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EZB ändert ihr Inflationsziel – erster Strategiewechsel seit 2003

Notenbank der Eurozone  

EZB ändert ihr Inflationsziel – erster Strategiewechsel seit 2003

08.07.2021, 13:12 Uhr | rtr

EZB ändert ihr Inflationsziel – erster Strategiewechsel seit 2003. Europa-Flaggen vor dem EZB-Hochhaus in Frankfurt (Symbolbild): Die Notenbank passt ihre Strategie an. (Quelle: imago images/U. J. Alexander)

Europa-Flaggen vor dem EZB-Hochhaus in Frankfurt (Symbolbild): Die Notenbank passt ihre Strategie an. (Quelle: U. J. Alexander/imago images)

Die Europäische Zentralbank passt ihre Strategie nach fast 20 Jahren an. Das Inflationsziel wird leicht geändert: Künftig strebt die Notenbank eine Teuerung von zwei Prozent an.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre geldpolitische Strategie runderneuert und sich ein neues Inflationsziel gesetzt. Die Währungshüter um Notenbank-Chefin Christine Lagarde wollen künftig mittelfristig eine Teuerungsrate im Euro-Raum von 2,0 Prozent anstreben, wie die Euro-Notenbank am Donnerstag in Frankfurt ankündigte.

Bisher hatte das Ziel auf unter, aber nahe zwei Prozent gelautet. Diese Formulierung war aber zunehmend in Misskredit geraten, weil sie aus Sicht vieler Experten nahelegt, die Euro-Wächter würden eine zu hohe Inflation stärker bekämpfen wollen als eine zu niedrige. Ihr bisheriges Ziel verfehlte die EZB bereits seit Frühjahr 2013.

EZB-Chefin Lagarde, die die Notenbank seit November 2019 führt, hatte die Generalüberholung bereits kurz nach ihrem Amtsantritt angekündigt. Durch die Corona-Krise verzögerte sich die Überprüfung dann aber. Die Währungshüter hatten letztmalig im Jahr 2003 ihre geldpolitische Strategie überarbeitet.

Damals hatten sie ihr mittelfristiges Preisstabilitätsziel von 1998 präzisiert. Bis dahin hatte es auf unter zwei Prozent gelautet – angepasst wurde es schließlich auf "unter, aber nahe zwei Prozent". Seitdem war diese Formulierung gültig geblieben.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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