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Was hilft bei leichten Corona-Symptomen?

Von dpa
Aktualisiert am 27.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Nasenspray und andere klassische Erkältungshilfsmittel können auch bei leichten Corona-Beschwerden helfen.
Nasenspray und andere klassische Erkältungshilfsmittel können auch bei leichten Corona-Beschwerden helfen. (Quelle: Christin Klose/dpa-tmn./dpa)
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Hamburg (dpa/tmn) - Das Corona-Ansteckungsrisiko ist durch Omikron hoch wie nie. Und auch wenn die Verl√§ufe im Vergleich zu fr√ľheren Virusvarianten viel h√§ufiger mild sind: Das hei√üt nicht, dass sie ohne Symptome ablaufen. Dazu kommt: Wer infiziert in h√§uslicher Isolation sitzt, kann √Ąngste entwickeln. Was hat dieser Husten jetzt zu bedeuten? F√§llt mir das Atmen schwerer als sonst?

Außerdem stellt sich die Frage: Helfen mir bei Symptomen wie Schnupfen, Halsweh oder Fieber die gleichen Mittel, auf die ich sonst etwa bei einem grippalen Infekt vertraue?

Der Allgemeinmediziner Martin Scherer kennt diese Fragen und die √Ąngste von Menschen, die sich mit Corona infizieren. Der wichtigste Tipp f√ľr die Zeit in der Isolation daheim sei, gelassen zu bleiben, sagt der Pr√§sident der Deutschen Gesellschaft f√ľr Allgemeinmedizin und Familienmedizin.

Leichter Verlauf und Warnsignale

F√ľr die Einsch√§tzung der Symptome gibt Scherer die folgende Orientierungshilfe: "Ein leichter Verlauf muss sich anf√ľhlen wie eine Erk√§ltung. Alles, was dar√ľber ist, wenn man sich also richtig krank f√ľhlt: Da sollte man den Hausarzt konsultieren."

Alternativ man kann etwa den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117 anrufen - der ist auch nachts erreichbar, man bekommt telefonisch Rat und zur Not kommt ein Arzt vorbei.

Als m√∂gliche Warnzeichen, die man abkl√§ren sollte, nennt Scherer ein Gef√ľhl der totalen Entkr√§ftung, hohes Fieber, dauerhafter Husten und Atemnot. Auch eine erh√∂hte Atemfrequenz ohne Luftnot kann ein m√∂gliches Alarmsignal sein. Eine normale Atemfrequenz liegt bei gesunden Erwachsenen bei rund 12-16 Atemz√ľgen pro Minute.

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Welche Mittel helfen

Doch was hilft denn nun gegen leichte Symptome? Tatsächlich sind die Hausmittel gegen laufende Nase, Halskratzen oder Abgeschlagenheit nicht Corona-spezifisch, sagt Scherer. Was sonst auch lindert, lindert auch hier, könnte man sagen.

Gegen Fieber und Schmerzen helfen Wirkstoffe wie Ibuprofen oder Paracetamol. Hier bestimmt nicht Corona die Auswahl, sondern die Frage, ob man bestimmte Allergien oder Vorerkrankungen hat. "Wer eine kranke Niere hat, sollte zum Beispiel eher zu Paracetamol greifen", sagt Scherer.

Ist die Nase verstopft, r√§t der Fachmann ganz klassisch zum Nasenspray. Bei einem kratzigen Hals kann man zu Lutschpastillen greifen. Es spricht auch bei Corona nichts gegen Inhalieren, obgleich Scherer das generell nicht aktiv empfiehlt. Das hat aber nur damit zu tun, dass er andere Methoden wie das Nasenspray f√ľr effektiver h√§lt, um Schleim zu l√∂sen. Aber wem das gut tut, der kann inhalieren.

Gleiches gilt f√ľr ein Wannenbad. "Wer gerne badet, f√ľr den kann das angenehm sein." Ansonsten gilt wie etwa auch bei grippalen Infekten: Ausruhen und viel trinken.

Die Genesung und die Zeit danach

Doch wann hat man es √ľberstanden? "Wenn ich sieben, acht Tage daheim war, die Symptome abgeklungen sind und ein Schnelltest negativ ist, kann ich davon ausgehen, dass ich durch bin", sagt Scherer.

Nach der Genesung kann Unsicherheit bestehen, ab wann und wie stark man sich wieder belasten kann. Wenn der Test negativ sei und man sich soweit wieder fit f√ľhle, k√∂nne man langsam wieder mit Sport anfangen, sagt der Mediziner.

Manchmal k√∂nnte die Lunge sich noch etwas "belegt" anf√ľhlen. Das ist laut Scherer erstmal kein Grund f√ľr Beunruhigung: "Wir kennen von vielen Virusinfekten, dass die sich l√§ngere Zeit auf die Bronchien legen." Wichtig sei neben einem behutsamen Start zur√ľck ins Training, dass man nicht gegen Beschwerden antrainiert. "Wenn ich zum Beispiel loslaufe und aus dem Husten nicht mehr rauskomme, sollte ich das nicht √ľbergehen." Das kl√§rt man dann lieber ab.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte √Ąrzte. Die Inhalte von t-online k√∂nnen und d√ľrfen nicht verwendet werden, um eigenst√§ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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