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Aktien Frankfurt Schluss: Dax fest nach Test der 15 000 Punkte-Marke

Von dpa-afx
25.01.2022Lesedauer: 3 Min.
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich von seiner steilen Talfahrt zu Wochenbeginn etwas erholt. Das Wohl und Wehe hierzulande wie an Europas Börsen bleibt dabei spĂŒrbar abhĂ€ngig vom Handelsverlauf in den USA, wie sich auch am Dienstag wieder zeigte. Dass sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft laut dem Ifo-GeschĂ€ftsklima zu Jahresbeginn trotz der grassierenden Omikron-Welle entgegen den Erwartungen verbessert hat, half den deutschen Indizes nur kurzzeitig. Insgesamt sind die Anleger weltweit vor den Zinsaussagen der US-Notenbank sehr nervös. Die große Frage lautet Börsianern zufolge, wie die Fed kĂŒnftig den Spagat schafft, die hohe Inflation zu bekĂ€mpfen und gleichzeitig die FinanzmĂ€rkte vor einer Schieflage zu bewahren.

Der Dax schloss nach einem teils stark schwankenden Verlauf 0,75 Prozent höher auf 15 123,87 Punkten, nachdem am Nachmittag - im Zuge des US-Börsenstarts - die Marke von 15 000 Punkten zeitweise wieder ins Wanken kam. Tags zuvor hatte der Leitindex wegen Ängsten ĂŒber bald anstehende Leitzinsanhebungen in den USA und die zugespitzte Ukraine-Krise fast vier Prozent eingebĂŒĂŸt und war im Verlauf erstmals seit Oktober sogar wieder unter 15 000 Punkte gefallen.

Konstantin Oldenburger von CMC Markets sprach von bestenfalls "zaghaften Anzeichen einer Stabilisierung" im Dax. "Der Kampf zwischen Bullen, die jetzt schon wieder Einstiegskurse sehen, und den BĂ€ren, die aus Angst vor der Zinswende noch viel Anpassungsbedarf in ihren Portfolios haben, dĂŒrfte noch bis morgen 20 Uhr andauern. Dann lĂ€uft das Ergebnis der Sitzung der US-Notenbank Fed ĂŒber die Ticker und es werden in Sachen Geldpolitik hoffentlich ein paar Fakten geschaffen." Eine erste Leitzinserhöhung in den USA wird allgemein im MĂ€rz erwartet, spekuliert wird nur ĂŒber die Höhe des Schrittes und ob es mehr als drei geben könnte in diesem Jahr.

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Der MDax gewann am Dienstag 0,57 Prozent auf 32424,55 ZĂ€hler und auch europaweit erholten sich die AktienmĂ€rkte etwas. Der EuroStoxx 50 legte um 0,59 Prozent auf 4078,26 ZĂ€hler zu und auch in Paris und London erholten sich die Börsen. In den USA war der Dow Jones Industrial nach einer schwungvollen Erholung im spĂ€ten Montagshandel kurz nach der Börseneröffnung zeitweise um etwas mehr als 2 Prozent abgesackt. Bis zum Handelsschluss in Europa erholte er sich wieder etwas und verlor 1,3 Prozent. Die technologielastigen Nasdaq-Indizes bĂŒĂŸten rund 3 Prozent ein.

Unter den Einzelwerten im Dax zogen die Aktien von FMC als klarer Spitzenreiter um 6,6 Prozent nach oben und machten damit einen Großteil der Korrektur der vergangenen vier Handelstage wett. Die Papiere des Dialysespezialisten, der auch in den USA sehr aktiv ist, hatten zuvor unter anderem darunter gelitten, dass der rasante Anstieg an Infektionen mit der Corona-Variante Omikron in den USA zu einer hohen Übersterblichkeit im ersten Quartal fĂŒhren könnte.

Die Papiere der Lufthansa rĂŒckten im MDax um 1,8 Prozent vor. Die Fluggesellschaft nimmt mit einem starken Partner Kurs auf das langgehegte Ziel Italien. Gemeinsam mit der großen Container- und Kreuzfahrtreederei MSC aus Genf strebt Europas umsatzstĂ€rkster Luftverkehrskonzern die mehrheitliche Übernahme der Alitalia-Nachfolgerin ITA Airways an.

Wegen des schwĂ€chelnden GeschĂ€fts in Brasilien ist der MöbelversandhĂ€ndler Home24 2021 langsamer gewachsen als prognostiziert, was den jĂŒngst aus dem SDax gerutschten Papieren einen Kursverlust von fast 10 Prozent einbrockte.

Schmerzliche Verluste erlitten auch die Anteile des Linux-Entwicklers Suse. Die Aktien, die zu Jahresbeginn noch bei 43,60 Euro ein Rekordhoch erklommen hatten, sackten im Zuge der Techwerte-Krise an diesem Tag auf ein Rekordtief von 25,20 Euro. Im bisherigen Jahresverlauf hat die Aktie knapp 36 Prozent eingebĂŒĂŸt und ist damit Schlusslicht unter den 70 Unternehmen im Nebenwerte-Index. Zu Handelsschluss gaben sie um 1,53 Prozent auf 25,80 Euro nach.

Der Euro kostete am frĂŒhen Abend 1,1286 US-Dollar. Die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1268 (Montag: 1,1304) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8875 (0,8846) Euro.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,23 Prozent am Vortag auf minus 0,21 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,01 Prozent auf 143,76 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,08 Prozent auf 170,53 ZĂ€hler./ck/he
--- Von Claudia MĂŒller, dpa-AFX ---

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