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  • Corona-Impfstoff: "Aus f├╝r Astrazeneca ist der Super-GAU f├╝r Deutschland"


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Das Aus f├╝r Astrazeneca ist ein Super-GAU

  • Florian Schmidt
Ein Kommentar von Florian Schmidt

Aktualisiert am 15.03.2021Lesedauer: 3 Min.
Ein Senior wird in Niedersachsen im Auto geimpft: Wer will nach dem Astrazeneca-Desaster noch den britischen Impfstoff verabreicht bekommen?
Ein Senior wird in Niedersachsen im Auto geimpft: Wer will nach dem Astrazeneca-Desaster noch den britischen Impfstoff verabreicht bekommen? (Quelle: Daniel Reinhardt/dpa-bilder)
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Durch das Aussetzen der Corona-Impfungen mit Astrazeneca bleibt Deutschland noch l├Ąnger im Pandemiemodus gefangen. Impfgegner d├╝rften frohlocken, dem Land aber stehen schwere Wochen bevor.

Das war's! War die Skepsis der Deutschen gegen├╝ber dem Astrazeneca-Impfstoff ohnehin schon gro├č, wird sich nach dem heutigen Tag wohl niemand mehr mit dem Vakzin made in Gro├čbritannien impfen lassen wollen.

Zu gro├č ist der Imageschaden, zu stark das Misstrauen, das viele Menschen dem Impfstoff nun ÔÇô ob zu Recht oder zu Unrecht ÔÇô entgegenbringen. Die schwerwiegende Folge: Das Schneckentempo, das Deutschland beim Impfen hinlegt, d├╝rfte sich noch einmal verlangsamen.

Astrazeneca hat seine Lieferversprechen zuletzt zwar ohnehin zur├╝ckgeschraubt. Nun wird es aber Wochen dauern, bis andere Impfstoffe wie jene von Johnson & Johnson, Moderna oder Biontech die Kapazit├Ątsl├╝cken schlie├čen. Wochen, die Deutschland beim Impfen weiter zur├╝ckwerfen; Wochen, die die Wirtschaft stark belasten; Wochen, in denen potenziell Hunderte weitere Menschen sterben m├╝ssen.

Erst Hoffnung, dann Skepsis

H├Ątte sich all das verhindern lassen? Schwer zu sagen.

Stellt sich ein Impfstoff als risikobehaftet heraus, ist es gut und richtig, das Impfen zu stoppen. Falsch und schlecht allerdings war bis zuletzt die Kommunikation des Herstellers, der Experten und Politiker, die im Wechsel Hoffnung verbreiteten und sie dann zerst├Ârten.

Noch im November hie├č es, der Impfstoff habe eine Wirksamkeit von bis zu 90 Prozent. Kurz darauf waren es nach neuen Studienerkenntnissen nur noch 70 Prozent. Mediziner lobten den Impfstoff trotzdem in den h├Âchsten T├Ânen, Politiker beklatschten ihn dank seiner einfachen Lagerung bei K├╝hlschranktemperatur als Gamechanger f├╝r die Impfkampagnen.

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Im Januar dann ein weiterer R├╝ckschlag: F├╝r eine Zulassung auch f├╝r ├Ąltere Menschen jenseits von 65 Jahren reichten die Daten nicht aus. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erkl├Ąrte dennoch, er selbst w├╝rde sich mit Astrazeneca impfen lassen, wenn er an der Reihe sei. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach tingelte durch die Talkshows, nicht m├╝de, dem Volk jeden Abend aufs Neue die Angst zu nehmen.

"Impfstoff zweiter Klasse"

Doch das Wort vom "Impfstoff zweiter Klasse" war bereits in der Welt ÔÇô und mit ihm die zus├Ątzliche Angst vor etwaigen Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Blutgerinnsel, Thrombosen, wenn auch nur in sehr seltenen F├Ąllen, lie├čen sich nur schwer wegreden. Zu Tausenden lie├čen die Deutschen Impftermine verstreichen. Die Dosen stapelten sich ungenutzt in den Impfzentren.

Dennoch hielt Spahn bis zuletzt an Astrazeneca fest ÔÇô wohl auch deshalb, weil er den Impfstoff, ob viel oder wenig, als wichtigen Baustein fest f├╝r die kommenden Wochen und Monate f├╝r den massenhaften Einsatz bei den Haus├Ąrzten eingeplant hatte.

Das vorl├Ąufige Aus f├╝r Astrazeneca zum jetzigen Zeitpunkt setzt folglich nicht nur einen Schlusspunkt hinter das Kommunikationswirrwarr der vergangenen Monate. Es ist zugleich der Super-GAU f├╝r die Impfkampagne: Angesichts der dritten Welle, an deren Beginn wir uns mutma├člich befinden, und der Corona-Mutanten kommt der Impfstopp zum schlechtm├Âglichsten Zeitpunkt.

Deutschland stehen schwere Wochen bevor

Nur wenig hilft es da, wenn Spahn von einer "reinen Vorsichtsma├čnahme" spricht, davon, dass das Ergebnis der Pr├╝fung nun "offen" sei. Das Vertrauen vieler Menschen in die Beh├Ârden, die Astrazeneca erst zulie├čen und sich jetzt wieder gegen das Vakzin aussprechen, ist nach dem heutigen Tag stark ersch├╝ttert.

Selbst wenn sich Astrazeneca doch noch als weitgehend vertr├Ąglich herausstellen sollte, wird kaum einer scharf darauf sein, den Impfstoff zu bekommen. Den Impfgegnern ist mit dem heutigen Tag in die H├Ąnde gespielt worden.

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