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Commerzbank streicht Tausende Stellen, schließt Hunderte Filialen

Von rtr, dpa, jw

Aktualisiert am 21.09.2019Lesedauer: 2 Min.
Zentrale der Commerzbank: Das Unternehmen spart im Rahmen des Konzernumbaus Personal und Filialen ein.
Zentrale der Commerzbank: Das Unternehmen spart im Rahmen des Konzernumbaus Personal und Filialen ein. (Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa-bilder)
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Die Commerzbank ändert ihre Unternehmensstrategie. Dazu gehört neben einer Zusammenlegung mit der Tochter Comdirect auch ein konzernweiter Stellenabbau. Auch das Filialnetz soll zukünftig eingeschränkt werden.

Die Commerzbank hat am Freitag die Eckpunkte ihres neuen Strategieprogramms veröffentlicht. Demnach lege man den Schwerpunkt zukünftig auf den Ausbau des Mobil-Kanals und der Zusammenführung der comdirect bank Aktiengesellschaft ("Comdirect") mit der Commerzbank. Die polnische Tochter mBank soll hingegen verkauft werden. Die vergleichsweise profitable mBank ist an der Warschauer Börse gelistet und wird dort derzeit mit rund 3,1 Milliarden Euro bewertet. Die Commerzbank hält 69,3 Prozent an dem Institut. Durch einen Verkauf der Anteile könnte sie rechnerisch gut zwei Milliarden Euro einnehmen.

Konzernweiter Stellenabbau geplant

Im Rahmen des neuen Strategieprogramms "Commerzbank 5.0" sei ein weiterer konzernweiter Stellenabbau unvermeidbar. Im Konzern sollen demnach 4.300 Vollzeitstellen wegfallen. Gleichzeitig würden aber rund 2.000 Stellen geschaffen, sodass sich der Verlust auf 2.300 Vollzeitstellen belaufen wird. Der Stellenabbau soll laut der Mitteilung der Commerzbank möglichst sozialverträglich gestaltet werden.

Die Commerzbank hat ihre Belegschaft in den vergangenen Jahren bereits erheblich reduziert. Die Zahl der Vollzeitkräfte sank von 43.300 auf 40.700 Ende Juni 2019. Bis Ende 2020 sollen es nach aktueller Planung etwa 38.000 sein. Ursprünglich wollte der Vorstand die Belegschaft auf 36.000 Vollzeitkräfte verringern. Doch weil Aufgaben im Zuge der Digitalisierung stärker im eigenen Haus und weniger an externe Dienstleister vergeben werden sollen, setzte der Vorstand die Zielmarke nach oben. In Köpfen gerechnet beschäftigte die Bank Ende Juni 48.644 Mitarbeiter, davon gut 34.900 im Inland.

Filialnetz wird eingeschränkt

Zudem plant der Konzern von den rund 1.000 bestehenden Filialen ein Fünftel zu schließen. Welche Standorte betroffen sein könnten, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar. Seit einiger Zeit setzt das Institut auf einen Mix aus Kleinstfilialen und großen Standorten mit Komplettangebot. Der Vorstand will den Entwurf zur Strategieänderung am 25. und 26. September dem Aufsichtsrat vorlegen.

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