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Ifo-Umfrage: Volkswirte befürworten höhere Reichensteuer in Deutschland


Anhebung des Spitzensteuersatzes
Ifo: Volkswirte befürworten höhere Reichensteuer

Von reuters
Aktualisiert am 06.12.2022Lesedauer: 1 Min.
Lamborghini vor dem Feinschmeckerrestaurant Schwarzreiter in München: Mehr als die Hälfte der Volkswirte befürwortet eine Anhebung der Reichensteuer auf Jahreseinkommen ab 278.000 Euro.Vergrößern des BildesLuxusauto vor einem Edelrestaurant in München: Bisher greift der Spitzensteuersatz bei einem Jahreseinkommen von 59.000 Euro. (Quelle: Joko/imago-images-bilder)
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Die Mehrheit der Volkswirte plädiert einer Umfrage zufolge für eine Anhebung der Abgabe. Doch sie sind sich uneinig, ab welchem Einkommen.

Ökonominnen und Ökonomen in Deutschland unterstützen mehrheitlich einen höheren Steuersatz für sehr hohe Einkommen. Rund 56 Prozent befürworten eine Anhebung der Reichensteuer auf Jahreseinkommen ab 278.000 Euro, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Münchner Ifo-Instituts unter 153 Fachleuten hervorgeht.

Derzeit fällt der Reichensteuersatz von 45 Prozent auf Einkommen über 278.000 Euro an. Der geringere Spitzenverdienersteuersatz von 42 Prozent greift für jährlich zu versteuernde Einkommen über 59.000 Euro. Eine Anhebung dieses Spitzensteuersatzes lehnen jedoch 52 Prozent der Befragten ab. "Anders als der Name nahelegt, träfe eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes nicht nur die Bezieher sehr hoher Einkommen, sondern würde besonders die Mittelschicht belasten", sagte Ifo-Forscher Marcel Schlepper.

Fairness der Lastenverteilung in der Krise

Nahezu alle Ökonominnen und Ökonomen, die generell eine höhere Reichensteuer befürworten, geben laut Ifo an, dass eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes die Fairness der Lastenverteilung in der Krise verbessere. Von den Gegnerinnen und Gegner sehen das nur 28 Prozent so. Das vom Bundestag beschlossene Inflationsausgleichsgesetz, das Steuersenkungen zum Ausgleich der kalten Progression vorsieht, unterstützen 76 Prozent.

"Die öffentlichen Haushalte ächzen unter den Mehrausgaben der vergangenen Jahre", sagte Schlepper. "Eine Konsolidierung ist dringend geboten." 52 Prozent der Antwortenden befürworten es, die öffentlichen Ausgaben zu verringern. Dagegen sprechen sich 43 Prozent für Steuererhöhungen aus. Eine ähnlich hohe Zustimmung findet mit 37 Prozent eine Aussetzung der Schuldenbremse. Nur sechs Prozent befürworten weitere Extrahaushalte von Bundesfinanzminister Christian Lindner.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur Reuters
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