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17 Prozent weniger Bestellungen bei Maschinenbauern

Schwächelnde Konjunktur  

17 Prozent weniger Bestellungen bei Maschinenbauern

04.10.2019, 11:15 Uhr | dpa , rtr

17 Prozent weniger Bestellungen bei Maschinenbauern. Junge Maschinenbauerin in der Produktion: Handelskonflikte und die Unsicherheit um den Brexit belasten die Branche.  (Quelle: imago images/Rupert Oberhäuser/Symbolfoto Archiv)

Junge Maschinenbauerin in der Produktion: Handelskonflikte und die Unsicherheit um den Brexit belasten die Branche. (Quelle: Rupert Oberhäuser/Symbolfoto Archiv/imago images)

Schwarzer Sommer für Deutschlands Maschinenbauer: Die Bestellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent eingebrochen. Die Gründe sind vielfältig. 

Eigentlich ist der Maschinenbau eine der wichtigsten deutschen Industrien. Doch 2019 gab es deutlich weniger Bestellungen. Auch für die Zukunft wird keine positive Wende erwartet. 

Maschinenbau: Aufträge aus dem Ausland gingen stark zurück

Die deutschen Maschinenbauer bekommen die schwächelnde Konjunktur immer mehr zu spüren. Im August gingen die Bestellungen gegenüber dem Vorjahresmonat um 17 Prozent zurück, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mitteilte.

Die Orders aus dem Inland seien um zwölf Prozent geschrumpft, das traditionell starke Auslandsgeschäft sogar um 19 Prozent. "Wie befürchtet, waren die vorangegangenen Monate mit einstelligen Minusraten nur eine Verschnaufpause", sagte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann. 

Auch für die kommenden Monate erwartet die exportorientierte deutsche Schlüsselindustrie keine Wende zum Besseren. "An den Ifo-Geschäftsexporterwartungen lässt sich ablesen, dass die Maschinenbauer angesichts der konjunkturellen und politischen Risiken weiterhin pessimistisch eingestellt sind", erläuterte Wortmann.

Maschinenbaubranche leidet unter Handelskonflikten und Brexit

Internationale Handelskonflikte und die Ungewissheiten des Brexits belasten die Geschäfte. Verunsicherte Kunden im In- und Ausland halten sich mit Bestellungen zurück. Hinzu kommt der Strukturwandel in der Autoindustrie, einem wichtigen Kunden der Branche. Im Drei-Monats-Vergleich Juni bis August 2019 lagen die Bestellungen um acht Prozent unter dem Vorjahreswert.

Seit Jahresbeginn sind die Aufträge stetig gesunken. Für dieses und das kommende Jahr rechnet der VDMA daher mit einem Produktionsrückgang von jeweils zwei Prozent. Im vergangenen Jahr hatte die Industrie mit deutlich mehr als einer Million Beschäftigten noch ein Plus von gut zwei Prozent erzielt.

Maschinenbaubranche beschäftigt mehr als eine Million Menschen

Die über Jahre erfolgsverwöhnte Branche ist mit mehr als einer Million Beschäftigten ein Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Die Hersteller, darunter viele Mittelständler, aber auch börsennotierte Konzerne wie Thyssenkrupp, Siemens oder Gea, hatten wegen der Zurückhaltung der Kunden bereits ihre Produktionsprognose für 2019 nach unten geschraubt.
 

Die Hersteller von Maschinen "Made in Germany" erwarten sowohl in diesem als auch im kommenden Jahr einen Rückgang der Produktion um zwei Prozent. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Nachrichtenagentur Reuters

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