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Giulia Enders beantwortet bei Markus Lanz die Frage "Wie geht kacken?"


Souveräne Medizinstudentin verzaubert Lanz

Nina Bürger

Aktualisiert am 11.04.2014Lesedauer: 3 Min.
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Giulia Enders studiert Medizin und ist Autorin des Ratgebers "Darm mit Charme"
Giulia Enders studiert Medizin und ist Autorin des Ratgebers "Darm mit Charme" (Quelle: ZDF/ Cornelia Lehmann)
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Wenn die Medizinstudentin Giulia Enders über ihr Lieblingsorgan, den Darm, spricht, nimmt sie vor den Realitäten der Natur kein Blatt vor den Mund. So trug die charmante Blondine gestern auch biologisch fundiert zur Unterhaltung bei Markus Lanz bei. In seiner Talkshow sprach sie mit strahlenden Augen von "Breakdance" in der Speiseröhre sowie dem "gechillten Dickdarm" und erklärte auch, wie "kacken" geht.

Enders Interesse am Darm entstand durch eine eigene Erkrankung. Mit 17 litt die Studentin an einer starken Hautkrankheit und hatte offene Wunden an Beinen und Armen. Ein Leben lang Cortisonsalbe anzuwenden, erschien ihr nicht sinnvoll, wie sie im Gespräch mit Markus Lanz erzählte. Deshalb habe sie damals überlegt "so Körperchen, was machen wir jetzt?" - und war schnell davon fasziniert, was sich im Körper hinter den für uns sichtbaren Kulissen abspielt. "Beim Darm war es dann der 'absolute Baaaam-Effekt'", so die Medizinstudentin. "Dann fängt man an zu lesen, und desto mehr man ranzoomt, desto mehr dachte ich 'wie fantastisch'". Enders Begeisterung für das Thema ist noch heute offensichtlich. "Ich finde das immer faszinierend, wenn ich sehe, wie Ihre Augen dann anfangen zu leuchten", kommentierte ein verzauberter Lanz.

"Giulia, du studierst doch Medizin, wie geht kacken?"

Nachdem Gulia in den letzten Jahren schon beim Einlesen in die biologische Themenwelt "Darm" Freudentänze aufgeführt hatte, vertiefte sie das Thema weiter. Anlass hierfür war eine Begegnung mit ihrem WG-Mitbewohner. Er sei eines Morgens noch recht angetrunken auf sie zugekommen und habe gefragt: "Gulia, du studierst doch Medizin, wie geht kacken?". Nach einiger Recherche habe sie dann entdeckt, "wie ausgeklügelt" der Körper funktioniert "und wie toll", erzählte sie in der Talkrunde.

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"Und wie geht kacken?", fragte Lanz dann auch prompt und wollte es genau wissen. Auch das erklärt die Autorin gerne: "Wir haben zwei Schließmuskeln. Den äußeren kennen wir, weil wir ihn ansteuern können und wissen, was passiert. Aber kurz davor liegt noch ein innerer Schließmuskel." Dieser gehöre zum Nervensystem des Darms.

Vor dem Geschäft kommt ein "Testhappen"

Wenn ihn verarbeitete Nahrung erreiche, mache er reflexartig auf und lasse einen "Testhappen" durch. Zwischen den beiden Schließmuskeln seien Sensorzellen, die dann erst einmal testen, ob das, was ausgeschieden soll, fest oder vielleicht sogar gasförmig ist, erklärt die Doktorandin. "Und dann wird das erst dem Gehirn gemeldet. Alles, was davor passiert, macht der Darm selbstständig. Er ist ein eigenständiges Wesen".

Lanz hakte auch an dieser Stelle nach: "Und was meldet der dann dem Gehirn?", so seine Frage. "Der sagt dann: 'hier ist was angekommen'- und dann weiß man 'Ah, muss kacken'", sagte Enders in ihrer gewohnt deutlichen und souveränen Art. Auch das in schallendes Gelächter ausbrechende Publikum ließ sie dabei kalt.

"Kotzen" geschieht "sehr sehr geplant"

Was aber passiert am Anfang, wenn man zum Beispiel eine Zwiebelsuppe isst, wollte die Runde bestehend aus Lanz, Natascha Ochsenknecht, Rainer Brüderle und Horst Lichter dann noch wissen. Zunächst trage die Spucke zur Verarbeitung bei, erklärte Enders. Sie bestehe übrigens aus gefiltertem Blut. Dann kontrollierten die Mandeln das Essen. Gefalle ihnen nicht, was kommt, könne man im Zweifelsfall "kotzen". Auch hier fragte der Moderator nach: "Ist das Kotzen ein komplizierter Vorgang?". "Vor allem ist das sehr durchgeplant", sagte Giulia Enders. "Man fühlt sich bei diesen willkürlichen Bauchprozessen ja oft überschüttet und hilflos. Aber man muss wissen: Das wird sehr sehr geplant." Der Darm zähle genau die Giftstoffe und kontrolliere den Vorgang über seine Nervenzellen und dann werde das alles noch mit dem Gehirn abgestimmt.

"Breakdance Moves" in der Speiseröhre

Nach dem Schlucken geht es dann weiter mit der Zwiebelsuppe, und sie gelangt in die Speiseröhre. Diese hat laut der angehenden Medizinerin "Breakdance Moves drauf" und beschleunigt das Essen über ihre glatte Muskulatur weiter in den Magen. Der hingegen "schaukelt wahnsinnig gerne", urteilt die Blondine. Er zerkleinert das Essen weiter und arbeitet dann mit dem Dünndarm zusammen. Magen und Dünndarm seien beide "so Anpacker" und bei der Verdauung eher für das Grobe zuständig. Den Dickdarm hingegen bezeichnet Lanz charmanter Studiogast als "gechilltes Wesen".

Der menschliche Darm ist übrigens acht Meter lang und ein entscheidender Teil unseres Immunsystems. In ihm sind 100 Billionen Bakterien am Werk und in einem Gramm Kot finden sich mehr davon, als es Menschen auf der Welt gibt. Wer mehr spannende Darm-Fakten kennenlernen möchte, sollte zu Giulia Enders Buch "Darm mit Charme" (Ullstein Buchverlag) greifen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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