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Minister f├╝rs gro├če Ganze

  • Florian Schmidt
Von Florian Schmidt, Davos

Aktualisiert am 24.05.2022Lesedauer: 3 Min.
Selenskyj und die Klitschkos: t-online-Ressortleiter Florian Schmidt berichtet aus Davos. (Quelle: t-online)
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Vizekanzler Robert Habeck hat seinen ersten gro├čen Auftritt beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Dabei l├Ąsst er keinen Zweifel daran, wie gut ihm das internationale Parkett gef├Ąllt.

Als er das letzte Mal in Davos Station machte, war die Welt noch eine andere: Damals, im Januar 2020, etablierte sich zwar bereits das Wort "Corona" im Wortschatz der Deutschen. An eine anschlie├čende Pandemie jedoch, an einen Krieg in Europa, an m├Âgliche Gasengp├Ąsse und extrem steigende Energiepreise dachte noch niemand. Auch Robert Habeck nicht.

Heute, knapp zweieinhalb Jahre sp├Ąter, sitzt er erstmals in seiner Funktion als Wirtschaftsminister und Vizekanzler auf einem Podium beim Weltwirtschaftsforum (WEF). Dunkelblauer Anzug, Schlips, nachdenkliches Gesicht: Die Themen sind ernst, sein Auftritt soll es auch sein.

Wirtschaftsminister und Vizekanzler: Robert Habeck beim Weltwirtschaftsforum in Davos.
Wirtschaftsminister und Vizekanzler: Robert Habeck beim Weltwirtschaftsforum in Davos. (Quelle: Laurent Gillieron/dpa-bilder)

Sorgte er 2020 als Chef der gr├Â├čten Oppositionspartei nur deshalb f├╝r Aufsehen, weil er einen entsetzten Kommentar zur Rede Donald Trumps abgab, sind es nun seine eigenen Worte, die Nachhall finden. Eine seiner Botschaften, seiner Missionen beim WEF: Das "Undenkbare denken", und damit das verbinden, was nicht zuletzt viele Linke in seiner eigenen Partei f├╝r unvereinbar halten ÔÇô Solidarit├Ąt und Freihandel.

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H├Âchstpreise f├╝r eingekauftes ├ľl

"Wir m├╝ssen an den globalen M├Ąrkten festhalten", sagt Habeck und begr├╝ndet das so: "Wenn wir nur auf uns schauen, werden wir die gro├čen Krisen nicht l├Âsen."

Die Globalisierung d├╝rfe nicht zugunsten von mehr Nationalismus zur├╝ckgedreht werden. Jedoch brauche es einen neuen Zusammenhalt sowie vor allem neue Regeln f├╝r den internationalen Handel, damit auch jene L├Ąnder von ihm profitieren, die sonst zu kurz k├Ąmen.

Eine M├Âglichkeit: mehr multilaterale Handelsabkommen, eine st├Ąrkere Welthandelsorganisation, "die allen V├Âlkern zugutekommen und nicht nur dem Westen". Eine andere, ganz konkrete: Absprachen zwischen verschiedenen Staaten zu H├Âchstpreisen beim Einkauf von ├ľl, um so gegen Preisexplosionen bei Energie und Lebensmitteln anzuk├Ąmpfen.

Habeck wei├č, welche T├Âne er anschlagen muss

Habeck, so wirkte es schon in den vergangenen Kriegswochen, ist angekommen in der Rolle des Staatsmannes. Neu zum Vorschein kommt beim WEF die Figur des Au├čenpolitikers, der in weltweiten Handelsstr├Âmen denkt, der nicht nur putinfreies Gas in aller Welt besorgt, sondern gleich die ganze Globalisierung retten will.

Was an all dem echt ist, was Wunsch, was Show, bleibt zun├Ąchst offen. Fest steht, die internationale B├╝hne scheint ihm zu gefallen. Und: Er wei├č genau, welche T├Âne er anschlagen muss, wie nachdenklich er klingen muss, um das Publikum eines solchen Gipfeltreffens zu beeindrucken.

Vier Krisen mit Rezessionsrisiko

"Es gibt aktuell vier Krisen, die miteinander verbunden sind", so Habeck. Konkret seien das die hohe Inflation in vielen L├Ąndern, die Energieengp├Ąsse, die Lebensmittelknappheit sowie die Gefahren des Klimawandels. Sie alle seien miteinander verstrickt und bergen laut Habeck das Risiko einer globalen Rezession.

Technisch ist damit eine Phase gemeint, in der die Wirtschaft gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen gegen├╝ber dem Vorjahreszeitraum schrumpft. Um ein solches Szenario abzuwenden, gelte laut Habeck: "Wir k├Ânnen die Probleme nicht l├Âsen, wenn wir uns nur auf eins der Probleme konzentrieren."

Minister Habeck: "Wir m├╝ssen das Undenkbare denken."
Minister Habeck: "Wir m├╝ssen das Undenkbare denken." (Quelle: Reuters-bilder)

Vielmehr m├╝ssten alle Staaten zusammenarbeiten und die Krisen gleicherma├čen angehen. Mit Blick auf die Nahrungsmittelknappheit, ausgel├Âst durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, hei├če das: "Wir sind nat├╝rlich auch gehalten, um unseren eigenen, manchmal etwas ├╝berschw├Ąnglichen Verbrauch von Lebensmitteln zu reduzieren."

Der Minister, der ans gro├če Ganze denkt

Auch das soll h├Ąngen bleiben: Hier spricht einer, der das Amt des Wirtschaftsministers auf unorthodoxe Weise definiert. Einer, der sich einen Kopf um die gro├čen Zusammenh├Ąnge macht, der sich nicht nur als Ansprechpartner f├╝r deutsche Unternehmen versteht.

Alles neu, alles anders also? Habeck selbst will davon nur wenig wissen, zumindest nicht beim Blick zur├╝ck auf seinen letzten Besuch in Davos. "Es f├╝hlt sich ├╝berhaupt nicht anders an als fr├╝her", sagt er am Rande des Forums auf Nachfrage von t-online.

Klar, die Taktung sei anders, er sei jetzt schlie├člich Minister. "Jedoch habe ich auch schon fr├╝her in der Opposition so Politik gemacht, dass ich sie auch in der Regierung vertreten k├Ânnte." Dass sie am Ende funktioniert, muss er noch beweisen.

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