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Vorhofflimmern: Abnehmen hilft gegen Herzrhythmusstörungen

Vorhofflimmern  

Abnehmen hilft gegen Herzrhythmusstörungen

23.03.2015, 10:10 Uhr | cme

Vorhofflimmern: Abnehmen hilft gegen Herzrhythmusstörungen. Herzrhythmusstörungen verschwinden oft durch eine Gewichtsreduktion.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Herzrhythmusstörungen verschwinden oft durch eine Gewichtsreduktion. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Vorhofflimmern zählt zu den häufigsten Herzrhythmusstörungen. Rund eine Million Menschen in Deutschland sind betroffen. Nun zeigt eine australische Studie: Übergewichtige Patienten können die Herzprobleme relativ einfach loswerden - indem sie abspecken. Rund jeder zweite korpulente Patient kann seine Rhythmusstörung auf diese Weise heilen, berichtet die Ärztezeitung. Es kommt allerdings darauf an, wie man abnimmt - und wie viel.

Wissenschaftler der Universität in Adelaide untersuchten in der so genannten LEGACY-Studie 1415 Patienten, die gelegentlich unter Vorhofflimmern litten. 355 davon waren mit einem Body Mass Index von mehr als 27 übergewichtig.

Abnehmen als Teil der Therapie

Während der fünf Jahre dauernden Studie erhielten alle Patienten eine gängige Therapie gegen die Herzrhythmusstörungen. Zusätzlich sollte ein Teil der übergewichtigen Patienten ihr Gewicht reduzieren und wurde dabei unterstützt. Sie führten Diät-Tagebücher, erhielten Tipps und Motivationshilfen für Sport und andere körperliche Aktivitäten.

Mit der Studie wollten die Forscher herausfinden, inwieweit sich die Gewichtsreduktion auf das Vorhofflimmern auswirkt.

Zehn Prozent weniger Gewicht - deutlich weniger Vorhofflimmern

Nach fünf Jahren waren die Herzrhythmusstörungen nur bei 13 Prozent der Kontrollgruppe komplett verschwunden. Besser sah es bei den ehemals Übergewichtigen aus - vor allem bei denjenigen, die mehr als zehn Prozent ihres Körpergewichts verloren hatten. In dieser Gruppe waren 46 Prozent der Teilnehmer frei von Vorhofflimmern. In der Gruppe mit moderatem Gewichtsverlust (zwischen drei und zehn Prozent des Körpergewichts) waren immerhin 22 Prozent der Probanden beschwerdefrei.

Studienleiter Dr. Rajeev Pathak sieht die Gewichtsreduktion somit als wirksames Mittel gegen Herzrhythmusstörungen. Als besonders effektiv erwies sich das Abnehmen, wenn es langsam und gleichmäßig geschah. Gewichtsschwankungen hingegen wirkten sich weniger positiv auf die Rhythmusstörungen aus.

Vorhofflimmern bleibt oft unbemerkt

Das Risiko für Vorhofflimmern steigt mit zunehmendem Alter. Oft tritt es ohne Symptome auf und wird erst beim EKG entdeckt. Gefährlich wird es vor allem dann, wenn gleichzeitig der Blutdruck erhöht oder das Herz anderweitig geschädigt ist. Dann kann die Herzrhythmusstörung zu einem lebensbedrohlichen Schlaganfall führen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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