Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Unternehmen & Verbraucher > Unternehmen >

Penny weist "wahre Kosten" aus: Umweltschäden eingepreist!

In Berliner Markt  

Discounterkette Penny weist die "wahren Preise" aus

03.09.2020, 18:57 Uhr | mak, t-online

Penny weist "wahre Kosten" aus: Umweltschäden eingepreist!. Eine Penny-Filiale (Symbolbild): In Berlin hat ein "Nachhaltigkeits-Markt" eröffnet. (Quelle: imago images/Jan Huebner)

Eine Penny-Filiale (Symbolbild): In Berlin hat ein "Nachhaltigkeits-Markt" eröffnet. (Quelle: Jan Huebner/imago images)

Im Supermarkt finden Kunden normalerweise immer neue Angebote. Anders nun in einem Berliner Discounter: Ein Geschäft weist die "wahren Preise" aus. Diese enthalten Folgekosten – und liegen deutlich höher.

Wie viel müsste ein Produkt kosten, wenn die Folgekosten aufgrund von Umweltschäden mit eingepreist werden würden? Normalerweise erfährt ein Kunde das nicht. Das soll sich nun ändern – zumindest in einem Berliner Penny-Markt. 

Dafür weist die Discounterkette, die zu der Rewe-Gruppe gehört, in dem Geschäft bei bestimmten Produkten die "wahren Preise" aus. Diese berücksichtigen neben den "normalen" Kosten auch die versteckten Kosten für etwa die Auswirkungen von Stickstoff, CO2 oder Düngemitteln, die bei der Herstellung und dem Transport anfallen.

Rewe-Manager: "Wir sind als Unternehmen Teil des Problems"

Die Preise haben Wissenschaftler der Universität Augsburg errechnet. Bezahlen müssen die Kunden aber nur die herkömmlichen Preise, durch die zusätzlichen "wahren Preise" sollen sie aber für die Auswirkungen der Produkte auf die Umwelt sensibilisiert werden.

"Wir müssen dazu kommen, die Folgekosten unseres Konsums sichtbar zu machen", sagte Rewe-Manager Stefan Magel. Er räumt aber gleichzeitig ein: "Wir sind als Unternehmen in einem wettbewerbsintensiven Markt ohne Zweifel Teil des Problems:"

Er hoffe mit dem aktuellen Schritt, Teil der Lösung werden zu können. Wenn die Kunden positiv auf die doppelte Preisauszeichnung reagierten, dann könne Magel sich vorstellen, die Anzahl der gekennzeichneten Produkte weiter zu erhöhen und den Test auf weitere Märkte auszuweiten.

So teuer wäre ein Päckchen Milch wirklich

Ein 400-Gramm-Gouda, der 1,99 Euro kostet, trägt nun ein Preisschild von 3,74 Euro. Ein Päckchen H-Milch, das es für 79 Cent gibt, kostet nach dem "wahren Preis" 1,75 Euro. Und 500 Gramm Hackfleisch kosten bei Penny normalerweise 2,79 Euro. Der "wahre Preis" liegt hier deutlich höher: bei 7,62 Euro.

Neben den "wahren Preisen", die an den Regalen ausgewiesen werden, setzt Penny in der Filiale insgesamt auf Nachhaltigkeit. So gibt es etwa bestimmte Obst- und Gemüsesorten mit Macken. Und vor der Tür steht ein Insektenhotel.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Gespräch mit Penny-Sprecherin
  • Pressemitteilung Penny
  • agrarheute.com
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Diese Banken finanzieren Ihr Eigenheim
Jetzt hier den Zins-Check machen:

AnzeigeZINS-CHECK

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Unternehmen & Verbraucher > Unternehmen

shopping-portal