Sie sind hier: Home > Finanzen > Steuern >

Steuerlast: Arbeitszimmer kann bei Hausverkauf teuer werden

Steuerlast  

Arbeitszimmer kann bei Hausverkauf teuer werden

13.09.2019, 12:47 Uhr | dpa

Steuerlast: Arbeitszimmer kann bei Hausverkauf teuer werden. Steuerpflichtig oder nicht? Wer seine privat genutzte Immobilie verkauft, muss auf ein Arbeitszimmer eventuell Steuern zahlen.

Steuerpflichtig oder nicht? Wer seine privat genutzte Immobilie verkauft, muss auf ein Arbeitszimmer eventuell Steuern zahlen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa/tmn) - Das Arbeitszimmer im eigenen Haus dient nicht zum Wohnen - das ist logisch. Eigentümer sollten dies allerdings bedenken, wenn sie ihre Immobilie verkaufen: Anders als auf die Wohnbereiche können auf das Arbeitszimmer Steuern anfallen, wie die Bundessteuerberaterkammer erklärt.

Grundsätzlich dürfen Eigentümer ihr selbstgenutztes Haus oder ihre Eigentumswohnung steuerfrei veräußern. Voraussetzung ist aber, dass entweder seit dem Kauf zehn Jahre vergangen sind - oder dass die Immobilie zumindest im Jahr der Veräußerung und den beiden vorangegangenen Jahren nur zu eigenen Wohnzwecken genutzt worden ist.

Ausnahme Arbeitszimmer

Nach Ansicht der Finanzverwaltung fällt das Arbeitszimmer aber nicht darunter. Innerhalb der zehnjährigen Spekulationsfrist fallen deshalb darauf Steuern an. Das gilt selbst dann, wenn der Abzug der Aufwendungen als Betriebsausgaben oder Werbungskosten ausgeschlossen oder eingeschränkt ist, so die Erfahrung der Steuerberater.

Der steuerpflichtige Veräußerungsgewinn wird aus den Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Verkaufspreis der Immobilie ermittelt. Dafür wird die Fläche des Arbeitszimmers ins Verhältnis zur Nutzfläche des gesamten Gebäudes gesetzt.

Rechtslage noch unklar

Anders hat jedoch das Finanzgericht Köln im Jahr 2018 entschieden: Es urteilte, dass der auf das häusliche Arbeitszimmer eines privat genutzten Eigenheims entfallende Veräußerungsgewinn nicht zu Einkünften aus privaten Veräußerungsgeschäften führt, wenn die Wohnung weit überwiegend selbst genutzt wurde (Az.: 8 K 1160/15).

Dabei handelt es sich aber nur um eine Einzelfallentscheidung. Der Bundesfinanzhof als oberstes Finanzgericht hat sich mit dieser Frage noch nicht befasst, so die Bundessteuerberaterkammer.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Finanzen > Steuern

shopping-portal