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VW-Abgasaffäre: Anklage gegen Ex-Chef Winterkorn zugelassen

Verdacht auf Betrug  

Dieselskandal: Anklage gegen Ex-VW-Chef Winterkorn zugelassen

09.09.2020, 13:55 Uhr | dpa, t-online

VW-Abgasaffäre: Anklage gegen Ex-Chef Winterkorn zugelassen. Ex-Volkswagen-Chef Martin Winterkorn (Archivbild): Er muss sich den Abgasvorwürfen in einem öffentlichen Verfahren stellen. (Quelle: imago images/Eibner)

Ex-Volkswagen-Chef Martin Winterkorn (Archivbild): Er muss sich den Abgasvorwürfen in einem öffentlichen Verfahren stellen. (Quelle: Eibner/imago images)

Er trat als Vorstandsvorsitzender bei VW zurück als der Abgasskandal bekannt wurde – nun muss sich Martin Winterkorn einem Gerichtsverfahren stellen. Die Vorwürfe sind schwerwiegend.

Knapp fünf Jahre nach dem Auffliegen der Abgasaffäre bei Volkswagen hat das Braunschweiger Landgericht die Betrugsanklage gegen Ex-Konzernchef Martin Winterkorn zugelassen. Dies teilte die zuständige Kammer am Mittwoch mit. Winterkorn muss sich den Vorwürfen damit in einem öffentlichen Verfahren stellen – wann der Prozess beginnt, ist noch offen.

Die Ermittler hatten den heute 73-jährigen Manager im April 2019 aufgrund seiner Rolle im Dieselskandal angeklagt. Es geht um den Vorwurf des schweren Betrugs und des Verstoßes gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb im Zusammenhang mit Manipulationen an den Abgaswerten von Millionen Fahrzeugen.

Wie das Gericht am Mittwoch mitteilte, sieht die Kammer bei Winterkorn einen hinreichenden Tatverdacht, dass der Manager wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs verurteilt werden könnte. Deswegen wurde die Eröffnung des Hauptverfahrens zugelassen.

Abgasskandal wurde im Herbst 2015 öffentlich

Die Käufer bestimmter Fahrzeuge aus dem VW-Konzern seien über die Beschaffenheit der Autos und speziell die sogenannte Abschalteinrichtung in der Motorsteuersoftware getäuscht worden. Dadurch sei die Einhaltung der Stickoxidemissionen lediglich auf dem Teststand gewährleistet gewesen, nicht aber im normalen Betrieb. Die Käufer hätten dadurch einen Vermögensschaden erlitten, hieß es in einer Mitteilung des Landgerichts.

Im September 2015 hatte Volkswagen nach Prüfungen von Behörden und Recherchen von Forschern in den USA Manipulationen an den Abgaswerten von Dieselautos zugegeben. Die Software bestimmter Motoren war so eingestellt, dass im tatsächlichen Betrieb auf der Straße deutlich mehr giftige Stickoxide ausgestoßen wurden als in Tests.

Ende September 2015 trat Winterkorn von seinem Posten bei VW zurück. Kurze Zeit später gab er auch seine weiteren Ämter bei Porsche und Audi ab.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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