Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Unternehmen & Verbraucher > Unternehmen >

Merkel zum Ausbildungsmarkt: "Kein Jugendlicher soll allein gelassen werden"


Merkel zum Ausbildungsmarkt  

"Kein Jugendlicher soll allein gelassen werden"

09.06.2021, 17:59 Uhr
Merkel zum Ausbildungsmarkt: "Kein Jugendlicher soll allein gelassen werden". Kanzlerin Angela Merkel: Die Unternehmen sollen sich stärker auf dem Ausbildungsmarkt engagieren. (Quelle: AP/dpa)

Kanzlerin Angela Merkel: Die Unternehmen sollen sich stärker auf dem Ausbildungsmarkt engagieren. (Quelle: AP/dpa)

Die Corona-Krise hat schwere Spuren auf dem Ausbildungsmarkt hinterlassen. Kanzlerin Merkel hat jetzt erklärt, wie wichtig es ist, dieses Jahr wieder mehr Lehrstellen anzubieten.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Unternehmen und Sozialpartner in Deutschland aufgerufen, im zweiten Corona-Jahr mehr Ausbildungsplätze zu schaffen. Anlässlich einer Festveranstaltung zum Ende der Amtszeit des scheidenden Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, sagte sie am Mittwoch: "Die Corona-Krise darf den jungen Menschen die Berufsperspektive nicht verbauen. Deshalb müssen wir alles daran setzen, die Ausbildungsmöglichkeiten weiter zu stärken."

Insgesamt müsse es "so schnell wie möglich" gelingen, aus dem jüngsten Rückgang der angebotenen Lehrstellen wieder einen "Positivtrend" zu machen.

"Kein Jugendlicher und kein Betrieb soll allein gelassen werden", sagte Merkel. Die Bundesregierung werde deshalb mit der Bundesagentur für Arbeit und den Sozialpartnern große Anstrengungen unternehmen, um Lehrlinge und Betriebe besser zueinander zu bringen.

Scholz: Gut ausgebildete Fachkräfte werden nach Corona wichtiger

Auch Finanzminister Olaf Scholz (SPD) betonte in seinem Grußworten bei der Verabschiedung Schweitzers die Bedeutung der dualen Ausbildung. "Wir müssen die berufliche Ausbildung weiter stärken", sagte Scholz. "Für die Zukunft brauchen wir gut ausgebildete Fachkräfte – das wird jetzt umso wichtiger. Da wünsche ich mir den DIHK als starken Partner an der Seite."

Eric Schweitzer: Er war bis März Präsident des Deutschen Industrie und Handelskammertages. (Quelle: imago images/photothek)Eric Schweitzer: Er war bis März Präsident des Deutschen Industrie und Handelskammertages. (Quelle: photothek/imago images)

Schweitzer wurde bereits im März als Präsident des DIHK von Peter Adrian nach acht Jahren im Amt abgelöst. Zu seiner Verabschiedung in Berlin kamen rund 100 geladene Gäste, – mit Masken und Corona-Abstand –, darunter neben Scholz und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) auch Vertreter der Berliner Landesregierung sowie FDP-Generalsekretär Volker Wissing, der seinen Parteichef vertrat. Schweitzer dankte Merkel und den Ministern in seiner Rede für eine stets gute und verlässliche Zusammenarbeit.

Merkel: Wirtschaft im Aufschwung

Merkel ging in ihrer Rede auch auf die wirtschaftliche Situation Deutschlands ein. Sie sehe immer deutlichere Zeichen der Entspannung in der Corona-Krise. Die Zahl der Arbeitslosen sinke, auch die Zahl der Kurzarbeiter gehe zurück.

Zudem seien die Konjunkturerwartungen besser geworden, im Einzelhandel etwa stiegen die Umsätze wieder. "Die derzeit deutlich sinkenden Infektionsraten machen Mut und zeigen, wie sehr unsere Maßnahmen und Verhaltensregeln wirken", so Merkel.

Im Rahmen der Corona-Krise war die deutsche Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr um 5,0 Prozent eingebrochen. Die Zahl der geschlossenen Ausbildungsverträge ging 2020 um rund 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2019 zurück.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Beobachtung vor Ort
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Weltbild.detchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal