• Home
  • Wirtschaft & Finanzen
  • Unternehmen & Verbraucher
  • Verbraucher
  • Neuer Steuervorschlag könnte Ihnen bis zu 600 Euro bringen


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextRussland droht NorwegenSymbolbild für einen TextTexas: Neue Details zu toten MigrantenSymbolbild für einen TextWärmepumpen für alle? Neue OffensiveSymbolbild für einen TextFahrer erleidet Verbrennungen: VW-RückrufSymbolbild für einen TextTed Cruz zettelt Streit mit Sesamstraße anSymbolbild für einen TextCameron Diaz feiert ComebackSymbolbild für einen TextTennis: Deutsche attackiert PartnerinSymbolbild für einen TextBritney Spears' Mann spricht über EheSymbolbild für einen TextWerder Bremen mit Transfer-DoppelschlagSymbolbild für einen TextZDF-Serienstar von Freundin getrenntSymbolbild für einen TextLeipzigerin von Scientology verschleppt?Symbolbild für einen Watson TeaserLena Meyer-Landrut plant radikalen SchrittSymbolbild für einen TextSchlechtes Hören erhöht das Demenzrisiko

Neuer Steuervorschlag könnte Ihnen bis zu 600 Euro bringen

  • Florian Schmidt
Von Florian Schmidt

Aktualisiert am 06.04.2022Lesedauer: 3 Min.
Finanzminister Christian Lindner: Die Steuern fĂĽr die Deutschen sollen sinken.
Finanzminister Christian Lindner: Die Steuern fĂĽr die Deutschen sollen sinken. (Quelle: dpa-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Dem Steuerzahlerbund gehen die Steuerentlastungen von Finanzminister Lindner nicht weit genug. Der Verein legt deshalb einen eigenen Vorschlag fĂĽr die Gesetzesanpassung vor.

Energiepauschale, Tankrabatt und günstige Bustickets: Angesichts der höchsten Inflationsraten seit 40 Jahren hat die Bundesregierung vor zwei Wochen ein Milliardenpaket geschnürt, das die Deutschen entlasten soll.

Nun geht es Ende dieser Woche im Bundestag um ein weiteres Vorhaben der Ampelkoalition, das fĂĽr mehr Netto vom Brutto sorgen soll. Sein Name: Steuerentlastunggesetz. Gemeint ist damit eine Anpassung des Einkommensteuertarifs fĂĽr das laufende Jahr.

Die Idee von Finanzminister Christian Lindner (FDP): Die Inflation aus dem vergangenen Jahr soll sich ebenso wie die prognostizierte Teuerungsrate fĂĽr dieses Jahr im Steuertarif niederschlagen, die Deutschen damit weniger an den Fiskus ĂĽberweisen mĂĽssen.

Steuerzahlerbund will weitergehende Entlastungen

RĂĽckwirkend zum 1. Januar will Lindner dafĂĽr den steuerlichen Grundfreibetrag von 9.984 Euro auf 10.347 Euro anheben. Parallel soll der Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.000 auf 1.200 Euro steigen.

Zudem sollen Pendler ab dem 21. Kilometer statt bislang 35 Cent pro Kilometer nun pauschal 38 Cent geltend machen können – was eigentlich erst ab dem Jahr 2026 geplant war. Ersparnis für den einzelnen Steuerzahler laut einer Berechnung für die "FAZ": bis zu 170 Euro pro Jahr.

Ein gutes Vorhaben, findet – wenig überraschend – auch der Bund der Steuerzahler (BdSt), der regelmäßig für geringere Steuern und gegen Verschwendung von Steuergeld eintritt. Und doch gehen dem Verein die Pläne nicht weit genug, wie sein Präsident Reiner Holznagel kurz vor der ersten Beratung im Bundestag kritisiert.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Warum Putin nicht verhaftet wird
Wladimir Putin: Der russische Präsident besuchte erstmals nach Beginn des Ukraine-Krieges mit Tadschikistan und Turkmenistan zwei ausländische Staaten.


Steuerzahler-Präsident: Reiner Holznagel plädiert für weitere Entlastungen bei der Einkommenssteuer.
Steuerzahler-Präsident: Reiner Holznagel plädiert für weitere Entlastungen bei der Einkommenssteuer. (Quelle: imago-images-bilder)

"Ein erster Schritt ist gemacht", sagt Holznagel t-online. "Aber das reicht nicht!" Fairer wäre es, wenn die Ampel ihr neues Gesetz auf einem "grundsätzlich reformierten Einkommensteuertarif" aufbaue. "Dazu wäre es geboten, die 5-Prozent-Inflationsprognose für dieses Jahr zu berücksichtigen – davon geht die Bundesbank aktuell aus."

Aktuelle Inflationsprognose berĂĽcksichtigen

Holznagel macht Druck: "Wir appellieren an die Ampelkoalition, den Regierungsentwurf dringend zu ĂĽberarbeiten."

Konkret schlägt der BdSt vor, neben den Pauschalbeträgen auch alle weiteren Schwellen, Tarifeckwerte, der Einkommensteuer an die Inflation anzupassen. Zudem sollte Lindner eine "möglichst aktuelle" Inflationsprognose für 2022 berücksichtigen, um die kalte Progression möglichst vollständig abzubauen.

"Dadurch würden kleinere und mittlere Einkommen deutlich stärker entlastet", sagt Matthias Warneke, der als wissenschaftlicher Leiter am Deutschen Steuerzahlerinstitut die Idee des Steuerzahlerbunds durchgerechnet hat.

Seinen Kalkulationen zufolge ergäben sich durch die geforderte Anpassung der Anpassung des Steuertarifs folgende Entlastungen gegenüber dem aktuell noch geltenden Einkommensteuertarif:

Jahreseinkommen Entlastung Prozentual
20.000 Euro 181 Euro 8,2 Prozent
50.000 Euro 464 Euro 3,9 Prozent
80.000 Euro 623 Euro 2,6 Prozent

Ein Single mit einem Jahreseinkommen von 50.000 Euro würde pro Jahr also 464 Euro sparen, das entspricht einer Ersparnis von 3,9 Prozent. Im Vergleich zu Lindners Vorschlag zur Anpassung des Steuertarifs ergäbe die Idee eine etwas kleinere Entlastung, doch auch die wäre spürbar:

Jahreseinkommen Entlastung Prozentual
20.000 Euro 112 Euro 5,2 Prozent
50.000 Euro 396 Euro 3,4 Prozent
80.000 Euro 554 Euro 2,3 Prozent

Inwieweit die Vorschläge des Steuerzahlerbundes in der parlamentarischen Beratung Gehör finden, ist offen. Fest steht: Verabschiedet der Bundestag das Steuerentlastungsgesetz noch vor der Sommerpause, können sich die Deutschen zur Jahresmitte über ein kleines Nettolohn-Plus freuen.

Da das Gesetz rückwirkend zum 1. Januar in Kraft treten soll, müssen die Arbeitgeber den neuen Tarif nämlich in ihrer Lohnabrechnung berücksichtigen – und für die erste Jahreshälfte entsprechend deutlich weniger Lohnsteuer ans Finanzamt abführen. In der zweiten Jahreshälfte würde dann jeden Monat ein kleinerer Betrag zusätzlich auf dem Konto landen.

Die Folgen der gestiegenen Preise dĂĽrfte das jedoch nur wenig abmildern. Zuletzt sprang die Inflationsrate gar auf einen Wert von 7,3 Prozent, so viel wie zuletzt 1981. Und eine Umkehr dieser Entwicklung ist ob des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und seinen Konsequenzen derzeit kaum absehbar.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Von Jule Damaske
BundesregierungBundestagChristian LindnerFDP
Ratgeber

t-online - Nachrichten fĂĽr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website