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Bundesbank-Präsident Weidmann tritt überraschend zurück


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Bundesbank-Chef Weidmann tritt zurück

Von t-online, neb

Aktualisiert am 20.10.2021Lesedauer: 2 Min.
Jens Weidmann: Der Bundesbankpräsident möchte sein Amt zum Ende des Jahres aufgeben.
Jens Weidmann: Der Bundesbankpräsident möchte sein Amt zum Ende des Jahres aufgeben. (Quelle: Sepp Spiegl/imago-images-bilder)
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Großer Wechsel nach zehn Jahren: Der Präsident der Bundesbank will zum Ende des Jahres sein Amt niederlegen. Weidmann verlasse die Institution aus persönlichen Gründen, heißt es.

Die Bundesbank muss sich nach einem neuen Chef umschauen. Ihr aktueller Präsident, Jens Weidmann, hat am Mittwoch überraschend angekündigt, sein Amt aus persönlichen Gründen zum Ende des Jahres aufzugeben. Das geht aus einer Pressemitteilung der Bundesbank hervor.

Weidmann habe demnach Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier um seine Entlassung zum 31. Dezember 2021 gebeten. Er steht seit Mai 2011 an der Spitze der Bundesbank.

Nach eigenen Angaben verlässt Weidmann die Institution aus persönlichen Gründen. "Ich bin zur Überzeugung gelangt, dass mehr als 10 Jahre ein gutes Zeitmaß sind, um ein neues Kapitel aufzuschlagen – für die Bundesbank, aber auch für mich persönlich", heißt es in einem Brief an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank.

Weidmann warnt davor, Inflationsrisiken zu übersehen

Seine Amtszeit sei von vielen Krisen geprägt gewesen, so Weidmann weiter in dem Brief: "Die Finanzkrise, die Staatsschuldenkrise und zuletzt die Pandemie haben in Politik und Geldpolitik zu Entscheidungen geführt, die lange nachwirken werden. Mir war es dabei immer wichtig, dass die klare, stabilitätsorientierte Stimme der Bundesbank deutlich hörbar bleibt."

Bezüglich der zukünftigen Herausforderungen der Bundesbank mahnt er, nicht nur "einseitig auf Deflationsrisiken" zu schauen, sondern auch "perspektivische Inflationsgefahren" zu beachten. Damit verweist er in seinem Abschiedsbrief auf eine aktuelle Diskussion unter Ökonomen und in der Finanzbranche, wie mit der aktuell steigenden Inflation umgegangen werden müsste. Der promovierte Volkswirt hatte sich in der Vergangenheit immer wieder kritisch zu der ultralockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) geäußert.

Die Geldpolitik der EU und Deutschlands dürfe, so Weidmann, nicht in den Schlepptau der Fiskalpolitik oder der Finanzmärkte geraten. "Dies bleibt meine feste persönliche Überzeugung genauso wie die hohe Bedeutung der Unabhängigkeit der Geldpolitik“, schreibt Weidmann.

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Verwendete Quellen
  • Pressemitteilung der Bundesbank
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