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Negativzinsen: Sparzins in Deutschland erstmals unter null


Bei Festgeldanlagen  

Zins für deutsche Sparer sinkt erstmals unter null

17.02.2021, 16:11 Uhr
Negativzinsen: Sparzins in Deutschland erstmals unter null. Euroscheine in einem Sparbuch (Symbolbild): Der Zinssatz für private Einlagen mit bis zu einem Jahr Laufzeit ist im Schnitt negativ. (Quelle: dpa/tmn/Daniel Karmann)

Euroscheine in einem Sparbuch (Symbolbild): Der Zinssatz für private Einlagen mit bis zu einem Jahr Laufzeit ist im Schnitt negativ. (Quelle: Daniel Karmann/dpa/tmn)

Zum ersten Mal in der Geschichte zahlen Sparer in Deutschland im Schnitt Strafzinsen auf ihre Festgeldanlagen. Und eine Erholung wird es so schnell wohl nicht geben.

Schon länger geben immer mehr Banken negative Zinsen an ihre Kunden weiter; nun ist das Ausmaß so groß, dass es die Deutschen im Schnitt Geld kostet, wenn sie sparen. Im Dezember ist der Zinssatz für Einlagen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr erstmals unter null gesunken. Das berichtet das Fintech Weltsparen in seinem neuen "Zinsradar".

Der durchschnittliche Zinssatz lag demnach bei minus 0,01 Prozent. Grundlage der Auswertung sind Zahlen der Europäischen Zentralbank (EZB) über Zinssätze für Neuanlagen, die von Banken und Sparkassen gemeldet werden müssen.

Für Sparer bedeuten Negativzinsen, dass ihr Guthaben schrumpft. Statt von der Bank Geld zu bekommen, wenn sie ihr Erspartes dort lagern, müssen sie dafür bezahlen. Banken nennen das "Verwahrentgelt".

Negativzinsen sollen Konjunktur ankurbeln

Hintergrund ist, dass die Institute selbst negative Zinsen zahlen müssen, wenn sie Geld bei der EZB parken. Das ist zwar schon seit 2014 so, der Einlagezins hat sich seitdem aber von minus 0,1 Prozent auf minus 0,5 Prozent verringert.

Oberstes Ziel der EZB ist es, die Preise und die Währung in den Euroländern stabil zu halten. Dafür strebt sie mittelfristig eine Inflationsrate von knapp unter 2 Prozent an. Dieses Ziel verfehlt die Zentralbank seit Jahren. Die Zinssenkungen sollen helfen, das Ziel zu erreichen – und letztlich die Konjunktur ankurbeln.

Der durchschnittlich negative Sparzins bedeutet nicht, dass jeder deutsche Bankkunde auch tatsächlich Strafzinsen zahlen muss. Bei vielen Konten werden sie erst fällig, wenn ein bestimmter Betrag überschritten ist. Laut dem Vergleichsportal Verivox verlangen derzeit 235 Banken Negativzinsen von ihren Privatkunden.

Verwendete Quellen:

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