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Erhöhtes Krebsrisiko: Diese Fertiggerichte sind Gift für den Darm


Diese Nahrungsmittel sind Gift für den Darm

Von Andrea Goesch

Aktualisiert am 09.11.2022Lesedauer: 3 Min.
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Fertiggerichte enthalten meist viele ungesunde Fettsäuren, Zucker und industriell hergestellte Zusatzstoffe.
Fertiggerichte enthalten meist viele ungesunde Fettsäuren, Zucker und industriell hergestellte Zusatzstoffe. (Quelle: GAnnison / Getty Images)
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Fertiggerichte erhöhen laut einer Studie auch das Krebsrisiko. Besonders gefährdet sind Männer, die sich hauptsächlich von industriell hochverarbeiteten Lebensmitteln ernähren.

Ob Tütensuppen, vakuumverpackte Schnellgerichte, Tiefkühlpizzen oder Doseneintöpfe: Für viele Menschen sind Fertiggerichte ein wesentlicher Bestandteil ihrer täglichen Ernährung. Besonders dann, wenn es mit dem Essen schnell gehen soll, erweisen sie sich als äußerst praktisch.

Dass eine solch einseitige Ernährung nicht nur zu Übergewicht führt und mit gesundheitlichen Risiken wie Adipositas (Fettleibigkeit), Diabetes Typ-2 und Herzerkrankungen verbunden ist, gilt als erwiesen. Laut einer aktuellen Studie aus den USA kann der Verzehr von Fertigprodukten auch das Darmkrebsrisiko deutlich erhöhen, bei Männern sogar um fast 30 Prozent.

Zusammenhänge von Ernährung und Darmkrebs

Forscher an der Friedman School of Nutrition Science and Policy in Tufts (Boston) haben die Zusammenhänge zwischen Ernährungsgewohnheiten und Darmkrebsrisiko näher untersucht. Die Ergebnisse der im British Medical Journal (BMJ) veröffentlichten Studie basieren auf Beobachtungsstudien, die mit mehr als 46.000 Männern und 160.000 Frauen aus drei Kohortenstudien durchgeführt wurden und sich über einen Zeitraum von 25 Jahren erstrecken.

Die Teilnehmer wurden alle vier Jahre zu ihren Erkrankungen und Ernährungsgewohnheiten interviewt. Die Häufigkeit des Verzehrs von rund 130 Lebensmitteln stand hierbei im Fokus.

Ultraverarbeitete Lebensmittel im Fokus

Bei den Nahrungsmitteln unterschieden die Forscher verschiedene Kategorien. Von besonderem Interesse waren die ultraverarbeiteten Lebensmittel. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie Chemikalien, Zusatzstoffe oder Süßstoffe enthalten. Hierzu gehören unter anderem Süßigkeiten, Fertigbackwaren und Snacks, Softdrinks sowie zuckerhaltige Cerealien und Fertigprodukte.

Die männlichen Teilnehmer, die sich hauptsächlich von ultraverarbeiteteten Lebensmitteln ernährten, nahmen von diesen im Durchschnitt 9,3 Stück pro Tag zu sich. Bei den Frauen mit ähnlichen Ernährungsgewohnheiten waren es durchschnittlich 8,4 Stück pro Tag.

Darmkrebsrisiko bei Männern knapp 30 Prozent erhöht

Das Ergebnis der Auswertung war auffällig: Männer, die viele ultraverarbeitete Produkte zu sich nahmen, hatten ein 29 Prozent höheres Risiko, an Darmkrebs zu erkranken als diejenigen, die es selten oder gar nicht taten.

Frauen, die besonders oft Fertigprodukte verzehrten, hatten ein um 17 Prozent erhöhtes Darmkrebsrisiko im Vergleich zu Frauen in der Gruppe, die wenig verarbeitete Lebensmittel aßen. Joghurt und Desserts auf Milchbasis waren bei den weiblichen Teilnehmern dagegen mit einem verminderten Darmkrebsrisiko assoziiert.

Besonders gefährlich: verarbeitetes Fleisch

"Produkte mit verarbeitetem Fleisch, die am häufigsten in der Kategorie der ultraverarbeiteten Lebensmittel zu finden sind, sind ein starker Risikofaktor für Darmkrebs", kommentiert Lu Wang, Hauptautorin der Studie, das Ergebnis der Untersuchung. "Zu diesen Produkten gehören einige verarbeitete Fleischsorten wie Würste, Speck, Schinken und Fischfrikadellen."

Hochverarbeitete Lebensmittel enthielten außerdem wenig Ballaststoffe und eine hohe Menge an Zucker, was zur Gewichtszunahme und Fettleibigkeit beitrage, die ihrerseits ein bekannter Risikofaktor für Darmkrebs sei.

Wie sich die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei Frauen und Männern erklären, bleibt allerdings offen. Die Forscher hoffen, dass weitere Studien hierzu eine Antwort geben werden.

Wie ist die Studie einzuordnen?

Bei der Studie handelt es sich um eine Beobachtungsstudie. Das bedeutet zunächst nur, dass bestimmte Auffälligkeiten festgestellt wurden. Ein Rückschluss auf kausale Zusammenhänge lässt sich dagegen nicht ableiten, zumal es immer mehrere Risikofaktoren gibt, die bei der Entstehung einer Krebserkrankung eine Rolle spielen. So spielt gerade bei Darmkrebs die genetische Vorbelastung eine wichtige Rolle, aber auch andere Faktoren wie Bewegungsmangel, Alkohol- und Nikotinkonsum.

Fest steht jedoch, dass sich industriell stark verarbeitete Lebensmittel zu viel Zucker, Fett und Salz, aber nur wenige Vitamine und Ballaststoffe enthalten und somit nicht den Kriterien einer gesunden, ausgewogenen Ernährung entsprechen.

Wer seine Gesundheit schützen möchte, sollte daher den Verzehr stark verarbeiteter Lebensmittel einschränken und auf frische Produkte setzen. Für die Darmgesundheit und eine gesunde Darmflora sind vor allem Ballaststoffe, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse wichtig. Diese Produkte sollten daher so oft wie möglich auf dem Speiseplan stehen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • www.bmj.com: "Association of ultra-processed food consumption with colorectal cancer risk among men and women: results from three prospective US cohort studies", veröffentlich am 31. August 2022
  • www.medizin-transparent.de: "Krebsrisiko durch Fertiggerichte?" Online-Informationen der Universität für Weiterbildung Krems, Department für Evidenzbasierte Medizin und Evaluations vom 24.8.2018)
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