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Ja, die Redaktion hat fĂŒr diesen Ratgeberartikel alle relevanten Fakten recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Tagesgeldkonto: Lohnt sich das fĂŒr mich?

  • Christine Holthoff
Von Christine Holthoff

Aktualisiert am 12.03.2021Lesedauer: 5 Min.
Tipps fĂŒr die Geldanlage: In diesem Video erfahren Sie, wie der Zinseszins funktioniert und wie Sparer bereits mit kleinen Summen große ErtrĂ€ge erzielen können. (Quelle: t-online)
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Sparer haben es heute nicht leicht. Egal, wo Sie Geld kurzfristig parken wollen – ordentliche Zinsen gibt es dafĂŒr kaum. Auch beim Tagesgeldkonto ist das nicht anders. Wir erklĂ€ren, warum haben Sie trotzdem eins haben sollten.

Das Wichtigste im Überblick


  • Was ist Tagesgeld?
  • Lohnt sich Tagesgeld?
  • Wann lohnt ein Wechsel des Tagesgeldkontos?
  • Muss ich Steuern auf Tagesgeld zahlen?
  • Kann ich beliebig viel Geld als Tagesgeld anlegen?

FrĂŒher landete Geld, das man nicht sofort, aber vielleicht bald brauchte, auf dem Sparbuch. So war es jederzeit griffbereit und wurde auch noch ordentlich verzinst.


Spar-Tipps: FĂŒnf Methoden fĂŒr mehr Geld

Geld
Tipp 2: VertrĂ€ge checken. Strom, Gas oder Smartphone können Monat fĂŒr Monat viel Geld verschlingen. Es kann sich daher lohnen, mehrere Angebote zu vergleichen. Am Ende muss gar nicht immer ein Wechsel stehen: Oft gibt Ihnen der Anbieter die Option, den Tarif zu wechseln und so Geld zu sparen.
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Doch die Zeiten sind vorbei. Inzwischen hat das Tagesgeldkonto das Sparbuch abgelöst. Zwar gibt es auch dort nur wenig bis gar keine Zinsen, Sie können aber anders als beim Sparbuch höhere BetrÀge pro Tag umbuchen.

Doch was ist Tagesgeld ĂŒberhaupt? Lohnt sich das bei den niedrigen Zinsen? Und wie viel Geld sollte ich mindestens und höchstens auf dem Tagesgeldkonto liegen haben? Ein Überblick.

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Was ist Tagesgeld?

Mit einem Tagesgeldkonto können Sie Geld zur Seite legen, von dem Sie noch nicht wissen, wann Sie es brauchen. Denn sollten Sie kurzfristig darauf zugreifen mĂŒssen, ist das kein Problem. Ein Tagesgeldkonto ist flexibel wie ein Girokonto, aber nicht fĂŒr den Zahlungsverkehr vorgesehen. Das heißt, es gibt dazu keine Bankkarte.

FĂŒr Tagesgeld gibt es keine Laufzeit. Das heißt, Sie können das Geld jederzeit ĂŒber ein Referenzkonto – meist Ihr Girokonto – innerhalb eines Tages abbuchen.

Allerdings können sich die Zinsen aufs Tagesgeldkonto immer wieder Ă€ndern. Das unterscheidet Tagesgeld von Festgeld, bei dem Sie sich einen Zins fĂŒr eine bestimmte Anlagezeit sichern. In dieser Zeit kommen Sie beim Festgeld aber nicht an Ihr Guthaben heran.

Lohnt sich Tagesgeld?

Das kommt darauf an, wofĂŒr Sie es nutzen wollen. Erhoffen Sie sich hohe ErtrĂ€ge, auch Rendite genannt, ist ein Tagesgeldkonto alleine nicht ausreichend. Denn die Zinsen sind aktuell sehr niedrig; immer mehr Banken verlangen von Neukunden sogar Negativzinsen.

Sie zahlen also noch dafĂŒr, dass Sie Ihr Geld bei den Banken parken. Und: Die Inflation knabbert zusĂ€tzlich am Ersparten, weil Produkte und Dienstleistungen Jahr fĂŒr Jahr teurer werden – Sie können sich von ihrem Ersparten dann weniger leisten.

Allerdings gibt es immer wieder Anbieter, die zumindest etwas bessere Zinsen zahlen als andere. Es lohnt sich deshalb, hin und wieder einen Vergleich anzustellen – und dann den Anbieter zu wechseln. Welche Banken die besten Zinsen bieten, Ă€ndert sich fast tĂ€glich. Im Netz gibt es Vergleichsportale, die Ihnen helfen, den Überblick zu behalten.

Auch ohne Zinsen eignet sich Tagesgeld

Aber auch ohne hohe Zinsen lohnt sich ein Tagesgeldkonto. Es eignet sich nĂ€mlich besser als ein Girokonto als Aufbewahrungsort fĂŒr Ihren Notgroschen – also jene Reserve, die Sie unbedingt ansparen sollten, um Geld fĂŒr Unvorhergesehenes wie grĂ¶ĂŸere Reparaturen oder auch Jobverlust oder andere SchicksalsschlĂ€ge parat zu haben. Als Faustregel gilt: Mit drei Netto-MonatsgehĂ€ltern sind Sie erst einmal auf der sicheren Seite.

Anders als beim Girokonto, von dem laufend Geld fĂŒr alltĂ€gliche Dinge abgeht, können Sie sich beim Tagesgeldkonto das Prinzip "Aus den Augen, aus dem Sinn" zunutze machen. Am besten legen Sie dafĂŒr eine feste Sparrate fest, die Sie Monat fĂŒr Monat auf Ihr Tagesgeldkonto ĂŒberweisen – idealerweise schon zu Beginn des Monats.

So tricksen Sie sich selbst ein wenig aus und können sicher sein, dass Sie Ihr Sparziel tatsĂ€chlich erreichen. Das kann zunĂ€chst etwa besagter Notgroschen sein, aber vielleicht auch eine grĂ¶ĂŸere Reise, ein Umzug oder gar der Kauf einer Wohnung, fĂŒr den Sie Eigenkapital ansparen wollen.

Tagesgeld als ein Baustein Ihrer Geldanlage

Haben Sie ein ausreichendes Geldpolster gespart, sollten Sie darĂŒber nachdenken, weiteres Geld anders zu investieren, wo es mehr Rendite abwirft. Das funktioniert zum Beispiel vergleichsweise bequem und gĂŒnstig mit einem Sparplan auf einen ETF. Das sind spezielle Aktienfonds, die auch Indexfonds genannt werden, weil sie einen Aktienindex wie zum Beispiel den Dax oder den MSCI World nachbilden.

Anders als "aktive" Fonds, bei denen ein Manager versucht, durch hĂ€ufige KĂ€ufe und VerkĂ€ufe besser zu performen als der Markt, entwickeln sich ETFs immer fast genauso wie der Markt – also wie der Index, den sie abbilden. Mit dieser "passiven" Geldanlage fahren Sie in der Regel besser, weil die Kosten viel geringer sind und es Fondsmanager zudem gar nicht so oft schaffen, den Markt zu schlagen.

Tagesgeld wÀre bei dieser Variante dann ein Baustein in Ihrem Portfolio, der ETF-Sparplan ein anderer. Je nachdem, wie risikofreudig Sie sind, investieren Sie mehr Geld in die eine oder die andere Anlageform. Diese prozentuale Aufteilung Ihres Vermögens nennt sich auch Asset Allocation. Warum die wichtig ist, erklÀren wir hier.

Wann lohnt ein Wechsel des Tagesgeldkontos?

Weil Banken jederzeit die Zinsen von Tagesgeldkonten Ă€ndern dĂŒrfen, könnte man theoretisch stĂ€ndig von einem Konto zum nĂ€chsten springen – immer den besten Zinsen hinterher. Doch lohnt sich das wirklich, um woanders vielleicht 0,3 Prozentpunkte mehr Zinsen zu bekommen?

Das kommt darauf an, um welche GeldbetrĂ€ge es geht. Denn wer 10.000 auf dem Tagesgeldkonto liegen hat, erhĂ€lt bei einem Wechsel von 0,1 auf 0,4 Prozent Zinsen pro Jahr 40 statt 10 Euro Zinsen – also ein Plus von gerade einmal 30 Euro.

Bedenkt man, dass Sie dafĂŒr nicht nur den Markt beobachten mussten, sondern auch das eine Konto schließen, das Geld zwischenparken, das neue Konto eröffnen, einen neuen Freistellungsauftrag einrichten – dann ist fraglich, ob Sie in der Zeit die 30 Euro nicht auch leichter hĂ€tten verdienen können.

Etwas anders sieht es aus, wenn es um 100.000 Euro geht. Denn dann steigen die Zinsen von 100 auf 400 Euro. Letztlich liegt es an Ihnen selbst zu entscheiden, wie viel Aufwand Ihnen ein bestimmtes Plus an Ertrag wert ist.

Wichtig: Fallen Sie nicht auf Lockangebote herein. Oft werben Banken mit höheren Zinsen fĂŒr die ersten Monate, danach fĂ€llt der Zinssatz aber wieder.

Muss ich Steuern auf Tagesgeld zahlen?

Steuern mĂŒssen Sie auf alle KapitalertrĂ€ge zahlen – das gilt fĂŒr ErtrĂ€ge auf dem Tagesgeldkonto genauso wie fĂŒr ErtrĂ€ge auf Ihrem Girokonto, auf BausparvertrĂ€ge, Fonds oder Aktien. Allerdings wird diese sogenannte Abgeltungssteuer von 25 Prozent plus SolidaritĂ€tszuschlag und eventuell Kirchensteuer nur auf jene ErtrĂ€ge fĂ€llig, die oberhalb des jĂ€hrlichen Freibetrags von 801 Euro liegen. Bis zu dieser Höhe sind KapitalertrĂ€ge steuerfrei.

Beim Tagesgeldkonto entstehen ErtrĂ€ge zudem nur aus Guthabenzinsen. Und da die Zinsen derzeit sehr niedrig sind, ist es recht unwahrscheinlich, dass Sie die 801 Euro ĂŒberhaupt ĂŒberschreiten. Allerdings kommt es natĂŒrlich auf die Summe an, die Sie auf dem Tagesgeldkonto liegen haben. Je höher die ist, desto höher sind auch Ihre ZinsertrĂ€ge.

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Bei einem Zinssatz von 0,2 Prozent pro Jahr wĂ€ren das bei einer Anlage von 10.000 Euro also 20 Euro, bei einer Anlage von 100.000 Euro aber schon 200 Euro. Und: Der Freibetrag von 801 Euro gilt fĂŒr alle Arten von KapitalertrĂ€gen – nicht nur die auf dem Tagesgeldkonto.

Kann ich beliebig viel Geld als Tagesgeld anlegen?

Das hĂ€ngt von Ihrer Bank ab. Bei vielen gibt es keine Grenze – Sie dĂŒrfen also so viel Geld anlegen, wie Sie wollen. Andere Banken schreiben hingegen vor, wie viel Sie höchstens auf dem Tagesgeldkonto parken dĂŒrfen.

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Aber auch wenn es kein Limit gibt, sollten Sie wissen, dass Bankeinlagen innerhalb der EuropĂ€ischen Union nur bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank gesetzlich geschĂŒtzt sind. Diese Einlagensicherung sorgt dafĂŒr, dass Sie Ihr Geld – bis zu dieser Höhe – bei einer Bankenpleite vollstĂ€ndig zurĂŒckbekommen.

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