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Lotto, Maskenpflicht, Waffen – das ändert sich im September für Verbraucher


Neue Gesetze und Regelungen  

Masken, Lotto, Kinderbonus – das ändert sich im September

01.09.2020, 09:57 Uhr
Lotto, Maskenpflicht, Waffen – das ändert sich im September für Verbraucher. Bahnreisende warten mit Mund-Nasen-Schutz auf ihren Zug: Die Deutsche Bahn will die Maskenkontrollen im September ausweiten. (Quelle: dpa/Oliver Berg)

Bahnreisende warten mit Mund-Nasen-Schutz auf ihren Zug: Die Deutsche Bahn will die Maskenkontrollen im September ausweiten. (Quelle: Oliver Berg/dpa)

Die Deutsche Bahn geht stärker gegen Maskenmuffel vor, Lottospielen wird teurer und die erste Rate des Kinderbonus steht an. Wir fassen zusammen, welche Neuerungen der September bringt.

Das Coronavirus zwingt Politik und Unternehmen dazu, ihre Maßnahmen immer wieder anzupassen. Auch im September ändert sich daher wieder etwas – diesmal in Zügen der Deutschen Bahn und in einigen Schulen.

Gute Nachrichten gibt es hingegen für Eltern und manche Abiturienten. Was im Herbst sonst noch Neues auf Sie zukommt, zeigt unser Überblick.

Deutsche Bahn verdoppelt Maskenkontrollen

Bis sich die Maskenpflicht auch in ICE- und IC-Zügen durchsetzte, hat es etwas gedauert, nun will die Deutsche Bahn dafür umso strenger kontrollieren. Bereits im August stiegen nach Angaben des Unternehmens jeden Tag Sicherheitsmitarbeiter in rund 60 Fernverkehrszügen ein, um das Tragen der Maske zu überprüfen. Zum 1. September will die Bahn die Kontrollen verdoppeln.

Wer ohne Maske erwischt wird, dem droht nicht nur der Rausschmiss aus dem Zug, sondern auch ein saftiges Bußgeld: Bis zu 500 Euro können dann fällig werden. Die Bahn erinnert zudem daran, dass Reisende auch in Regionalzügen verpflichtend eine Maske tragen müssen.

Lottospielen wird teurer

Der Lotto-Klassiker kostet bald mehr: Ab dem 23. September werden für ein Tippfeld beim Spiel "6 aus 49" 1,20 Euro statt wie bisher 1 Euro fällig. Das gilt sowohl für die Ziehungen am Mittwoch als auch am Samstag. Mit der Preiserhöhung steigen aber auch die Quoten.

Sie erhöhen sich in allen neun Gewinnklassen. Der garantierte Gewinnbetrag mit zwei Richtigen und Superzahl beträgt dann 6 statt 5 Euro. Zudem sind bei einem "Sechser im Lotto" mehr Millionengewinne zu erwarten.

Außerdem gelten neue Regeln dafür, wann ein Jackpot ausgeschüttet werden muss. Bisher war es so, dass er erst dann geleert wurde, wenn zuvor zwölfmal hintereinander kein Tipper sechs Richtige plus Superzahl hatte. Künftig gilt eine Obergrenze von 45 Millionen Euro; ist die erreicht, wird der Jackpot ausgeschüttet.

Eltern erhalten erste Rate des Kinderbonus

Für Eltern, die Kindergeld bekommen, gibt es eine gute Nachricht: Der Kinderbonus wird ab dem 7. September ausgezahlt. Wegen der Corona-Pandemie zahlen die Familienkassen in diesem Jahr insgesamt 300 pro Kind extra. Im September wird die erste Rate über 200 Euro fällig, weitere 100 Euro bekommen Eltern dann im Oktober.

Wann genau der Zuschlag auf Ihrem Konto landet, hängt von der Endziffer Ihrer Kindergeldnummer ab. Steht dort eine Null, sollte das Geld bereits am 7. September bei Ihnen ankommen. Bei Nummern mit den Endziffern eins bis neun dauert es etwas länger: Sie bekommen die Rate im Laufe des Septembers überwiesen. Die Auszahlung erfolgt automatisch, sie brauchen sich also um nichts zu kümmern.

Gut zu wissen: Den Bonus erhalten auch Eltern, die in diesem Jahr noch Anspruch auf Kindergeld haben werden. Auch wenn Sie also erst im November oder Dezember ein Kind bekommen, bekommen Sie die Sonderzahlung. Für Neugeborene müssen Sie aber zunächst einen Antrag auf Kindergeld stellen.

Erweiterte Maskenpflicht an Schulen

Im September enden die Sommerferien für Schüler in Bayern und Baden-Württemberg. Bei der Rückkehr in den Unterricht gilt für sie eine strengere Maskenpflicht. Nur am Platz im Klassenzimmer dürfen sie sie dann noch abnehmen.

Im Flur, in der Aula, beim Gang zur Toilette und selbst auf dem Schulhof müssen die Schüler Mund-Nasen-Schutz tragen. Bayern und Baden-Württemberg sind nach Nordrhein-Westfalen die am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Bundesländer.

Ausbildung zum Psychotherapeuten ändert sich

Bislang war der Weg zum Psychotherapeuten lang und teuer. Fünf Jahre Psychologiestudium reichten nicht aus: Danach musste noch eine drei bis fünf Jahre dauernde Ausbildung zum psychologischen Psychotherapeuten folgen – für knapp 20.000 Euro. Ab September soll sich das ändern. Denn dann können Abiturienten direkt ein Universitätsstudium der Psychotherapie absolvieren.

Das Studium ist aufgeteilt in ein dreijähriges Bachelor- und ein zweijähriges Masterstudium. Danach müssen Sie nur noch eine staatliche psychotherapeutische Prüfung bestehen und können dann die Approbation beantragen.

Diese berechtigt Sie dazu, als Psychotherapeut zu arbeiten. Die Reform soll den Weg in den Beruf erleichtern und letztlich dazu führen, dass mehr Menschen in Deutschland schneller einen Therapieplatz bekommen.

Bundesländer dürfen Waffenverbotszonen einrichten

Zum 1. September tritt das neue Waffengesetz vollständig in Kraft. Dann werden auch einige Waffen mit großen Magazinen verboten. Sportschützen dürfen zudem nur noch maximal zehn Waffen besitzen. Zudem dürfen die Bundesländer an belebten Orten und in Bildungseinrichtungen ab September Verbotszonen für Waffen und Messer einrichten.

Auch beim Kauf gibt es Änderungen: Dafür müssen Sie künftig Ihre Identifikationsnummer des Nationalen Waffenregisters vorlegen. Diese ist auf Ihrer Waffenbesitzkarte eingetragen. Andernfalls müssen Sie sie persönlich bei der zuständigen Behörde beantragen.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • bundestag.de
  • bundesgesundheitsministerium.de
  • Deutscher Lotto- und Totoblock
  • Deutsche Bahn
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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