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In einem Bundesland ist der Strompreis um die Hälfte gestiegen

Von t-online, mak

Aktualisiert am 20.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Energiekosten explodieren: Die Strompreise in Deutschland sind auf einem historischen Höchststand.
Energiekosten explodieren: Die Strompreise in Deutschland sind auf einem historischen Höchststand. (Quelle: imago-images-bilder)
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Die Stromkosten gehen für Verbraucher aktuell durch die Decke. Binnen eines Jahres ist Strom um knapp 40 Prozent teurer geworden. In einem Bundesland stiegen die Kosten besonders stark an.

Innerhalb der vergangenen zwölf Monate hat sich Strom für Privathaushalte um knapp 40 Prozent verteuert. Damit stiegen die Strompreise auf Jahressicht so stark wie noch nie zuvor. Das ergab eine Auswertung des Vergleichsportals Verivox, die t-online exklusiv vorliegt.

Bezahlte eine dreiköpfige Familie mit einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden (kWh) im Januar vergangenen Jahres durchschnittlich 1.171 Euro, müssen sie im Januar 2022 für die gleiche Menge Strom 1.626 Euro auf den Tisch legen. Das entspricht einem Plus von 38,8 Prozent. Pro Haushalt sind das im Schnitt Mehrkosten von 455 Euro.

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Zwischen August 2021 und Januar 2022 hat der Strompreis für private Verbraucher insgesamt fünf Mal ein neues Rekordhoch erreicht.

"Die Strompreise in Deutschland befinden sich auf einem historischen Allzeithoch", sagt Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox. "Noch nie mussten Verbraucher hierzulande so viel für Elektrizität ausgeben."

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In diesen Bundesländern stieg der Strompreis besonders drastisch

Regional hat sich Strom zum Teil noch deutlich mehr verteuert: Am stärksten stieg der Strompreis in Mecklenburg-Vorpommern. Die Kosten erhöhten sich im Vergleich zu Januar 2021 um 48,7 Prozent (im Schnitt Mehrkosten von 565 Euro).

Auch in Hessen (plus 45,3 Prozent), Sachsen (plus 44,1 Prozent), Bayern (plus 40 Prozent), Brandenburg (plus 39,4 Prozent) sowie in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz (jeweils plus 38,9 Prozent) zogen die Elektrizitätspreise überdurchschnittlich an.

Am wenigsten stiegen sie dagegen in Hamburg. In der Hansestadt müssen Stromkunden im Januar 2022 "nur" durchschnittlich 29,3 Prozent mehr bezahlen als ein Jahr zuvor. Anbei finden Sie die ganze Bundesland-Übersicht:

Bundesland Verivox-Index Januar 2021 (4.000 kWh) Verivox-Index Januar 2022 (4.000 kWh) Änderung in Prozent Änderung in Euro
Mecklenburg-Vorpommern 1.160 € 1.726 € 48,7% 565 €
Hessen 1.173 € 1.705 € 45,3% 532 €
Sachsen 1.177 € 1.695 € 44,1% 519 €
Bayern 1.127 € 1.578 € 40,0% 451 €
Brandenburg 1.166 € 1.625 € 39,4% 459 €
Nordrhein-Westfalen 1.159 € 1.610 € 38,9% 451 €
Rheinland-Pfalz 1.161 € 1.612 € 38,9% 451 €
Deutschland 1.171 € 1.626 € 38,8% 455 €
Schleswig-Holstein 1.234 € 1.704 € 38,0% 469 €
Thüringen 1.216 € 1.671 € 37,5% 456 €
Niedersachsen 1.142 € 1.563 € 36,8% 420 €
Berlin 1.192 € 1.627 € 36,6% 436 €
Sachsen-Anhalt 1.181 € 1.604 € 35,8% 423 €
Bremen 1.120 € 1.507 € 34,5% 386 €
Saarland 1.230 € 1.649 € 34,0% 419 €
Baden-Württemberg 1.252 € 1.650 € 31,7% 397 €
Hamburg 1.264 € 1.635 € 29,3% 370 €

So hat Verivox gerechnet
Der Verivox-Verbraucherpreisindex berücksichtigt die Preise der örtlichen Grundversorger sowie die Neukundenpreise der wichtigsten überregionalen Versorger. Auf dieser Basis berechnete das Vergleichsportal die Stromkosten für einen Haushalt mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden. Das entspricht etwa dem Verbrauch einer dreiköpfigen Familie.

Versorger kündigen weitere Preiserhöhungen an

Und der Preisanstieg beim Strom könnte weitergehen. Für Januar, Februar, März und April haben laut Verivox bisher 413 der rund 800 örtlichen Stromversorger ihre Preise erhöht oder entsprechende Erhöhungen angekündigt – im Durchschnitt von 18,9 Prozent.

Für einen Drei-Personen-Haushalt würde das Mehrkosten von knapp 251 Euro pro Jahr verursachen. Gleichzeitig planen 60 Grundversorger ihre Preise um durchschnittlich 2,3 Prozent zu senken, was einer Entlastung von etwa 30 Euro jährlich entspricht.

Großhandelspreise für Strom steigen

Stromanbieter begründen ihre Preiserhöhungen mit gestiegenen Großhandelspreisen. Diese sind seit Mitte des Jahres 2021 regelrecht explodiert.

Zwischenzeitlich stiegen die Kosten der Versorger an der Leipziger Strombörse um mehr als das Vierfache. An den Spotmärkten, wo Strom kurzfristig gehandelt wird, hatten sich die Preise in der Spitze sogar versiebenfacht.

"Vor allem Versorger, die sich kurzfristig am Markt mit Strom eindecken, sind in den letzten Monaten stark in Zugzwang geraten, die steigenden Beschaffungskosten an ihre Kunden weiterzugeben", sagt Verivox-Energieexperte Storck.

Einige mussten auch die Belieferung einstellen oder gar Insolvenz anmelden. "Dieser Trend wird sich in den kommenden Monaten trotz sinkender EEG-Umlage fortsetzen", so Storck.

Ampel will EEG-Umlage abschaffen

Die Ampelkoalition will die Ökostrom-Umlage ab dem Jahr 2023 für Verbraucher sogar ganz abschaffen. Dadurch dürften die Strompreise sinken. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) geht das nicht schnell genug. "Die Ampel darf mit der Abschaffung der EEG-Umlage nicht bis zum Jahr 2023 warten, sondern muss jetzt handeln", sagte Wüst dem "Tagesspiegel".

Er forderte, dass die Umlage schnellstmöglich aus dem Strompreis herausgenommen wird. Das könnte Haushalte je nach Stromverbrauch um mehrere Hundert Euro im Jahr entlasten.

"Die Energiekosten dürfen nicht zur neuen sozialen Frage werden, deshalb brauchen wir jetzt schnelle und spürbare Entlastungen", so Wüst weiter. Lesen Sie hier mehr zur EEG-Umlage.

Wohngeldempfänger sollen Zuschuss erhalten

Neben der Abschaffung der EEG-Umlage will die Ampelregierung einen Wohngeldzuschuss auszahlen. Nach den Plänen der Bauministerin Klara Geywitz (SPD) sollen Wohngeldempfänger, die alleine leben, im Sommer einen Zuschuss von 135 Euro erhalten.

Für Zwei-Personen-Haushalte sind 175 Euro vorgesehen, für jeden weiteren Mitbewohner noch einmal 35 Euro mehr. Lesen Sie hier, wann Sie Anspruch auf Wohngeld haben.

So soll etwas abgefedert werden, dass viele Haushalte im Sommer hohe Nebenkostenrechnungen bekommen werden. Verbraucherschützern geht das nicht weit genug – sie fordern einen Zuschuss von 500 Euro.

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