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Den letzten Willen hinterlegen

Von dpa
Aktualisiert am 26.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Ein Testament will im Erbfall auch gefunden werden.
Ein Testament will im Erbfall auch gefunden werden. Daher kann es beim Zentralen Testamentsregister registriert werden. (Quelle: Silvia Marks/dpa Themendienst/dpa-tmn./dpa)
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Bonn (dpa/tmn) - Endlich, das Testament ist geschrieben. Aber im Todesfall sollen es die Hinterbliebenen auch finden, und zwar im Original. Wo also den letzten Willen aufbewahren?

Die Antwort ist einfach: Wer auf Nummer sicher gehen will, dass die Hinterbliebenen das Testament finden, hinterlegt es beim Amtsgericht als Nachlassgericht vor Ort. Das Gericht sorgt dafĂŒr, dass der letzte Wille imZentralen Testamentsregister (ZTR)registriert wird.

Seit zehn Jahren existiert das ZTR inzwischen, das die Bundesnotarkammer im Auftrag des Gesetzgebers fĂŒhrt. Hierbei handelt es sich um die offizielle Registrierungsstelle in Deutschland fĂŒr Testamente, ErbvertrĂ€ge und andere erbfolgerelevanten Urkunden.

"Testamente oder andere erbfolgerelevante Urkunden werden im Regelfall beim örtlich zustĂ€ndigen Amtsgericht verwahrt", stellt der Bonner Fachanwalt fĂŒr Erbrecht, Eberhard Rott, klar. Das gilt auch fĂŒr notariell beurkundete Testamente, diese gibt ein Notar oder eine Notarin automatisch in die Verwahrung beim Amtsgericht.

Privates Testament selbst verfassen

ErbvertrĂ€ge können auch der beurkundende Notar oder die beurkundende Notarin selbst verwahren. An das ZTR geht lediglich ein Hinweis, dass es ein Testament oder etwa einen Erbvertrag gibt. Das ZTR speichert die Angaben. "Das sind in erster Linie Daten zur verfĂŒgenden Person wie Name und Geburtsdatum, das Datum der Urkunde oder etwa Angaben zur Verwahrstelle", erlĂ€utert Martin Thelen von der Bundesnotarkammer.

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Der Weg dahin ist einfach: ZunĂ€chst gilt es, das Testament abzufassen. Seinen letzten Willen kann man entweder beurkunden lassen oder privatschriftlich verfassen. "Ein privatschriftliches Testament muss eigenhĂ€ndig geschrieben und unterschrieben sein - ein am Computer aufgesetztes Testament ist nicht rechtsgĂŒltig", sagt Thelen. Er empfiehlt, auch Ort und Datum hinzuzufĂŒgen.

Im Testament sind die Namen der Erben zu nennen sowie deren Geburtsdatum und Anschrift. Wichtig ist, dass das Testament rechtsgĂŒltig ist. Damit es dabei nicht zu Pannen kommt, bietet es sich an, ein Testament von einem Notar beurkunden oder das privatschriftlich abgefasste Testament von einem Fachanwalt fĂŒr Erbrecht ĂŒberprĂŒfen zu lassen. Das Nachlassgericht, wo der letzte Wille hinterlegt werden soll, prĂŒft dies nicht.

Testament muss hinterlegt werden

Steht fest, dass das Testament rechtsgĂŒltig ist, geht es darum, das Dokument zu registrieren. "Testamente, die beurkundet werden, registriert immer der Notar, hier mĂŒssen Verbraucher nichts weiter veranlassen", sagt Thelen.

Diejenigen, die ihr Testament privatschriftlich abgefasst haben, können es freiwillig beim Nachlassgericht hinterlegen. Dann ĂŒbernimmt das Verwahrgericht die Registrierung. Ohne Hinterlegung selbst registrieren lassen können Verbraucherinnen und Verbraucher ihr Testament beim ZTR nicht.

Wer sich selbst ans Amtsgericht wendet, muss dort einen Antrag auf Hinterlegung stellen. Entsprechende Formulare sind oft auf der Website der Gerichte zu finden. Das weitere Procedere ist von Gericht zu Gericht unterschiedlich. "Oft muss man das Testament persönlich abgeben und sich ausweisen", sagt Thelen.

Kosten sind ĂŒberschaubar

FĂŒr die besondere amtliche Verwahrung erhebt das Gericht eine einmalige GebĂŒhr in Höhe von 75 Euro. "Hinzu kommt eine einmalige GebĂŒhr fĂŒr die Registrierung im ZTR, im Regelfall in Höhe von 12,50 Euro bei einem beurkundeten Testament und 15,50 Euro bei einem privatschriftlichen Testament", so Thelen.

Kommt es zum Todesfall, benachrichtigt das zustĂ€ndige Sterbestandesamt elektronisch das ZTR. Dort wird ĂŒberprĂŒft, ob die verstorbene Person mit einem Testament registriert ist. Ist dies der Fall, informiert das ZTR im Regelfall das zustĂ€ndige Amtsgericht oder unter UmstĂ€nden den Notar oder die Notarin. Die Verwahrstelle ĂŒbersendet dann die Urkunde an das Nachlassgericht.

Das Gericht prĂŒft nun, ob die Urkunde zu der verstorbenen Person gehört. Bei einem Ja öffnet ein Mitarbeiter des Gerichts die Urkunde - ohne die RechtsgĂŒltigkeit zu prĂŒfen - und schickt eine beglaubigte Kopie nebst Eröffnungsprotokoll an die Beteiligten. "Durch dieses Verfahren ist sichergestellt, dass der letzte Wille der verstorbenen Person berĂŒcksichtigt wird", betont Thelen.

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