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Meyer Werft hat wohl Finanzprobleme – Verschuldung problematisch


Verschuldung gilt als problematisch
Bericht: Meyer Werft hat finanzielle Probleme

Von dpa
06.04.2024Lesedauer: 2 Min.
urn:newsml:dpa.com:20090101:240405-99-575615Vergrößern des BildesDie Werfthallen der Meyer Werft stehen nahe der Ems (Archivbild): Die finanzielle Lage war auch Thema im Landtag. (Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa)
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Viele Werften leiden wohl noch unter den Folgen der Corona-Pandemie. Die Meyer Werft im Emsland bangt offenbar um die Refinanzierung eines Millionenkredits.

Die finanzielle Lage des emsländischen Kreuzfahrtschiffsspezialisten Meyer Werft ist am Freitag Thema im Wirtschaftsausschuss des niedersächsischen Landtags gewesen. Der Inhalt sei vertraulich gewesen, sagte ein Sprecher von Landeswirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) in Hannover.

Zuvor hatte die "Wirtschaftswoche" berichtet, dass das Traditionsunternehmen aus Papenburg mit weiteren Standorten in Rostock und im finnischen Turku im November 2024 einen Kredit von 550 Millionen Euro zurückzahlen muss. Nach Informationen des Blattes ist die Refinanzierung noch nicht gesichert. Die hohe Verschuldung des Unternehmens, das 2022 einen Umsatz von 2,1 Milliarden Euro erzielte, gilt dem Bericht zufolge als problematisch.

Kreuzfahrtbranche spürt Folgen der Corona-Pandemie

Ein Sprecher der Werft sagte, das Unternehmen gebe keine Stellungnahme zu Zahlen ab. Das Unternehmen sei aber in Gesprächen mit dem Bund und den Ländern Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Trotz einer inzwischen wieder guten Auftragslage seien in der Kreuzfahrtbranche noch die Folgen der Coronakrise zu spüren. In dieser Situation seien auch die Konkurrenzwerften in Italien und Frankreich, allerdings würden diese Unternehmen im Gegensatz zur Meyer Werft zu 100 Prozent vom Staat gestützt.

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Erst vor Ostern hatte die Meyer Werft einen Neuauftrag der Reederei Carnival Cruise Line bekannt gegeben. Eine Finanzierung des Auftrages steht allerdings noch aus. Einen weiteren Neuauftrag für Carnival Cruise Line war im Februar bekannt geworden.

Im Auftragsbuch des emsländischen Traditionsunternehmens stehen damit nun sechs Kreuzfahrtschiffe, ein Forschungsschiff und der Stahlbau für vier Offshore-Konverterplattformen. Das Unternehmen beschäftigt rund 3.000 Werftmitarbeiter und sichert zahlreichen Zulieferern und Dienstleistern in der Region Aufträge.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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