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Ex-Finanzminister Peer Steinbrück verlor Geld mit Wirecard-Aktien

Fünfstellige Summe?  

Ex-Finanzminister Steinbrück verlor Geld mit Wirecard-Aktien

18.09.2020, 19:33 Uhr | mak, t-online

Ex-Finanzminister Peer Steinbrück verlor Geld mit Wirecard-Aktien. Peer Steinbrück (Archivbild): Der Politiker verlor als Wirecard-Aktionär Geld. (Quelle: imago images/Horst Galuschka)

Peer Steinbrück (Archivbild): Der Politiker verlor als Wirecard-Aktionär Geld. (Quelle: Horst Galuschka/imago images)

Zahlreiche Anleger verloren durch den Bilanzskandal des Wirecard-Konzerns ihr Geld. So auch der ehemalige Finanzminister und SPD-Politiker Peer Steinbrück. Einem Bericht zufolge könnte die Summe nicht gering sein.

Zu den Geschädigten im Skandal um den insolventen Wirecard-Konzern zählt auch der ehemalige Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. Das bestätigte er dem "Spiegel". 

Steinbrück hatte privat vor eineinhalb Jahren Aktien des Zahlungsdienstleisters gekauft. Damals berichtete bereits die britische "Financial Times" über Unregelmäßigkeiten in den Bilanzen des deutschen Konzerns. Mitte Juni entpuppten sich 1,9 Milliarden der Bilanzsumme als Luftbuchungen. Eine Woche später meldete das Unternehmen Insolvenz an, es wird zerschlagen.

Die Unternehmensaktie brach im Zuge des Bilanzskandals ein – und dümpelt mittlerweile nur noch bei rund einem Euro herum. Tausende Investoren und Kleinanleger verloren ihr Geld. Ein geschädigter Aktionär sagte Anfang September t-online: "Die Wirecard-Aktien waren meine Altersvorsorge".

Bericht: Steinbrück hat fünfstellige Summe verloren

Der entstandene Schaden für die Anteilseigner geht in die Milliarden. Steinbrück selbst könnte der Zusammenbruch des Wirecard-Konzerns eine fünfstellige Summe gekostet haben, schreibt der "Spiegel". Das wollte der Ex-Finanzminister allerdings nicht bestätigen. "Dazu werden Sie von mir nichts hören, das ist Privatsache", zitiert ihn das Magazin.

Die Staatsanwaltschaft München ermittelt in dem Finanzskandal – unter anderem wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Bandenbetrug. Dazu sagte Steinbrück: "Betrüger können einen immer an der Nase herumführen. Aber irgendwann geht das Ganze hoch." Im Bundestag wird sich ein Untersuchungsausschuss unter anderem mit den Verwicklungen des jetzigen Finanzministers Olaf Scholz (SPD) sowie seiner Finanzaufsicht BaFin in dem Wirecard-Fall beschäftigen.

Steinbrück ist seit seinem Ausscheiden aus dem Bundestag 2016 Berater des Vorstands der Direktbank ING. Das Unternehmen gehört ebenfalls zu den Geschädigten des Wirecard-Konzerns. Die Bank lieh Wirecard 200 Millionen Euro, die durch die Pleite des Finanzabwicklers weg sein dürften.

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