Sie sind hier: Home > Gesundheit >

Multiresistente Keime auf dem Vormarsch

Multiresistente Keime  

Multiresistente Keime auf dem Vormarsch

11.10.2012, 13:29 Uhr | dpa/nho

Multiresistente Keime auf dem Vormarsch . Mediziner haben kaum Waffen gegen multiresistente Keime. (Quelle: dpa)

Mediziner haben kaum Waffen gegen multiresistente Keime. (Quelle: dpa)

Multiresistente Bakterien sind nach Einschätzung von Experten in Deutschland auf dem Vormarsch. Die Keime, gegen die Antibiotika nicht mehr helfen, breiten sich vor allem in Kliniken aus. Aber auch an der Fleischtheke wurden bereits Spuren der Erreger gefunden.

"Eine tickende Zeitbombe"

"Das ist eine Zeitbombe, die in allen Krankenhäusern tickt", sagte der Präsident der Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie (PEG), Gert Höffken, auf der Jahrestagung in Dresden. Vor allem Darmbakterien wie etwa E.coli oder Klebsiellen, wie sie zuletzt am Uniklinikum Leipzig entdeckt wurden, seien zunehmend resistent gegen mehrere Antibiotikagruppen. Die PEG ist mit rund 850 Mitgliedern die größte deutschsprachige Fachgesellschaft auf dem Gebiet der Infektionskrankheiten.

Immunschwache Menschen besonders gefährdet

Besonders problematisch werden multiresistente Keime, wenn sie auf Menschen treffen, deren Immunsystem geschwächt ist, wie es im Krankenhaus häufig der Fall ist. In Deutschland erkranken demnach 3,5 Prozent aller Klinikpatienten an einer Infektion durch multiresistente Erreger, so aktuelle Zahlen des laut dem Robert Koch-Instituts. Mögliche Folgen können nicht heilende, eitrige Wunden, Lungenentzündung und Blutvergiftung sein. Allein in Deutschland sterben pro Jahr mindestens 10.000 Menschen an Infektionen, die durch multiresistente Keime verursacht werden. Im Kampf gegen resistente Krankenhauskeime haben Experten deshalb zu einem sorgsamen Umgang mit Antibiotika aufgerufen. Mittelfristig seien keine neuen Medikamente auf dem Markt zu erwarten

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Nur dieses Wochenende versandkostenfrei bestellen!
Code: GRATISVERSAND19 bei MADELEINE

shopping-portal