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Corona-Krise: Milch, Butter, Kaffee dürften teurer werden – das ist der Grund


Milch, Butter, Kaffee  

Darum müssen Verbraucher mit steigenden Preisen rechnen

12.02.2021, 12:42 Uhr | AFP

Corona-Krise: Milch, Butter, Kaffee dürften teurer werden – das ist der Grund. Wocheneinkauf: Die Preise für gängige Verbrauchsgüter werden dieses Jahr wahrscheinlich steigen. (Quelle: imago images/Westend61)

Wocheneinkauf: Die Preise für gängige Verbrauchsgüter werden dieses Jahr wahrscheinlich steigen. (Quelle: Westend61/imago images)

Milch, Butter, Gas oder Kaffee könnten in diesem Jahr um bis zu drei Prozent teurer werden, prognostiziert der Bundesbankpräsident. Auch Restaurants und Reiseanbieter könnten die Preise anziehen.

Bundesbankpräsident Jens Weidmann rechnet in diesem Jahr angesichts der wieder gestiegenen Mehrwertsteuer und der neuen CO2-Steuer mit einem deutlichen Anstieg der Verbraucherpreise. "Die Inflationsrate bleibt nicht auf Dauer so niedrig wie im vergangenen Jahr."

Das sagte er der "Augsburger Allgemeinen" vom Freitag. Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex, der nach gemeinsamen europäischen Richtlinien entwickelt wird, könnte demnach zum Jahresende bei über 3 Prozent liegen. Der Index setzt sich aus einem repräsentativen Warenkorb zusammen, der unter anderem Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Lebensmittel, Bekleidung, Tabakwaren, Wohnungen, Brennstoffe oder Gastronomie enthält.

Umstritten sei aber, wie sich der in Corona-Zeiten erzwungene Konsumverzicht nach der Pandemie auswirke, sagte Weidmann. Es komme beispielsweise darauf an, ob Gastwirte oder Reiseveranstalter die Preise anheben. Der starke Inflationsanstieg könne angesichts der Sondereffekte vorübergehend sein.

"Bundesregierung stützt die Firmen"

Trotzdem müsse auch wieder über die "grundlegende Ausrichtung der Geldpolitik" diskutiert werden, wenn im Euroraum die Inflationsraten stiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hält die Preisstabilität bei einer Inflationsrate von knapp unter zwei Prozent für gegeben. Im Januar lag der harmonisierte Index bei 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Weidmann rechnet zudem angesichts der Corona-Krise mit einem deutlichen Anstieg der Insolvenzen – allerdings nicht vergleichbar mit dem Stand anderer Krisenjahre.

"Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen dürfte weit unter ihrem historischen Höchststand bleiben", sagte er der Zeitung. Das liege auch daran, dass die Bundesregierung "mit vielen Maßnahmen die Firmen stützt".

Weidmann rechnet damit, dass sich der Wirtschaftseinbruch erst in den kommenden Quartalen in den Insolvenzzahlen niederschlagen werde. "Sie werden zwar deutlich steigen, allerdings von einem sehr niedrigen Niveau aus."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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