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Deutsche Bahn | GDL beschließt Arbeitskampf: Streiks drohen


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GDL beschließt Arbeitskampfmaßnahmen kurz vor Ferienbeginn

Von dpa, mak

Aktualisiert am 23.06.2021Lesedauer: 2 Min.
Ein Schild mit der Aufschrift Streikinformation steht im Berliner Hauptbahnhof (Symbolbild): Die Lokführergewerkschaft GDL hat einen Arbeitskampf angekündigt.
Ein Schild mit der Aufschrift Streikinformation steht im Berliner Hauptbahnhof (Symbolbild): Die Lokführergewerkschaft GDL hat einen Arbeitskampf angekündigt. (Quelle: photothek/imago-images-bilder)
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Jetzt wird ernst: Nach gescheiterten Verhandlungen mit der Bahn hat die GDL nun konkrete Arbeitskampfmaßnahmen beschlossen. Am Donnerstag wissen Urlauber, ob die Streiks sie in den Sommerferien treffen.

Bei der Deutschen Bahn rücken Streiks der Lokführer mitten in der Ferienzeit näher. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat nach gescheiterten Verhandlungen mit dem Arbeitgeberverband Move konkrete Arbeitskampfmaßnahmen beschlossen, wie sie am Mittwoch mitteilte.

Den genaueren Umfang und Zeitpunkt von möglichen Arbeitsniederlegungen will GDL-Chef Claus Weselsky erst am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Berlin mitteilen. Die entsprechenden Gremienbeschlüsse liegen laut GDL vor. Im Interview mit t-online sagte Weselsky jüngst: "Diese Streiks werden härter und länger als in der Vergangenheit." Das ganze Gespräch lesen Sie hier.

Unmittelbar vor Beginn der Schulferien in mehreren Bundesländern erhöht die Gewerkschaft damit den Druck auf das Management der Bahn. Die GDL hatte die Verhandlungen am vergangenen Dienstag für gescheitert erklärt.

Gewerkschaften kämpfen um Einfluss bei der Bahn

Es ist der erste Warnstreik bei der Bahn seit Dezember 2018, als die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) ihre Mitglieder zum Arbeitskampf aufrief. Beide Gewerkschaften ringen miteinander um Einfluss in dem Staatskonzern – und kämpfen bisweilen mit harten Bandagen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Die EVG hatte schon im vergangenen Herbst einen Tarifabschluss erzielt. Ab Anfang 2022 erhalten die Beschäftigten 1,5 Prozent mehr Geld – wenig im Vergleich zu Tarifrunden in besseren Zeiten. Dafür sind bis Ende 2023 betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. Die GDL will bei Geld und Arbeitszeit mehr herausholen.

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Das fordert die GDL

Beide Seiten hatten sich vor dem Scheitern der Verhandlungen etwas aufeinander zu bewegt. Angelehnt an den Tarifabschluss des öffentlichen Dienstes fordert die GDL eine Einkommenserhöhung von 1,4 Prozent plus eine Corona-Prämie in diesem Jahr sowie weitere 1,8 Prozent im nächsten Jahr.

Die Beschäftigten hätten mehr verdient als einen Ausgleich der Preissteigerung, argumentiert Weselsky. Die Bahn hatte nach eigenen Angaben Einkommenssteigerungen wie im Öffentlichen Dienst vorgeschlagen, allerdings bezogen auf den Bereich Flughäfen.

Für Flughäfen war wegen des Verkehrseinbruchs ein "Notlagentarifvertrag" geschlossen worden. Die Einkommenserhöhung von 1,4 Prozent gibt es dort erst im Oktober 2022, die weiteren 1,8 Prozent erst im April 2023. Die Arbeitgeber erhalten außerdem die Möglichkeit, die Arbeitszeit 2022 um sechs Prozent zu kürzen. Im Oktober 2023 soll das Niveau des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienstes erreicht werden.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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Von Mario Thieme
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