Sie sind hier: Home > Finanzen > Unternehmen >

Durchsuchungen bei "Öko-Test" – Verdacht der Untreue


Staatsanwälte ermitteln  

Verdacht auf Untreue: Durchsuchungen bei "Öko-Test"

16.07.2019, 19:47 Uhr | AFP

Durchsuchungen bei "Öko-Test" – Verdacht der Untreue. Produkt mit Öko-Test-Siegel: Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat die Firmenräume von "Öko-Test" durchsucht. (Quelle: imago images/Deutzmann Eibner-Pressefoto EP_CDN)

Produkt mit Öko-Test-Siegel: Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat die Firmenräume von "Öko-Test" durchsucht. (Quelle: Deutzmann Eibner-Pressefoto EP_CDN/imago images)

Obwohl sich die Öko-Test-Holding in einer wirtschaftlicher Schieflage befand, soll sie Ende 2017 Anteile einer angeschlagenen Gesellschaft in Hongkong erworben haben. Aufgrund dieses Vorgehens ermittelt die Staatsanwaltschaft nun. Mit der Zeitschrift "Öko-Test" hätten die Ermittlung nichts zu tun.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat die Firmenräume von "Öko-Test" durchsucht. Wie die Ermittler am Dienstag mitteilten, ermitteln sie wegen des Verdachts der Untreue im Zusammenhang mit der gescheiterten Expansion nach China gegen Vorstand und Aufsichtsräte. Die Ermittlungen hätten aber keinen Zusammenhang zu den Presseaktivitäten der Zeitschrift, betonte die Staatsanwaltschaft.

Untersuchungen in mehreren Städten

Wie die Behörde weiter mitteilte, durchsuchten mehr als 40 Beamte insgesamt sieben Wohn- und Geschäftsräume in Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg und Elmshorn. Sie stellten Akten und digitale Daten sicher.

Trotz eigener wirtschaftlicher Schieflage soll die Öko-Test-Holding Ende 2017 Anteile einer angeschlagenen Gesellschaft in Hongkong erworben und dieser auch noch Darlehen gewährt haben. Weil die Gesellschaft bald zahlungsunfähig wurde, sei der Holding ein Schaden im Millionenbereich entstanden. Vorstand und Aufsichtsrat hätten der Staatsanwaltschaft zufolge die Entwicklung absehen können und deshalb mit dem Geschäft ihre Prüf- und Sorgfaltspflichten verletzt.

Der ehemalige Chefredakteur, Geschäftsführer und Vorstand, Jürgen Stellpflug, erklärte in einer E-Mail an die Aktionäre: "Mit den Hausdurchsuchungen kommt jetzt endlich die strafrechtliche Aufarbeitung der Geschäfte in Gang." Dass Vorstand und Aufsichtsrat bei den Vorgängen nicht die Interessen der Aktionäre vertreten hätten, "dürfte außer Frage stehen".


Die Zeitschrift "Öko-Test" gehört mehrheitlich zur Deutschen Druck- und Verlagsgesellschaft (DDVG). Laut Stellpflug wurde auch diese durchsucht. Die DDVG befindet sich im Besitz der SPD.


Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Sie können alles tragen, wenn Sie Sie sind
MY TRUE ME - Mode ab Größe 44
Anzeige
Jetzt bei der Telekom: Surfen mit bis zu 50 MBit/s!
z. B. mit MagentaZuhause M
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal