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Bundesnetzagentur: Gasversorgungslage in Deutschland ist "angespannt"


Bundesnetzagentur
Gasversorgungslage in Deutschland ist "angespannt"

Von dpa, fho

17.06.2022Lesedauer: 2 Min.
Ein Gazprom-Mitarbeiter in Russland (Symbolbild): Der russische Staatskonzern liefert seit Mittwochabend deutlich weniger Gas nach Deutschland.Vergrößern des BildesEin Gazprom-Mitarbeiter in Russland (Symbolbild): Der russische Staatskonzern liefert seit Mittwochabend deutlich weniger Gas nach Deutschland. s Chayanda oil and gas field. The Cha (Quelle: Kirill Kukhmar/TASS/imago-images-bilder)
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Seit Mittwochabend fließt weniger russisches Gas nach Deutschland. Die Bundesnetzagentur sieht die Versorgung zwar als stabil an, bezeichnet die Lage insgesamt aber zum ersten Mal als "angespannt".

Erstmals seit Ende März hat die Bundesnetzagentur in ihrem täglichen Bericht zur Gasversorgung in Deutschland die Lage als "angespannt" bezeichnet. "Die Gasversorgung in Deutschland ist im Moment aber stabil", schrieb die Behörde in ihrem am Freitagmittag veröffentlichten Bericht. Die Versorgungssicherheit in Deutschland sei derzeit weiter gewährleistet.

Grund für die Neubewertung ist die Reduktion der Gasliefermenge durch die Ostseepipeline Nord Stream 1 in den vergangenen Tagen. Dabei hatte der russische Energiekonzern Gazprom die Gasflüsse auf 40 Prozent der Maximalleistung gedrosselt und dies mit Verzögerungen bei der Reparatur von Verdichterturbinen begründet.

"Von dieser Reduktion ist seit Mitte der Woche auch die Weitergabe von Gas in andere europäische Länder wie zum Beispiel Frankreich, Österreich und Tschechien betroffen", berichtete die Behörde. Die von den ausbleibenden Lieferungen betroffenen Unternehmen könnten die Gasmengen zurzeit anderweitig am Markt beschaffen.

Habeck will Energiesparen gesetzlich verankern

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hält die Reduzierungen jedoch angesichts des Ukraine-Kriegs für politisch motiviert. Die "notwendigen Reparaturarbeiten" würden eine "derartige Drosselung des Gasflusses nicht rechtfertigen", betonte ein Sprecher Habecks am Freitag.

Das Gebot der Stunde ist nun mehr denn je Energiesparen: Sollten die Gasspeichermengen nicht zunehmen, "dann werden wir weitere Maßnahmen zur Einsparung, zur Not auch gesetzlich, vornehmen müssen", sagte Habeck dazu am Donnerstagabend in den "Tagesthemen". Zuletzt waren die Speicher zu rund 57 Prozent gefüllt.

Habeck sprach von einer "ernsten Lage". Für die nächste Zeit sei die Versorgungssicherheit gewährleistet, betonte er. Allerdings sei klar, dass Deutschland mit dem derzeitigen Speicherstand "nicht in den Winter gehen" könne. "Dann müssen die voll sein."

Ein aktuell viel diskutierter Vorschlag zum Energiesparen ist das Absenken der Mindesttemperatur von Wohnung. Der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, hatte sich dafür ausgesprochen. Während der Deutsche Städte- und Gemeindebund den Vorschlag unterstützt, war der Mieterbund dagegen. Auch Bundesbauministerin Klara Geywitz sprach sich gegen die Maßnahme aus (t-online berichtete).

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagenturen dpa und AFP
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