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Energiekrise: Robert Habeck kauft Erdgas aus Norwegen ein


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Norwegen sagt Deutschland zusätzliche Gaslieferungen zu

Von rtr
Aktualisiert am 17.03.2022Lesedauer: 2 Min.
Wirtschaftsminister Robert Habeck (l.) und Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre: Die Skandinavier stellen Deutschland in Aussicht, mehr Flüssiggas zu liefern.
Wirtschaftsminister Robert Habeck (l.) und Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre: Die Skandinavier stellen Deutschland in Aussicht, mehr Flüssiggas zu liefern. (Quelle: Torstein Bøe/dpa-bilder)
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Um unabhängiger von russischem Gas zu werden, setzt Wirtschaftsminister Robert Habeck auf mehr Flüssiggas aus Norwegen. Die Skandinavier wollen alles tun, um die Produktion zu erhöhen.

Norwegen will Europa in der Energiekrise mehr Erdgas liefern und Deutschland mit Spezialschiffen helfen. "Wir versuchen alles, um die Produktion zu erhöhen", sagte Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre beim Besuch von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) in Oslo.

Der staatlich dominierte Versorger Equinor werde im Sommer zusätzlich 1,4 Milliarden Kubikmeter Gas nach Europa pumpen können. Zudem wolle Norwegen Deutschland mit Spezialschiffen für Flüssiggas (LNG) helfen.

Kein komplett neues Terminal nötig

Deutschen Regierungskreisen zufolge geht es um mehrere Schiffe, die der Bund mitfinanzieren werde. Sie können den flüssigen Brennstoff vor der Küste wieder in Gas umwandeln, sodass kein komplett neues Terminal gebraucht wird. In Wilhelmshaven ist so eine Anlage geplant, um das Gas schnell an Land bringen zu können.

Deutschland bezieht über die Hälfte seines Gases aus Russland und sucht vor dem Hintergrund des Einmarsches in die Ukraine nach alternativen Lieferanten. Norwegen ist bereits mit rund 30 Prozent der zweitgrößte. Deutschland benötigt etwa 100 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr.

Habeck offen für blauen Wasserstoff

Mittelfristig will Deutschland auch Wasserstoff aus Norwegen beziehen. Um Möglichkeiten auszuloten, bildeten Norwegen und Deutschland eine Arbeitsgruppe. Diese soll Habeck zufolge in etwa einem halben Jahr Ergebnisse liefern. Geprüft wird auch, ob dafür eine eigene Pipeline nach Deutschland gebaut werden muss.

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Offen zeigte sich der deutsche Vize-Kanzler dabei für sogenannten blauen Wasserstoff. Dabei wird Wasserstoff mit Erdgas erzeugt und das freigesetzte CO2 in Kavernen unter der Nordsee gespeichert. "Wenn das CO2 abgespeichert wird, ist es klimaneutrales Gas", sagte Habeck. Auf längere Sicht wolle man sich aber mit Hilfe von mit erneuerbaren Energien erzeugtem Wasserstoff versorgen.

"Auf dem Weg dahin ist es besser, dass CO2 abzuspeichern, als es in die Atmosphäre zu blasen", sagte Habeck. Dabei müssten aber hohe Umweltstandards greifen, heißt es in einem gemeinsamen Papier der beiden Staaten.

Besonders bei den Grünen wird blauer Wasserstoff kritisch gesehen, da Zweifel an der dauerhaften, sicheren Speicherung herrschen. Der Koalitionsvertrag der Ampelregierung hat diese Option aber geöffnet.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur Reuters
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Von Frederike Holewik
CO2DeutschlandEuropaNorwegenRobert Habeck
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