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Schmuck ist meistens keine gute Wertanlage

Luxus-Artikel  

Schmuck ist meistens keine gute Wertanlage

14.02.2014, 17:05 Uhr | dpa

Schmuck ist meistens keine gute Wertanlage. Sieht gut aus und ist teuer - aber dennoch meist keine gute Geldanlage: Schmuck (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Sieht gut aus und ist teuer - aber dennoch meist keine gute Geldanlage: Schmuck (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wer Inflation fürchtet, setzt auf physische Wertanlagen: Immobilien und Gold sind die Klassiker. Manch einer wird auch mit teuren Schmuckstücken liebäugeln, denn die sind schließlich auch aus teuren Edelmetallen und Edelsteinen hergestellt - und haben im Vergleich zu einem Goldbarren sogar noch einen gewissen Nutzwert. Doch Experten winken ab: Ein Diamantencollier oder ein Brillantring gelten nicht als Wertanlage im klassischen Sinn. Beim Wiederverkauf drohen herbe Verluste.

"Das ist mehr eine werthaltige Investition", sagt Joachim Dünkelmann vom Branchenverband BVT. Vor allem bei Erbstücken liege der emotionale Wert oft höher als der Wiederverkaufspreis. "Wir verkaufen Glücksgefühle, nicht Aktien."

Auch Verbraucherschützer verweisen darauf, dass Schmuck keine Wertsteigerung garantiert. Der Wiederverkauf hänge von vielen Faktoren ab. Zu beachten sei, ob es sich um ein Sammlerstück handelt oder wie hoch der Materialwert eingeschätzt wird. "Und das Werturteil geben letztlich Juweliere oder Gutachter ab", sagt Sascha Straub von der Verbraucherzentrale Bayern.

Extremer Wertverlust beim Verkauf

Wichtig seien Expertisen der führenden gemmologischen Institute, rät Nina Lindau-Thöne vom Kunstauktionshaus Van Ham in Köln. Schmuck werde meist aus emotionalen Gründen erworben. Für gängige Stücke werde bei Auktionen oft nur ein Viertel des ursprünglichen Verkaufspreises erzielt. Stark gefragt seien momentan Naturperlen sowie Diamantware im oberen Farb- und Reinheitsgrad. Als Wertanlage eigneten sich auch feine Rubine und unbehandelte Saphire, aber in einer guten Größe.

Nach Branchenangaben ist der Hang zu Pomp und Luxus derzeit nicht so stark ausgeprägt wie vor zwei Jahren. Der Trend gehe zu schlichter, dezenter Eleganz, vor allem im hochpreisigen Segment. Schmuck sei nicht mehr so "laut und schrill", berichtet Dünkelmann. Das ist auch auf der Juwelier- und Uhren-Fachmesse Inhorgenta in München zu beobachten, auf der sich bis zum 17. Februar rund 1200 Aussteller präsentieren.

Mit dem Goldpreis sanken auch die Umsätze der Juweliere

Zu spüren bekamen die Schmuckhändler zudem die Talfahrt des Goldpreises im vergangenen Jahr. Zwar konnten sich die Kunden über niedrigere Verkaufspreise freuen, für das Geschäft war das aber schlecht. 2013 setzte die Branche mit ihren gut 9000 Betrieben 4,7 Milliarden Euro um - gut 5,5 Prozent weniger als im Boomjahr zuvor. Zuletzt hatte der Goldpreis jedoch wieder angezogen.

Ordentlich Geld in den Juwelierkassen lassen die vielen Shopping-Touristen. Vor allem betuchte Russen, Asiaten und Araber kommen gerne nach Deutschland zum Schmuck- und Uhrenkauf. Sie fliegen nach München, Frankfurt, Berlin, Hamburg oder Düsseldorf. "Das Geschäft mit den ausländischen Kunden macht mehr als 20 Prozent des Gesamtumsatzes aus", sagt Dünkelmann. Gerade bei Asiaten gebe es eine starke Markenorientierung. "Die wissen schon vorher ganz genau, was sie haben wollen."

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