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Verbraucher verlieren das Vertrauen in die Konjunktur – Arbeitgeber auch

Von afp, rtr, t-online, sah

Aktualisiert am 28.08.2019Lesedauer: 2 Min.
Ifo-Index fĂ€llt: Deutsche FĂŒhrungskrĂ€fte haben Angst vor einer Rezession und sehen dafĂŒr vor allem einen Treiber. (Quelle: Reuters)
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Die Furcht der Verbraucher vor einer Rezession in Deutschland nimmt weiter zu. FĂŒr den Pessimismus gibt es gleich mehrere GrĂŒnde.

Wie das Marktforschungsinstitut GfK in NĂŒrnberg mitteilte, verlor der Indikator Konjunkturerwartung satte 8,3 ZĂ€hler und fiel damit auf minus zwölf Punkte. Ein niedrigerer Wert wurde demnach zuletzt im Januar 2013 gemessen. Grund fĂŒr den Pessimismus der Verbraucher sind demnach die anhaltenden Handelskonflikte, die schwĂ€chelnde globale Konjunktur und die Brexit-Debatte.

Konsumklima trotzt schwÀchelnder deutscher Konjunktur

Im Vergleich zu August 2018 verlor die Konjunkturerwartung der BĂŒrger sogar ĂŒber 30 Punkte, damals stand sie im Plus bei einem Wert von 18,6. Die Einkommenserwartung der Verbraucher bĂŒĂŸte im August leicht ein und betrug 50,1 Punkte, bewegte sich damit aber noch immer auf einem "hohen Niveau". Ob dieser Indikator auch kĂŒnftig sein gutes Niveau behaupten könne, werde indes vor allem von der Arbeitsmarktsituation abhĂ€ngen, prognostizierte die GfK.

Indes erholte sich die Anschaffungsneigung im August – sie legte um 2,5 Punkte auf 48,8 Punkte zu. Damit trotze die Konsumneigung der "gegenwĂ€rtigen konjunkturellen AbwĂ€rtsspirale", analysierte das Marktforschungsinstitut. FĂŒr September prognostiziert die GfK daher insgesamt ein stabiles Konsumklima von 9,7 Punkten – nach ebenfalls 9,7 Punkten im August.

Wann Deutschland eine Rezession droht

FĂŒr eine weiterhin stabile Binnennachfrage sei es indes wichtig, "dass die Situation auf dem Arbeitsmarkt stabil bleibt", teilte die GfK mit. Sollte also der Arbeitsmarkt kĂŒnftig an StabilitĂ€t einbĂŒĂŸen und ein spĂŒrbarer Anstieg der Arbeitslosigkeit drohen, "mĂŒsste auch die Konsumkonjunktur einen deutlichen DĂ€mpfer hinnehmen". Eine Rezession droht in Deutschland dann, wenn auch im dritten Quartal die deutsche Wirtschaft schrumpft – im zweiten Quartal war sie bereits leicht zurĂŒckgegangen.

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FĂŒr ihre reprĂ€sentativen Studien zum Konsumklima fĂŒhrt das Marktforschungsinstitut monatlich rund 2.000 Interviews mit Verbrauchern zu ihrer Konjunkturerwartung, ihrer Einkommenserwartung und ihrer Anschaffungsneigung.

Ifo-BeschÀftigungsbarometer auf schlechtestem Wert seit 2014

Nicht nur die Konjunktur, auch das BeschĂ€ftigungsbarometer schwĂ€chelt. Die Personalabteilungen in deutschen Unternehmen schreiben dem Ifo-Institut zufolge angesichts der Konjunkturflaute immer weniger neue Stellen aus. Das BeschĂ€ftigungsbarometer fiel im August um 1,4 auf 98,1 Punkte, wie die MĂŒnchner Wirtschaftsforscher am Mittwoch zu ihrer Umfrage unter 9.000 Firmen mitteilten. Das ist der schlechteste Wert seit annĂ€hernd fĂŒnf Jahren.

Im bislang robusten Dienstleistungssektor brach das Barometer so stark ein wie zuletzt im Dezember 2007. "Die Dienstleister fallen als BeschÀftigungsmotor nach und nach aus", erklÀrte das Ifo-Institut. "Die Rezession in der Industrie schlÀgt sich nun mit Verzögerung auch bei den Dienstleistern nieder."


Auch im Baugewerbe sank das Barometer, doch sind hier weiter Neueinstellungen geplant. Im Handel bleibt das BeschÀftigungsniveau konstant. Im Verarbeitenden Gewerbe stieg das Barometer zwar. "Jedoch sind die Unternehmen, die Personal eher abbauen wollen, weiter in der Mehrzahl", so das Ifo-Institut.

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