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Bei Stromausfall droht "Kollaps der Gesellschaft"

Bei Stromausfall droht "Kollaps der Gesellschaft"

05.09.2012, 18:06 Uhr | dapd, dpa-AFX, t-online.de, dpa-AFX, dapd

Bei Stromausfall droht "Kollaps der Gesellschaft". Strom: Unsere Gesellschaft kann ohne Energie nicht funktionieren (Foto: imago) (Quelle: imago)

Strom: Unsere Gesellschaft kann ohne Energie nicht funktionieren (Foto: imago) (Quelle: imago)

Schon nach wenigen Tagen Stromausfall in einer deutschen Region ist die flächendeckende Versorgung mit lebenswichtigen Gütern und Dienstleistungen nicht mehr sicherzustellen. Das ergab eine Untersuchung des Büros für Technikfolgenabschätzung beim Bundestag (TAB).

Die vier Übertragungsnetz-Betreiber EnBW Transportnetze AG, 50hertz, Amprion und Tennet hatten zuvor davor gewarnt, dass es bei einem dauerhaften Aus für bis zu acht Kernkraftwerke gerade im Winter zu kaum noch beherrschbaren Situationen kommen könnte, da dann bis zu 8000 Megawatt an Leistung fehlten. Als Gründe nannten sie die geringere Menge von Solarstrom und weniger Importmöglichkeiten, da andere EU-Länder dann auch einen erhöhten Strombedarf haben.

Solarstrom und Nachbarländer federn Engpass ab

In dieser Woche laufen nur vier der 17 Atomkraftwerke, dank viel Sonne und Strom aus Nachbarländern konnte der Engpass aber bisher abgefedert werden. Neben den im Rahmen des Atom-Moratoriums abgeschalteten 7 ältesten Meilern und der Anlage Krümmel sind derzeit 5 weitere Kernkraftwerke für Wartungsarbeiten vom Netz getrennt.

"Natürlich nehmen wir die Warnungen ernst", sagte Röttgens Sprecherin Christiane Schwarte zur Einschätzung der Stromnetzbetreiber, es könne zu einem Zusammenbruch der Elektrizitätsversorgung im Winter kommen. Die Lage sei "schwierig, aber beherrschbar". Es könne zu Engpässen kommen, die Netzbetreiber würden aber dafür sorgen, dass es keine Blackouts gebe. Es gebe ein Transportproblem, kein Bereitstellungsproblem, sagte Schwarte.

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) sagte, ein "seriöser Ausstieg" aus der Atomkraft sei nur bei belastbaren Alternativen möglich. Das beziehe sich nicht nur auf die Erzeugungskapazitäten, sondern auch auf den Netzausbau.

2004 schon großangelegte Blackout-Übungen

Die aktuelle TAB-Analyse wurde unabhängig von der Katastrophe in Japan erstellt. 2004 gab es bereits großangelegte Übungen zum Verhalten bei großflächigem Stromausfall. Im Jahr darauf trat er tatsächlich ein, als im Münsterland mehrere Strommasten brachen. Auch das Elbehochwasser 2002 und der Sturm Kyrill 2007 sorgten für vergleichbare Szenarien.

Kritische Infrastrukturen bei längerem Stromausfall

Zur Debatte steht die Frage, wie sich ein längerer Stromausfall auf die kritischen Infrastrukturen, also Einrichtungen für das Funktionieren elementarer Versorgungs- und Dienstleistungssysteme, auswirken könnte und wie Deutschland auf eine derartige Großschadenslage vorbereitet ist. Vielfach werde erwartet, dass die Wahrscheinlichkeit aufgrund der Gefahr terroristischer Angriffe und Extremwetterereignissen steige.

"Schadenslage besonderer Qualität"

Laut TAB würden sich schon nach wenigen Tagen "die Folgen eines langandauernden und großflächigen Stromausfalls zu einer Schadenslage von besonderer Qualität summieren", sprich: "Ein Kollaps der gesamten Gesellschaft wäre kaum zu verhindern." Grund dafür ist die "nahezu vollständige Durchdringung der Lebens- und Arbeitswelt mit elektrisch betriebenen Geräten".

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