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Gerichtsurteil: Kasse muss keine Laser-Beinenthaarung zahlen

Gerichtsurteil  

Kasse muss keine Laser-Beinenthaarung zahlen

25.11.2019, 17:24 Uhr | dpa

Gerichtsurteil: Kasse muss keine Laser-Beinenthaarung zahlen. Manche Menschen leiden unter stark behaarten Beinen.

Manche Menschen leiden unter stark behaarten Beinen. Ein Gericht entschied nun, dass Kassen dennoch nicht dazu verplichtet sind, Betroffenen die Behandlung zahlen zu müssen. Foto: dpa. (Quelle: dpa)

Celle (dpa) - Selbst bei starker Beinbehaarung muss die Krankenkasse nicht die Kosten für eine Laser-Enthaarung bezahlen. Auch bei Jugendlichen bestehe kein Anspruch auf eine Kostenübernahme, entschied das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen mit einem Urteil vom Montag.

Geklagt hatten zwei Geschwister aus Bremen, die unter ausgeprägtem Haarwuchs an den Beinen litten, eine 17-Jährige und ihr ein Jahr jüngerer Bruder. Ihnen hatte die Kasse erklärt, dass nur im Einzelfall die Kosten für eine Enthaarung von Gesicht und Händen übernommen werden (Az: L 4 KR 457/16).

Dem hielten die Geschwister entgegen, dass sie sehr unter ihrem Aussehen litten. Die Schwester sei deshalb in psychotherapeutischer Behandlung. Beim Schulsport und beim Schwimmen könne nicht auf lange Kleidung verwiesen werden. Beide wollten im Sommer kurze Kleidung tragen - die Schwester gerne auch Miniröcke -, und eine einfache Rasur oder Enthaarungscremes vertrügen sie nicht.

Das Gericht in Celle bestätigte die Sichtweise der Krankenkasse. Der Leistungskatalog der Kassen sehe eine Laser-Epilation nicht vor, es gebe keine positive Empfehlung zu einem therapeutischen Nutzen. Insofern habe das Gericht auch die Frage offenlassen können, ob eine starke Beinbehaarung als Krankheit im Rechtssinne anzusehen sei.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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