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Kaufland will Real-Filialen übernehmen: Platzt der Deal wegen des Kartellamts?


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Platzt jetzt die Real-Übernahme durch Kaufland?

Von dpa
Aktualisiert am 16.11.2020Lesedauer: 2 Min.
Real-Markt in Düsseldorf (Symbolbild): Kaufland will viele Real-Geschäfte übernehmen.
Real-Markt in Düsseldorf (Symbolbild): Kaufland will viele Real-Geschäfte übernehmen. (Quelle: Olaf Döring/imago-images-bilder)
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Eigentlich will Kaufland bis zu 101 Geschäfte der Warenhauskette Real übernehmen. Doch das Kartellamt meldet nun Bedenken an: Die Macht von Kaufland könnte zu groß werden.

Die Pläne des Großflächen-Discounters Kaufland zur Übernahme von bis zu 101 Filialen des Wettbewerbers Real stoßen beim Bundeskartellamt auf Bedenken. Nach eingehender Analyse sei bei neun Real-Märkten durch die Übernahme eine erhebliche Behinderung des regionalen Wettbewerbs zu erwarten, teilte die Aufsichtsbehörde am Montag mit. Außerdem äußerten die Wettbewerbshüter Sorge wegen der wachsenden Einkaufsmacht des Handelsriesen gegenüber Lebensmittelherstellern und Lieferanten.


Diese Firmen sind in der Corona-Krise in Schieflage geraten

Adler-Modemärkte: Die Textilkette hat ihr Insolvenzverfahren Ende August 2021 beendet. Bis zu 500 der insgesamt 3.100 Arbeitsplätze fallen weg, rund 30 Filialen sind von Schließungen betroffen, wie ein Sprecher des neuen Eigentümers Zeitfracht Gruppe am Dienstag sagte. Das Insolvenzverfahren war im Januar beantragt und am 1. Juli eröffnet worden.
Nobiskrug: Die insolvente Rendsburger Traditionswerft Nobiskrug wurde im Juli 2021 von der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) übernommen – und ist damit gerettet. Nahezu alle 300 Arbeitsplätze blieben erhalten, hieß es. Nobiskrug hatte im April diesen Jahres einen Insolvenzantrag gestellt. Die Werft hat unter anderem die "SY A" gebaut (auf dem Bild), die als als einer der größten Luxusjachten der Welt gilt.
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Das Bundeskartellamt sei mit Kaufland und dem Real-Eigentümer SCP in Verhandlungen über mögliche Lösungen, hieß es in Bonn. Kaufland und SCP hätten der Wettbewerbsbehörde bereits erste Vorschläge gemacht, um die Bedenken des Kartellamts auszuräumen.

Die Frist für eine abschließende Entscheidung sei deshalb bis zum 30. Dezember verlängert worden. Eine besondere Bedeutung kommt nach Einschätzung der Wettbewerbsbehörde dabei der Beteiligung von mittelständischen Händlern an der Veräußerung der Real-Standorte zu.

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Real soll zerschlagen werden

Kaufland ist Teil der Schwarz-Gruppe, zu der auch der Discounter Lidl gehört. Die Schwarz-Gruppe in Neckarsulm ist mit einem Umsatz von mehr als 113 Milliarden Euro schon heute europaweit der mit Abstand größte Lebensmitteleinzelhändler.

Der russische Real-Eigentümer SCP hatte die angeschlagene SB-Warenhauskette von der Metro erworben, um sie zu zerschlagen und weiterzuverkaufen. SCP zeigte sich trotz der Bedenken des Kartellamts optimistisch, das Verfahren wie geplant bis zum Jahresende abschließen zu können. "Wir begrüßen, dass das Bundeskartellamt für 92 der 101 von Kaufland angemeldeten Standorte absatzseitig keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken sieht", sagte eine SCP-Sprecherin. Es fänden bereits konstruktive Gespräche mit dem Bundeskartellamt statt.

Neben Kaufland interessiert sich unter anderem auch Deutschlands größter Lebensmittelhändler Edeka für bis zu 72 Real-Standorte. Hier hat das Bundeskartellamt noch Zeit bis zum 21. Dezember, um die Übernahmepläne zu prüfen.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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Von Frederike Holewik
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