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EZB stockt ihr Notkaufprogramm um 500 Milliarden Euro auf

Von dpa, rtr
Aktualisiert am 10.12.2020Lesedauer: 2 Min.
EZB-Chefin Christine Lagarde: Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank wurde mit Spannung erwartet.
EZB-Chefin Christine Lagarde: Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank wurde mit Spannung erwartet. (Quelle: Zhang Cheng/XinHua/dpa-bilder)
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Die Europäische Zentralbank weitet ihre Wirtschaftshilfen inmitten der zweiten Corona-Pandemiewelle aus. Sie steckt zusätzliche 500 Milliarden Euro in Staats- und Unternehmensanleihen.

Die Entscheidung ist gefallen: Wegen der anhaltenden Corona-Krise hebt die Europäische Zentralbank (EZB) ihr Kaufprogramm PEPP (Pandemic Emergency Purchase Programme) um 500 Milliarden Euro auf 1,85 Billionen Euro an. Das teilte die Notenbank am Donnerstag nach ihrer letzten Ratssitzung im laufenden Jahr mit. Die Laufzeit des Programms wird zudem um neun Monate bis mindestens Ende März 2022 verlängert.

Zugleich versorgt die EZB Geschäftsbanken mit weiteren besonders günstigen Langfristkrediten (PELTROs) und lockert die Bedingungen für bereits laufende Langfristkredite. Den Leitzins belässt sie auf dem Rekordtief von null Prozent.

Die Wertpapierkäufe der Notenbank helfen Staaten wie Unternehmen: Sie müssen für ihre Papiere nicht so hohe Zinsen bieten, wenn eine Zentralbank als großer Käufer am Markt auftritt. Anfang Juni hatten die Währungshüter im Kampf gegen die dramatischen wirtschaftlichen Folgen der Pandemie das Notkaufprogramm bereits um 600 Milliarden Euro auf 1,35 Billionen Euro fast verdoppelt.

Höheres Notkaufprogramm wird wohl nicht reichen

Ausreichen wird das Nachjustieren der EZB-Geldpolitik aus Sicht der gebeutelten Wirtschaft aber kaum – darum pocht EZB-Chefin Christine Lagarde auf eine schnellstmögliche Einigung der EU-Staaten beim umstrittenen Hilfspaket im Umfang von 750 Milliarden Euro.

Zu den EZB-Hilfen gehören auch besonders günstige Langfristkredite für Banken. Dadurch hatten sich die Banken der Euro-Zone zuletzt mit insgesamt 50,4 Milliarden Euro eindecken können, teilte die EZB nun mit.

Mit den auf drei Jahre Laufzeit ausgelegten langfristigen Kreditgeschäften, die im Fachjargon "TLTRO III" genannt werden, wollen die Währungshüter erreichen, dass Banken in der Corona-Krise über genügend Liquidität verfügen. Zudem wollen sie sicherstellen, dass der Kreditfluss an die Wirtschaft nicht abebbt und die Finanzierungsbedingungen günstig bleiben. Im Juni hatten sich die Geldhäuser bei diesen Kreditsalven Gelder im Rekordvolumen von 1,31 Billionen Euro gesichert.

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