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Dengue-Fieber: Impfung für bestimmte Gruppen wird empfohlen


Stiko empfiehlt erstmals Impfung gegen Dengue-Fieber

Von afp
Aktualisiert am 01.12.2023Lesedauer: 2 Min.
Dengue-Fieber: Das Virus wird vor allem von Gelbfiebermücken oder Asiatischen Tigermücken übertragen.Vergrößern des BildesDengue-Fieber: Das Virus wird vor allem von Gelbfiebermücken oder Asiatischen Tigermücken übertragen. (Quelle: watson)
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Dass man sich mit Dengue-Fieber auch in Europa infizieren kann, zeigen Fälle aus Italien. Die Ständige Impfkommission empfiehlt nun erstmals einen Impfstoff.

Pro Jahr werden in Deutschland mehrere 100 bis über 1.000 eingeschleppte Dengue-Infektionen erfasst. Ein Großteil der Betroffenen kam von einer Thailand-Reise zurück. Denn die Mückenarten, die das Dengue-Fieber übertragen, kommen vor allem in tropischen Regionen in Asien, Südamerika und Afrika vor. Doch auch in Europa können Mücken Menschen damit infizieren. Zuletzt erregte ein Ausbruch des Dengue-Fiebers am Gardasee Aufsehen.

Aufgrund der stärkeren Verbreitung des Dengue-Fiebers hat die Ständige Impfkommission (Stiko) nun erstmals einen Impfstoff dagegen empfohlen. Der neue Impfstoff Qdenga eignet sich für Personen ab vier Jahren, die bereits eine labordiagnostisch bestätigte Dengue-Virusinfektion durchgemacht haben, wie die Stiko gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit (DTG) mitteilte.

Impfung vor Reisen empfohlen

In diesen Fällen sei eine Impfung vor Reisen in Dengue-Endemiegebiete mit erhöhtem Ansteckungsrisiko oder bei Tätigkeiten mit Dengue-Viren etwa in Forschungseinrichtungen oder Laboratorien außerhalb von Endemiegebieten angeraten. Die Grundimmunisierung besteht aus zwei Impfstoffdosen, die im Abstand von drei Monaten gegeben werden.

Das Dengue-Virus ist das weltweit am häufigsten durch Stechmücken auf den Menschen übertragene Virus. Dengue war viele Jahrzehnte vor allem in tropischen und subtropischen Regionen verbreitet. Das Virus wird vor allem von Gelbfiebermücken, gelegentlich auch von Asiatischen Tigermücken übertragen. Durch die Auswirkungen des Klimawandels breitet sich die Asiatische Tigermücke auch in Deutschland aus.


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Erste Infektion meist ohne Symptome

Die erste Infektion mit Dengue-Viren verläuft meist ohne Symptome oder mild. Nur rund jede vierte Infektion geht mit Krankheitssymptomen einher, heißt es vom Centrum für Reisemedizin (CRM). Wenn sie es tut, dann beginnt die Erkrankung oft mit plötzlichem, hohem Fieber.

Weitere Anzeichen:

  • Gliederschmerzen
  • Kopfschmerzen, die gefühlt hinter den Augen sitzt
  • flächiger Hautausschlag, der wie ein Sonnenbrand aussieht

Laut Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter beim CRM, hört das Fieber nach vier bis fünf Tagen von alleine wieder auf. Hält es an oder verläuft in Schüben, spreche das gegen Dengue. Bei Zweitinfektionen ist das Risiko für einen schweren Verlauf deutlich erhöht.

Impfung erst nach erster Dengue-Infektion

Für Menschen, die bisher keine Dengue-Infektion durchgemacht haben, erteilte die Stiko vorerst keine allgemeine Impfempfehlung. Der Grund: Bei diesen Menschen kann nach bisherigen Studien nicht ausgeschlossen werden, dass eine Infektion nach der Impfung mit einem schweren Krankheitsverlauf einhergeht.

Transparenzhinweis
  • Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.
Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur afp
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