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Trotz Angriffs von Russland: "In diesem Winter wird jeder Gaskunde eine warme Wohnung haben"


Trotz Angriffs von Russland
"Jeder Gaskunde wird eine warme Wohnung haben"

Von dpa
24.02.2022Lesedauer: 2 Min.
Blick auf Leitung in Gaskraftwerk (Symbolbild): Das Gasversorgung in Deutschland ist sichergestellt.Vergrößern des BildesBlick auf Leitung in Gaskraftwerk (Symbolbild): Das Gasversorgung in Deutschland ist sichergestellt. (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa-bilder)
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Seit Donnerstag sind die schlimmsten Befürchtungen Realität: In der Ukraine herrscht Krieg, nachdem Putin einmarschiert ist. Was bedeutet das für die Gasversorgung? Die Branche gibt Entwarnung.

Die Energiewirtschaft hat Entwarnung für Gaskunden gegeben auch im Szenario eines Ausfalls russischer Erdgaslieferungen nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine. Die Chefin des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Kerstin Andreae, sagte der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag: "Sollten Lieferungen aus Russland kurzfristig ausfallen, ist das eine große Herausforderung. Sicher ist: In diesem Winter wird jeder Gaskunde eine warme Wohnung haben." Russland liefert mehr als die Hälfte des in Deutschland verbrauchten Erdgases.

Es gebe in Europa Sicherungsmechanismen, die in einer Engpasssituation greifen würden. "In jedem Fall sind Haushaltkunden und Einrichtungen wie beispielsweise Krankenhäuser durch gesetzliche Bestimmungen besonders geschützt. Auch würden vertraglich geregelte Abschaltvereinbarungen mit Industrie oder Wechsel auf andere Energieträger die Nachfrage nach Gas drosseln."

Breiter Liefermix für Europa

Europa könne auf einen breiten Liefermix bauen, so Andreae. Gas komme gewissermaßen aus allen Himmelsrichtungen. "Hinzu kommt die sehr gute Gasspeicher-Infrastruktur insbesondere in Deutschland sowie das europäische Gas-Verbundnetz, dass den innereuropäischen Gas-Austausch ermöglicht und das in den vergangenen Jahren immer stärker ausgebaut worden ist."

Zudem komme aktuell auch Flüssigerdgas (LNG) via Großtanker aus den USA. In gewissem Umfang besteht die Möglichkeit, zusätzliche Flüssiggas-Mengen zu beziehen." Die derzeit größten LNG-Anbieter seien Katar, Australien und auch die USA. "Insbesondere dort sind viele Produzenten in der Lage, ihre Angebotsmenge kurzfristig auszuweiten, um auf Nachfrageschwankungen zu reagieren."

Mittelfristig werde der massive Ausbau erneuerbarer Energien, eine breitere Lieferstruktur und der Hochlauf von Wasserstoff bedeutsam für eine diversifizierte Versorgungssicherheit, sagte Andreae. "Wir müssen unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Insbesondere für die erneuerbaren Energien muss nun endlich klar sein, dass Hemmnisse bei der Genehmigung und Realisierung der Projekte der Vergangenheit angehören müssen."

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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