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Kabellose In-Ear-Kopfhörer kaufen: fünf Modelle im Vergleich

Kaufberatung  

Kabellose In-Ear-Kopfhörer: fünf Modelle im Vergleich

Von Adrian Smiatek

29.10.2019, 16:35 Uhr

Kabellose Kopfhörer sorgen für völlige Freiheit beim Serienschauen oder Musikhören. Aber nicht nur beim Komfort, auch beim Klang haben die Hersteller in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Mit kabellosen In-Ear-Kopfhörern, die auf den lästigen Bügel verzichten, vergessen Sie sogar glatt, dass Sie überhaupt Kopfhörer tragen.

In-Ear-Kopfhörer haben seit den AirPods von Apple deutlich an Beliebtheit gewonnen. Mittlerweile bieten alle gängigen Hersteller von Kopfhörern die kleinen Modelle an, die oft auch True-Wireless-Earbuds genannt werden. Wir haben uns fünf Modelle verschiedener bekannter, aber auch weniger bekannter Hersteller angeschaut.

Für Apple-Nutzer: Apple AirPods (2. Generation)

Der US-Technikriese Apple ist maßgeblich für die rasche Verbreitung von True-Wireless-Kopfhörern in den letzten Jahren verantwortlich. Bei der Vorstellung 2016 belächelte die Fachpresse größtenteils die kleinen Apple-Kopfhörer und betitelte sie als Aufsteckzahnbürsten. Mittlerweile gehören die AirPods zu den meistverkauften Bluetooth-Kopfhörern. Dabei stechen die kleinen weißen Stecker nicht zwingend durch den Klang hervor. Es ist die einfache und bequeme Nutzung, die die meisten Kunden überzeugt. Einmal verbunden holen Nutzer die Stecker einfach aus der Ladeschale, stecken sie in die Ohren und schon kann der Musikgenuss ohne weitere Einstellungen beginnen.

Dabei liegen die AirPods sehr leicht im Ohr, sodass die Träger sie bereits nach wenigen Sekunden vergessen. Trotz dieser Leichtigkeit fallen die AirPods nicht beim täglichen Rennen zur U-Bahn heraus. Sie sitzen erstaunlich fest im Ohr.

Die zweite Generation der AirPods hat Apple mit einem besseren Akku versorgt, was sich insbesondere auf die Akkulaufzeit bei Telefonaten auswirkt. Sollten Nutzer doch einmal länger als fünf Stunden am Stück Musik hören, genügen den Steckern bereits 15 Minuten im Ladecase für weitere drei Stunden Musikgenuss. Besonders ungewöhnlich für Apple: Die AirPods sind bei Weitem nicht die teuersten kabellosen In-Ear-Kopfhörer auf dem Markt.

  • mit Ladecase
  • Gewicht Kopfhörer: 8 Gramm
  • automatisches Einschalten und Verbinden
  • nahtloses Wechseln zwischen Geräten
  • Akkulaufzeit: bis zu 5 Stunden
  • Akkulaufzeit mit Ladecase: über 24 Stunden
  • wasserfest: nein
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Für Einsteiger: Enacfire E18

Für alle, die den Komfort von kabellosen In-Ear-Kopfhörern mal ausprobieren möchten, aber nicht gleich weit über 100 Euro ausgeben wollen, empfehlen wir die kleinen Enacfire-E18-Kopfhörer. Der Vorteil von solchen tiefer im Ohr sitzenden Kopfhörern mit Gummiaufsatz: Sie schirmen störende Umgebungsgeräusche zu einem hohen Grad ab. Allerdings kann der Druck im Ohr auf Dauer auch stören. 

Die Enacfire E18 sollen laut Hersteller bis zu drei Stunden am Stück halten. Im mitgelieferten Ladecase werden die kleinen Hörer aufgeladen. Zusammen mit dem Ladecase kommen die E18 auf insgesamt 15 Stunden Akkulaufzeit. Auch Telefonieren ist mit den Kopfhörern möglich. Enacfire hat jedoch nur in den linken Stecker ein Mikrofon verbaut. Merkwürdigerweise wird die Stimme des Gesprächspartners ebenso nur über den linken Stecker wiedergegeben. Mit 50 Gramm sind die Enacfire E18 außerdem vergleichsweise schwer.

  • mit Ladecase
  • Gewicht Kopfhörer: 50 Gramm
  • Akkulaufzeit: bis zu 3 Stunden
  • Akkulaufzeit inklusive Ladecase: 15 Stunden
  • wasserfest: ja
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Für Outdoor-Fans: Anker Soundcore Liberty Neo

Im gleichen Preissegment bietet Hersteller Anker die Soundcore Liberty Neo an. Zwar sind die Kopfhörer eher unauffällig designt, doch insbesondere das geringe Gewicht der Kopfhörer werden Nutzer zu schätzen wissen. Mit 11 Gramm sind sie nur minimal schwerer als Apples AirPods. Zusätzlich kommen die Soundcore Liberty Neo mit einer IPX7-Zertifizierung. Somit trotzen die kabellosen In-Ear-Kopfhörer selbst starkem Regen und halten bis zu 30 Minuten in bis zu einem Meter tiefem Wasser aus. Insbesondere für Sportler ist dies praktisch, da sie die Kopfhörer nach dem Workout problemlos unter fließendem Wasser reinigen können.

Die Akkulaufzeit ist branchenüblich – weder zu gering noch nennenswert hoch. Auch die Anker-Kopfhörer sitzen mit Gummistöpseln sehr fest im Ohr und schirmen die gröbsten Umgebungsgeräusche ab. Nehmen Nutzer Telefonate über die Kopfhörer an, dann ertönt die Stimme des Gesprächspartners in Stereo auf beiden Ohren.

  • mit Ladecase
  • Gewicht Kopfhörer: 11 Gramm
  • Akkulaufzeit: bis zu 5 Stunden
  • Akkulaufzeit inklusive Ladecase: 15 Stunden
  • wasserfest: ja (IPX7)
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Für Sportler: Powerbeats Pro

Die Powerbeats Pro sind die perfekten kabellosen In-Ear-Kopfhörer für Sportler. Apples Tochterunternehmen Beats führt mit den Powerbeats Pro im Prinzip die Sport-AirPods. Im Inneren der Kopfhörer arbeiten sogar die gleichen Chips wie in den AirPods. So genießen insbesondere Apple-Nutzer einen ähnlichen Komfort. Dank des Apple-Chips können Nutzer beispielsweise Apples-Sprachassistentin auf Zuruf mit "Hey Siri" aufwecken. Außerdem verfügen die Powerbeats Pro ebenso über die Wiedergabe-Erkennung. So stoppen die Kopfhörer die Wiedergabe, sobald sie nicht mehr im Ohr sind.

Die größten Vorteile im Vergleich zu den AirPods sind der Ohrbügel sowie die gummierten Spitzen der Powerbeats Pro. Nutzer können so viele Räder schlagen oder herumspringen, wie sie wollen – die In-Ear-Kopfhörer bewegen sich keinen Zentimeter. Apple grenzt somit indirekt die Anwendungsfälle ab: Für kurze Einsätze, wie morgens in der U-Bahn oder bei einem Telefonat im Büro, sind die AirPods deutlich schneller im Ohr und praktikabler. Für Workouts oder eine längere Reise sind die Powerbeats Pro die deutlich bessere Wahl.

  • mit Ladecase
  • Gewicht Kopfhörer: 24 Gramm
  • Akkulaufzeit: bis zu 9 Stunden
  • Akkulaufzeit inklusive Ladecase: über 24 Stunden
  • wasserfest: ja
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Für Musikliebhaber: Sony WF-1000XM3

Auch Sony mischt bei den hochpreisigen True-Wireless-Headphones mit. Die Bauweise der Sony WF-1000XM3 ähnelt der der meisten bügellosen Kopfhörer. Mit einzelnen Metallakzenten sorgt Sony für eine edle Optik.

Der größte Unterschied liegt in Sonys bewährter Noise-Cancelling-Technik. So schirmt Sony nicht nur physisch Hintergrundgeräusche ab, sondern auch aktiv mit Rauschen in gewissen Frequenzen. Damit verschwinden besonders monotone Hintergrundgeräusche. Zusätzlich passen die Kopfhörer automatisch die Stärke des Noise Cancelling an die Umgebung an. Warten Nutzer beispielsweise auf ihren Zug am Bahnhof, erkennen die Kopfhörer Durchsagen und geben diese über das Mikrofon an den Nutzer durch. Im Test des Magazins "Audio" (11/2019) wurde die aktive Geräuschunterdrückung als exzellent bewertet, ohne dass sie den voluminösen Klang merklich beeinflusse. Auch die Tester von "Chip" urteilten, dass der Sound der Sony WF-1000XM3 in diesem Segment Maßstäbe setze und das Noise Cancelling gut funktioniere.

  • mit Ladecase
  • Gewicht Kopfhörer: 17 Gramm
  • Noise Cancelling
  • Akkulaufzeit: bis zu 8 Stunden
  • Akkulaufzeit inklusive Ladecase: über 32 Stunden
  • wasserfest: nein
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Wie funktionieren kabellose In-Ear-Kopfhörer?

Wie es der Name schon verrät, verzichten True-Wireless-Headphones komplett auf Kabel und setzen auf den Funkstandard Bluetooth. Im Gegensatz zu herkömmlichen Bluetooth-Kopfhörern funken die beiden Ohrhörer auch untereinander kabellos. Bei günstigeren Modellen überträgt das Smartphone meist die Soundspur auf einen Ohrhörer und dieser sendet sie dann an den anderen. Manchmal nehmen Nutzer daher eine leichte asynchrone Wiedergabe wahr. Verbinden sich hingegen beide Ohrstöpsel mit dem Wiedergabegerät, treten solche Probleme deutlich seltener auf.

Warum sollte man kabellose In-Ear-Kopfhörer nutzen?

Kabellose In-Ear-Kopfhörer zeichnen sich insbesondere durch ihren Komfort beim Musikhören aus. Ob im Büro oder auf dem Arbeitsweg, für Nutzungszeiten von wenigen Stunden sind sie optimal. Durch die rasche Inbetriebnahme ohne lästiges Kabelentwirren werden Sie die Kopfhörer schnell nicht mehr missen wollen.

Kabellose In-Ear-Kopfhörer gibt es in sehr unterschiedlichen Preisklassen. Während Apple AirPods die komfortabelsten sind, unterliegen sie in Sachen Klang deutlich den Powerbeats Pro sowie dem Sony-Pendant. Günstige Varianten für unter 100 Euro erfüllen komplett die Grundanforderungen. Einmal benutzt werden Nutzer den Komfort von Musikhören ohne störende Kabel zu schätzen wissen. 

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