Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Geld & Vorsorge >

Risikoscheu - Anlagestrategie: Einmalanlage oder Sparplan?


Risikoscheu  

Anlagestrategie: Einmalanlage oder Sparplan?

06.04.2021, 13:50 Uhr | dpa

Risikoscheu - Anlagestrategie: Einmalanlage oder Sparplan?. Sparpläne zahlen gegenüber Einmalanlagen nicht unbedingt aus, schlecht sind sie trotzdem nicht.

Sparpläne zahlen gegenüber Einmalanlagen nicht unbedingt aus, schlecht sind sie trotzdem nicht. Foto: Christin Klose/dpa-tmn. (Quelle: dpa)

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Die Börsen laufen derzeit gut: Allein der Deutsche Aktienindex Dax schaffte es gerade erst über die Marke von 15 000 Punkten. Ein neuer Rekord. Doch Anleger wissen auch: Die Kurse können wieder fallen. Mitunter sogar tief.

Viele setzen deshalb auf Sparpläne. Die Idee dahinter: Ein langfristiger Sparplan kann es Anlegern ermöglichen, einen günstigeren Durchschnittspreis zu erzielen als eine Einmalanlage, weil bei fallenden Kursen günstiger nachgekauft wird. Beschrieben wird das oft mit dem Fachausdruck Cost-Average-Effekt.

Studie untersucht Sparpläne

Dieses Prinzip klingt zwar logisch, ist in der Praxis aber kein wirklicher Vorteil, wie eine Berechnung des Analysehauses Morningstar mit Blick auf Investments in US-Standartwerte zeigt. Die Analysten untersuchten im Zeitraum zwischen Januar 1926 und August 2019 Sparpläne über verschiedene Zeitperioden zwischen zwei und 120 Monaten und stellten diesen Einmalinvestments gegenüber.

Das Ergebnis: In 72,2 Prozent der Fälle war die Rendite von Einmalanlagen der Rendite der Sparpläne überlegen. Je länger der Zeithorizont, desto besser schlugen sich laut der Studie die Einmalanlagen. Bei den 120-Monatsperioden waren Sparpläne in weniger als zehn Prozent der Fälle einer Einmalanlage überlegen.

Kurse steigen langfristig

Die Erklärung: Am Kapitalmarkt setzen Anleger auf langfristig steigende Kurse. Vor diesem Hintergrund haben Anleger einen Vorteil, wenn sie von Anfang an von den insgesamt steigenden Kursen profitieren. Bei einem Sparplan winken Sparer "den enteilenden Kursen gewissermaßen hinterher".

Sind Sparpläne also generell untauglich? Nicht unbedingt, denn auch wenn sich mathematisch kein Vorteil ableiten lässt, kann sich ein psychologiescher Vorteil ergeben, erklären die Experten. Im Zweifel entscheiden sich Anleger angesichts ihrer Risikoscheu ja entweder ganz gegen ein Investment, oder aber sie steigen vorzeitig aus. "Hier könnte ein Sparplan disziplinierend wirken."

Und: Viele Anleger haben keine großen Summen zur Verfügung, die sie auf einmal anlegen können. Mit einem Sparplan machen Anleger in diesem Fall nichts falsch.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Rohstoffe und Währungen

Weltbild.detchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: