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Geschäfte mit Sexualstraftäter Epstein: Deutsche Bank muss Millionenstrafe zahlen


"Verdächtige Transaktionen"  

Fall Epstein: Deutsche Bank muss 150 Millionen zahlen

07.07.2020, 17:36 Uhr | dpa, AFP

Geschäfte mit Sexualstraftäter Epstein: Deutsche Bank muss Millionenstrafe zahlen. Logo der Deutschen Bank: Das Finanzinstitut muss eine Millionenstrafe wegen Geschäften mit Jeffrey Epstein zahlen. (Quelle: dpa/Richard Drew)

Logo der Deutschen Bank: Das Finanzinstitut muss eine Millionenstrafe wegen Geschäften mit Jeffrey Epstein zahlen. (Quelle: Richard Drew/dpa)

Schlechte Nachrichten für die Deutsche Bank: Das Kreditinstitut muss 150 Millionen US-Dollar Strafe zahlen. Grund sind Versäumnisse bei Geschäften mit dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein.

Die Deutsche Bank kommen ihre Geschäfte mit dem wegen Sexualverbrechen verurteilten und inzwischen gestorbenen US-Unternehmer Jeffrey Epstein teuer zu stehen. Die New Yorker Finanzaufsicht brummte dem Geldhaus am Dienstag eine Strafe von 150 Millionen US-Dollar (133 Millionen Euro) auf.

Das Finanzinstitut habe es versäumt, "verdächtige Transaktionen" ihres Kunden im Umfang von "Millionen von Dollar" zu bemerken und zu verhindern, erklärte die Finanzaufsicht des US-Bundesstaates New York (DFS) am Dienstag. Dabei hätte die Bank im Umgang mit dem als Sexualstraftäter registrierten Epstein besondere Vorsicht walten lassen müssen.

Deutsche Bank: "Unser Ruf ist unser wertvollstes Gut"

"Es war ein Fehler, Jeffrey Epstein 2013 als Kunden anzunehmen", teilte die Deutsche Bank mit. Das Unternehmen erkenne die festgestellten Schwächen in ihren Prozessen an und habe aus den Fehlern gelernt.

Die Bank habe unmittelbar nach Epsteins Verhaftung die Strafverfolgungsbehörden kontaktiert und volle Unterstützung bei den Ermittlungen angeboten. "Unser Ruf ist unser wertvollstes Gut, und wir bedauern unsere Verbindung zu Epstein zutiefst".

Die Deutsche Bank hatte im Juli 2019 erklärt, die Geschäftsbeziehungen zu Epstein gründlich zu überprüfen. Das Geldhaus reagierte damals auf einen Bericht des "Wall Street Journal", wonach es Epstein mehrere Jahre lang bei der Verwaltung von Millionen von Dollar über Dutzende von Bankkonten hinweg geholfen haben soll.

Epstein soll minderjährige Mädchen missbraucht haben

Epstein soll jahrelang minderjährige Mädchen und junge Frauen sexuell missbraucht und zur Prostitution angestiftet haben. Der bestens vernetzte Investmentbanker wurde bereits 2008 wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger zu 13 Monaten Gefängnis verurteilt und seitdem als Sexualverbrecher geführt.

Der Multimillionär wurde erneut im Juli 2019 festgenommen und im folgenden Monat tot in seiner Gefängniszelle in Manhattan gefunden. Nach Angaben des US-Justizministeriums nahm der 66-Jährige sich das Leben.

Die Ermittlungen gingen auch nach Epsteins Tod weiter – und erlebten vergangene Woche mit der Festnahme von Epsteins Ex-Freundin und langjähriger Vertrauter Ghislaine Maxwell eine spektakuläre Entwicklung. Die Bundesanwaltschaft von Manhattan wirft der 58-Jährigen vor, minderjährige Mädchen für Epstein rekrutiert zu haben.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa und AFP

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