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Purdue Pharma: Durch Opioid-Klagen zum Insolvenzverfahren


Opioid-Klagen  

Purdue Pharma beantragt Insolvenzverfahren

16.09.2019, 15:35 Uhr | dpa

Purdue Pharma: Durch Opioid-Klagen zum Insolvenzverfahren. Zentrale von Purdue Pharma: Nach mehreren Klagen gegen suchtgefährdendes Schmerzmittel, beantragte der Konzern Insolvenz. (Quelle: dpa/ Frank Franklin)

Zentrale von Purdue Pharma: Nach mehreren Klagen gegen suchtgefährdendes Schmerzmittel, beantragte der Konzern Insolvenz. (Quelle: Frank Franklin/dpa)

Nach mehreren Klagen und einem Vergleich über zehn Milliarden US-Dollar, beantragt Prude Pharma nun ein Insolvenzverfahren. Im Visier der Klagen steht das vom US-Konzern geführte Schmerzmittel Oxycontin.

Der US-Pharmakonzern Purdue Pharma, gegen den mehr als 2.000 Klagen wegen seines süchtig machenden Schmerzmittels Oxycontin anhängig sind, hat Insolvenz beantragt. Mit dem Insolvenzverfahren nach Kapitel 11 will Purdue die Klagen beilegen, wie das Unternehmen am Sonntagabend (Ortszeit) in New York mitteilte. Die Firma soll in eine Stiftung der öffentlichen Hand überführt werden.

Milliarden-Dollar-Forderung für den Kampf gegen Opiat-Abhängigkeit 

Bundesstaaten, Städte und Landkreise fordern vom Unternehmen Milliarden von Dollar zurück, die sie für den Kampf gegen Opiat-Abhängigkeit und Überdosierung ausgegeben haben. Opioide sind zum Teil synthetisch hergestellte Arzneimittel - wie etwa Oxycontin - mit unter anderem schmerzlindernden Eigenschaften.

Ursprünglich wollten die Behörden bis zu zwölf Milliarden US-Dollar (rund elf Milliarden Euro) an Schadenersatz erheben, die Purdue-Verantwortlichen konnten sich aber mit diesen auf einen Vergleichsbetrag von mehr als zehn Milliarden US-Dollar einigen. Das wäre damit die bisher höchste Vergleichssumme im Zusammenhang mit der in den USA grassierenden Welle der Opioid-Abhängigkeit.

Kampf gegen suchtgefährdende Schmerzmittel

Erst Ende August hatte ein Gericht den Pharmakonzern Johnson & Johnson wegen unrechtmäßiger Vermarktung von suchtgefährdenden Schmerzmitteln zu einer Zahlung von 572 Millionen Dollar verurteilt. Johnson & Johnson kündigte an, Berufung gegen die Entscheidung einzulegen.

Der Generalstaatsanwalt von Oklahoma, Mike Hunter, hatte dem Konzern vorgeworfen, mit suchtgefährdenden Schmerzmitteln ein Wegbereiter der Opioid-Welle und Drogenkrise gewesen zu sein.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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