeiten rät Petersen, breit über Anlageklassen und Regionen an den Märkten zu investieren. "Zu viel Bargeld zu halten, bedeutet für den Einzelnen bei der aktuellen Inflation einen realen Kaufkraftverlust", sagt sie.

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