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Kostendeckel fehlt: Dreimal so hohe Miete nach Energie-Sanierung


Kostendeckel fehlt  

Dreimal so hohe Miete nach Energie-Sanierung

22.03.2014, 11:33 Uhr | dpa, t-online.de

Kostendeckel fehlt: Dreimal so hohe Miete nach Energie-Sanierung. Eine bessere Dämmung senkt die Heizkosten. Trotzdem kann die Miete am Ende kräftig steigen, weil der Vermieter die Sanierungskosten umlegen darf (Quelle: dpa)

Eine bessere Dämmung senkt die Heizkosten. Trotzdem kann die Miete am Ende kräftig steigen, weil der Vermieter die Sanierungskosten umlegen darf (Quelle: dpa)

Der Mieterbund warnt vor einem politisch unbeachteten Preistreiber: der energetischen Sanierung. In Einzelfällen hätten sich Mieten dadurch verdoppelt und verdreifacht - denn einen Kostendeckel gibt es nicht.

Diese Woche brachte Mietern zunächst eine gute Nachricht: Die Mietpreisbremse scheint in trockenen Tüchern. Auch wenn der ambitionierte Gesetzentwurf von Justiz- und Verbraucherminister Heiko Maas (SPD) entschärft werden sollte, gibt es am Ende wohl eine Entlastung. Nach dem Regierungsvorstoß fordert der Mieterbund nun weitere Verbesserungen.

Eigentümer nutzten zunehmend den Einbau neuer Heizungen, Fenster und Dämmung, um anschließend die Miete in die Höhe zu treiben oder Mieter loszuwerden, sagte Verbandsdirektor Lukas Siebenkotten. "Es häuft sich in letzter Zeit, dass die energetische Sanierung als Waffe genutzt wird." Der Verband fordert, Mieterhöhungen nach Sanierungen davon abhängig zu machen, wie sehr die Arbeiten die Energiebilanz des Gebäudes verbessern.

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Mieterbund: Entmietung ist das Ziel

Bei Preissprüngen um 200 oder gar 300 Prozent, die es etwa in Berlin vereinzelt gegeben habe, gehe es "erkennbar nur um eine Entmietung, um später Eigentumswohnungen verkaufen zu können." Betroffen seien Metropolen und Uni-Städte, wo die Nachfrage hoch sei. "Das finden sie in Hamburg, Düsseldorf, Köln, Stuttgart und Frankfurt genauso."

Andernorts ließen sich derartige Mietsteigerungen aber oft nicht durchsetzen. Es gebe viele unproblematische Fälle, wo sich die Sanierung trotz höherer Miete für die Bewohner rechne, weil die Heizkosten sinken, sagte Siebenkotten.

Vermieter dürfen jährlich 11 Prozent der Sanierungskosten auf die Mieter umlegen - bislang ohne zeitliche Begrenzung. Union und SPD arbeiten zunächst an der "Mietpreisbremse", die hohe Aufschläge bei Neuvermietungen verhindern soll. Die Koalition will aber auch erreichen, dass Vermieter nur noch 10 Prozent umlegen dürfen, und das auch nur, bis sie ihre Ausgaben gedeckt haben.

Wer mit wenig Aufwand viel erreicht, soll belohnt werden

Die zeitliche Begrenzung hält der Mieterbund für sinnvoll. "Aber ob 10 oder 11 Prozent, das macht den Kohl nicht fett", sagte Siebenkotten. Die Höhe des Mietzuschlags solle sich stattdessen nach der Effizienzsteigerung richten. "Der, der mit möglichst wenig Einsatz eine hohe Effizienzsteigerung erreicht, sollte belohnt werden." Notwendig seien dafür einheitliche Energieausweise.

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