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Dr. Oetker: 11 Milliarden Euro Umsatz mit Schiffen, Pizza, Pudding, Bier und Bank


Oetker-Gruppe  

Dr. Oetker: Rekord-Umsatz mit Schiffen, Pizza, Pudding, Bier und Bank

18.06.2013, 17:55 Uhr | dpa, rtr, t-online.de

Dr. Oetker: 11 Milliarden Euro Umsatz mit Schiffen, Pizza, Pudding, Bier und Bank. Dr. Oetker: Firmenzentrale der Gruppe in Bielefeld (Quelle: dpa)

Die Firmenzentrale der Oetker-Gruppe in Bielefeld (Quelle: dpa)

Bei Oetker ist von Krise keine Rede. Der Mischkonzern konnte seinen Umsatz im vergangenen Jahr kräftig steigern. Die Erlöse stiegen um 9,3 Prozent auf den Rekordwert von knapp elf Milliarden Euro, gab Konzernchef Richard Oetker in Bielefeld bekannt. Jeden zweiten Euro (5,46 Milliarden Euro) setzte das Familien-Unternehmen mit der Reederei Hamburg Süd um. Deutliche Zuwächse erzielte auch der Nahrungsmittel-Sektor (2,1 Milliarden Euro), an der Spitze Dr. Oetker. Auf dem Erfolg will sich der Konzern aber nicht ausruhen: Binnen zehn Jahren soll der Umsatz auch mit Zukäufen auf deutlich über 20 Milliarden Euro geschraubt werden.

Bekannte Marken von Bier bis Bank

Der Oetker-Konzern ist breit aufgestellt: Er produziert Nahrungsmittel wie Tiefkühl-Pizzen und Kuchen-Mixturen, braut Bier, keltert Sekt, betreibt die Reederei Hamburg Süd und gebietet auch über Hotels und sogar ein eigenes Bankhaus.

Der Konzern erwirtschaftete im Nahrungsmittel-Geschäft 2012 rund 2,5 Milliarden Euro. Das Geschäftsfeld Bier und alkoholfreie Getränke, das einen Gesamtumsatz von über 1,8 Milliarden Euro erzielte, wird durch die Radeberger Gruppe gesteuert und umfasst zahlreiche bundesweit bekannte Marken - unter anderem Jever, Schöfferhofer, Binding und Selters.

Mehrere Sekt-Marken im Angebot

Im Geschäftsbereich Sekt und Wein (670 Millionen Euro Umsatz) besetzt vor allem die Marke Fürst von Metternich den Premium-Markt. Im Traditionssegment spielen Henkell Trocken und im Mittelpreis-Segment Söhnlein Brillant eine führende Rolle. Rüttgers Club deckt den Bedarf bei Konsummarken ab.

Auch das älteste Riesling-Weingut Schloss Johannisberg gehört zur Oetker-Gruppe. Mit Wodka Gorbatschow ist das Unternehmen zudem Wodka-Marktführer in Deutschland. Und das konzerneigene Bankhaus Lampe steigerte die Bilanzsumme leicht auf 3,1 Milliarden Euro.

Umsatz soll in zehn Jahren verdoppelt werden

Der scheidende Finanzchef Ernst F. Schröder bekräftigte das Ziel, den Umsatz der Gruppe innerhalb von zehn Jahren zu verdoppeln. "In der Vergangenheit wurde im Durchschnitt die Hälfte des Wachstums mit Akquisitionen erzielt." Wenn es weniger Zukäufe gebe, wachse die Gruppe auch langsamer.

"Wir wünschen uns mehr Dynamik", sagte Schröder, der seinen Posten 2014 an den bisherigen Radeberger-Chef Albert Christmann abgibt. In den vergangenen Jahren habe es allerdings wenig Bewegung auf dem Markt gegeben. Unternehmen würden nicht verkauft, weil die Verkäufer ihr Geld kaum vernünftig anlegen könnten.

Über eine Milliarde in der Kasse

Inzwischen hat Oetker mehr als eine Milliarde Euro in der Kasse. Das seien 35 Millionen Euro mehr als die Summe der Verbindlichkeiten, sagte Schröder. Dazu hat auch der Verkauf des 25,8-Prozent-Anteils am Douglas-Konzern beigetragen. Insgesamt rechnet Oetker damit, 2013 "vernünftig" abschließen zu können. Der Umsatz werde die Marke von elf Milliarden Euro übertreffen, kündigte Schröder an.

Zum Gewinn werden traditionell keine konkreten Angaben gemacht. Das Ergebnis sei zufriedenstellend, sagte Schröder lediglich. Die Zahl der Beschäftigten bei den rund 400 Unternehmen der Gruppe stieg leicht auf 26.400, der weitaus größte Teil mit 11.750 arbeite im Nahrungsmittelbereich.

Globaler Schifffahrts-Riese könnte entstehen

Zu den Verhandlungen über eine Fusion mit der Reederei Hapag Lloyd wollte sich die Konzernspitze nicht äußern. Die im Dezember 2012 begonnenen Verhandlungen seien im März ergebnislos abgebrochen worden, sagte Richard Oetker. Ein Machtkampf der Großaktionäre dürfte Schuld gewesen sein. Die Nummer sechs und die Nummer zwölf unter den weltweit größten Container-Reedereien wären gemeinsam auf Platz vier der Branche aufgerückt. Marktführer ist die dänische Maersk. "Ob und wann die Gespräche wieder aufgenommen werden, ist derzeit nicht abzusehen." Derzeit gebe es keine Gespräche.

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