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In diesen Bundesländern gibt es besonders viele Kurzarbeiter

Von afp, dpa
Aktualisiert am 11.01.2021Lesedauer: 2 Min.
Wenige Passagiere am Frankfurter Flughafen: Aufgrund des geringen Reiseaufkommens sind auch hier viele Mitarbeiter in Kurzarbeit.
Wenige Passagiere am Frankfurter Flughafen: Aufgrund des geringen Reiseaufkommens sind auch hier viele Mitarbeiter in Kurzarbeit. (Quelle: Xinhua/imago-images-bilder)
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Im harten Lockdown weiten Deutschlands Unternehmen die Kurzarbeit wieder aus. Eine neue Auswertung des Ifo-Instituts zeigt jetzt, in welchen Ländern der Anteil der Beschäftigten in Kurzarbeit besonders hoch ist.

Hessen ist nach Angaben des Münchner Ifo-Instituts das Bundesland mit dem größten Anteil an Kurzarbeitern. Dort waren im Dezember schätzungsweise 7,4 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten oder 196.000 Menschen auf Kurzarbeit, teilte das Ifo am Montag mit. Es folgten Baden-Württemberg mit 6,7 Prozent oder 321.000 Menschen sowie Niedersachsen und Bremen mit 6,6 Prozent oder zusammen 223.000 Menschen.

Die Ergebnisse beruhen auf Meldungen von rund 7.000 Unternehmen, die im Dezember bei der monatlichen Ifo-Konjunkturumfrage nach dem aktuellen Einsatz von Kurzarbeit befragt wurden. In der Region Schleswig-Holstein und Hamburg liegt der Kurzarbeiter-Anteil demnach bei 6,5 Prozent oder 132.000 Menschen; es folgen Sachsen mit 6,2 Prozent oder 101.000 Menschen und Bayern mit 5,9 Prozent und 337.000 Beschäftigten.

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Dahinter liegen Nordrhein-Westfalen mit 4,9 Prozent oder 348.000 Menschen, Rheinland-Pfalz und das Saarland mit 4,8 Prozent und 89.000 Menschen, die Region Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern mit 4,6 Prozent und 138.000 Beschäftigten sowie die Region Sachsen-Anhalt und Thüringen mit 4,1 Prozent und 66.000 Menschen.

Arbeitsagentur rechnet im Schnitt mit 700.000 Kurzarbeitern

"Nach wie vor sind Länder mit höherem Industrieanteil etwas stärker von Kurzarbeit betroffen", erläuterte Ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link. Durch die Erholung in der Industrie seien diese Unterschiede in den letzten Monaten jedoch deutlich geringer geworden.

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Auch die Bundesagentur für Arbeit registrierte Im Dezember einen Anstieg bei den Anmeldungen für Kurzarbeit. Bis zum 28. Dezember zählten die Nürnberger Statistiker 666.000 Anzeigen – rund 40 000 mehr als noch im November. Zum Vergleich: Im März waren es über zehn Millionen solcher Anzeigen.

Erfahrungsgemäß werden nicht alle von ihnen realisiert. Die Kurzarbeit erreichte in Deutschland im April mit knapp sechs Millionen Menschen ihren Höhepunkt. Im Oktober – dem jüngsten belastbar messbaren Monat – waren es laut Arbeitsagentur noch etwas 1,99 Millionen Menschen. Arbeitsagentur-Chef Detlef Scheele geht für 2021 von einem Jahresdurchschnitt von etwa 700.000 Kurzarbeitern aus.

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