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Dieselskandal: Winterkorn-Vergleich von VW droht zu platzen


Klage vorm Landgericht  

Winterkorn-Vergleich von VW droht zu platzen

27.08.2021, 11:06 Uhr | rtr

Dieselskandal: Winterkorn-Vergleich von VW droht zu platzen. Ex-Topmanager Martin Winterkorn: Volkswagen hatte gehofft, mit der vergangenen Hauptversammlung das Kapitel abgeschlossen zu haben – doch eine Anlegergemeinschaft trägt das Thema nun vor Gericht. (Quelle: Getty Images/ Sean Gallup)

Ex-Topmanager Martin Winterkorn: Volkswagen hatte gehofft, mit der vergangenen Hauptversammlung das Kapitel abgeschlossen zu haben – doch eine Anlegergemeinschaft trägt das Thema nun vor Gericht. (Quelle: Sean Gallup/Getty Images)

Der Vergleich mit Topmanagern wie Winterkorn und Stadler sollte für VW einen Schlussstrich unter den Dieselskandal ziehen: Doch nun stellt sich eine Anlegergemeinschaft quer. Sie zieht den genehmigten Vergleich vors Gericht.

Gegen den von den VW Volkswagen Vz Aktie-Aktionären im Diesel-Skandal beschlossenen Vergleich mit dem ehemaligen Vorstandschef Martin Winterkorn und Ex-Audi-Chef Rupert Stadler formiert sich juristisch Widerstand. Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) fechtet Beschlüsse der Hauptversammlung an und reichte dazu nach eigenen Angaben Klage beim Landgericht Hannover ein, wie sie am Freitag mitteilte.

Die Anlegergemeinschaft moniert, dass Volkswagen mit dem Vergleich mit den beiden früheren Spitzenmanager einen Schlussstrich unter die zivilrechtliche Haftung von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern in dem Skandal um millionenfache Abgasmanipulation ziehen wolle, obwohl der genaue Schaden noch gar nicht absehbar sei.

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Weder sei der Sachverhalt abschließend ermittelt, noch sei absehbar, welche Sanktionen etwa in den USA noch auf Volkswagen und seine früheren Organmitglieder zukämen. Die SdK kritisiert außerdem, dass Winterkorn und Stadler zwar zur Kasse gebeten wurden, zum großen Teil allerdings durch den Verzicht auf noch ausstehende Boni.

Aufarbeitung des Skandals kostete VW bereits 32 Milliarden Euro

Die Aktionäre hatten auf ihrer Versammlung im Juli dem mit Winterkorn, Stadler und zwei weiteren Ex-Vorständen ausgehandelten Vergleich mit großer Mehrheit zugestimmt. Demnach zahlt Winterkorn 11,2 Millionen Euro, auf Stadler entfallen 4,1 Millionen. 270 Millionen fließen von der Haftpflichtversicherung (D&O), die Volkswagen für das Management abgeschlossen hat.

Mehr als 90 Prozent der Stammaktien liegen in den Händen der Familienholding Porsche SE, dem Land Niedersachsen und dem Emirat Katar. Die Aufarbeitung des Abgasskandals kostete den Wolfsburger Autokonzern bisher mehr als 32 Milliarden Euro. Der VW-Haupteigner Porsche SE ist im Zusammenhang mit dem Diesel-Skandal auch mit einer Aktionärsklage in den USA konfrontiert.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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