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Krankenkasse muss bei Entstellung Hautstraffung zahlen

Von dpa
Aktualisiert am 12.01.2021Lesedauer: 1 Min.
HautĂŒberschĂŒsse können operativ entfernt werden.
HautĂŒberschĂŒsse können operativ entfernt werden. (Quelle: Daniel Karmann/dpa-tmn./dpa)
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Celle (dpa/tmn) - Wer viel Gewicht abgenommen hat, der kann unter stark herabhĂ€ngenden Hautpartien leiden. Unter bestimmten UmstĂ€nden muss die Krankenkasse in solchen FĂ€llen die Kosten fĂŒr eine Straffung tragen.

Das ist zum Beispiel der Fall, wenn eine "gravierende optische Entstellung" vorliegt, erlÀutert die Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht des Deutschen Anwaltvereins und verweist auf ein Urteil des Landessozialgerichts Niedersachsen-Bremen (Az.: L 16 KR 143/18).

Geklagt hatte eine Frau, die nach einer Magenverkleinerung 50 Kilogramm Gewicht verloren hatte. Eine Folge: Die Haut an ihren beiden Oberarmen hing sehr stark herunter. Sie berichtete von BeeintrĂ€chtigungen und Schmerzen. Doch der Medizinische Dienst der Krankenkassen lehnte eine Übernahme der OP-Kosten ab, da es sich lediglich um eine kosmetische Indikation handle.

Das Gericht sah das anders. Die Frau habe einen Anspruch auf die Übernahme der OP-Kosten. Nicht aus medizinischen GrĂŒnden, sondern unter dem Gesichtspunkt der Entstellung. Auch bei weitgeschnittener und lockerer Kleidung falle die massive Asymmetrie ihrer Ober- und Unterarme auf, so das Gericht. Das fĂŒhre zu forschenden und entsprechend unangenehmen Blicken anderer Menschen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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